Richtiges Heizen für weniger Feinstaub

Eine Informationsoffensive soll die Luftqualität maßgeblich verbessern.

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In der Liebburg präsentierten sich unterschiedliche Institutionen mit einem Ziel: die Umweltschäden durch Hausbrand zu minimieren.

„Ausschließlich unbehandeltes und trockenes Holz verwenden. Von oben und mit ausreichend Luftzufuhr anzünden. Für einen sicheren Betrieb den Ofen regelmäßig warten.“ – Wer diese drei Faustregeln befolgt, trägt wesentlich zu einer besseren Luftqualität bei. Und um dieses Thema drehte sich alles am Montag, 9. Dezember, in der Liebburg, beim offiziellen Startschuss für eine Informationsoffensive mit dem Thema „Richtig heizen mit Holz“, getragen von Gemeinden und unterschiedlichen Institutionen wie dem Regionsmanagement und der Lebenshilfe. Als Gastgeber fungierte der Lienzer Umweltausschuss-Obmann Andreas Hofer.

Ein Drittel der Feinstaub-Emission stammt von Hausbrand; die restlichen zwei Drittel von Verkehr und Industrie. „Jeder, der mit Holz heizt, kann durch eine saubere Verbrennung zur Verbesserung unserer Atemluft beitragen. Deswegen setzen wir verstärkt auf Aufklärung und Bewusstseinsbildung“, erklärte die stellvertretende Landeshauptfrau Ingrid Felipe, die zur Weitergabe dieses Anliegens eigens nach Lienz kam. Markus Einhauer, Bürgermeister von Tristach, spürt einen Wandel: „Früher kam aus beinahe jedem Kamin schwarzer Rauch; heute ist man für Themen wie neue Heizsysteme sensibilisiert. 2012 haben wir in Tristach alle Gebäude im Gemeindezentrum von Ölfeuerung auf die Heizung mit Pellets oder Hackschnitzel umgestellt.“

Vorbildfunktion im Umgang mit umweltschonenden Energiestrategien hat die Gemeinde Assling. Die Elektrowerke Assling sind laut Geschäftsführer Harald Stocker der größte Photovoltaikpark Tirols. Bereits 80% der Einwohner der Gemeinde heizen mit Biomasse. Eine Entwicklung, die Hermann Wilhelm, Innungsminister der Rauchfangkehrer begrüßt: „Als Rauchfangkehrer sind wir nicht in Polizeifunktion. Aber mit Themen wie Brandschutz und einer sauberen Feuerstätte befassen wir uns jeden Tag in rund 2000 Haushalten; wer unsachgemäß handelt, muss mit unangekündigten Kontrollen rechnen. Danach gehen die Leute meist viel bewusster mit dem Thema richtigen Heizens um.“

Auch die Lebenshilfe Tirol macht beim Projekt „Richtig heizen mit Holz“ mit. Die Organisation stellt in sieben Bezirken umweltschonende Anzündhilfen her. Hansjörg Walch von der Lebenshilfe erklärt den doppelten Nutzen: „Die Initiative stiftet sinnvolle Arbeit für KlientInnen und unterstützt gleichzeitig unsere Umwelt.“ Zudem wird beim Verkauf der Anzündhilfen von der Lebenshilfe die Informationsbroschüre „Richtig heizen mit Holz“ beigelegt, um die Bewusstseinsbildung für schadstoffarmes Heizen noch tatkräftiger zu unterstützen. In Osttirol gibt es die selbst hergestellten Anzündhilfen in den Shops der Lebenshilfe in Lienz und Matrei zu kaufen.

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