Bauen und Sanieren mit Beratungsplus

Ein erfolgreicher Wohnbauabend der Lienzer Sparkasse.

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v.l. Andreas Altersberger (Voltarix), Anton Obkircher (Wohnbauberater Lienzer Sparkasse), Robert Traunmüller (Energie Tirol), Richard Freimüller (Wärmepumpe Austria) und Vorstandsdirektor Anton Klocker. (Fotos: Lienzer Sparkasse)

In den vergangenen Jahren hat sich die Lienzer Sparkasse zu einem Kompetenzzentrum für Anliegen von privaten Bauherren entwickelt. Entsprechend groß war der Andrang beim diesjährigen Wohnbauabend Anfang Februar im Sparkassensaal in Lienz. DI Robert Traunmüller, Mitarbeiter von „Energie Tirol“, skizzierte zum Auftakt, wie man bei Sanierung oder Neubau zum einen effiziente Energieeinsparung realisiert und zum anderen ein Höchstmaß an Förderungen lukriert. „Wichtig ist es, sich ausreichend Zeit für die Planung zu nehmen. Man muss sich Ziele setzen und die Chancen nutzen“, so der Experte. Speziell bei einem Neubau gibt es zentrale Parameter, etwa Lage, Infrastruktur und Energieversorgung wie z.B. Fernwärme. Bei der Planung ist Kompaktheit enorm wichtig und die konsequente Ausrichtung der Grundrisse auf das Lüftungssystem. Allen Sanierern empfahl Traunmüller, den Energieausweis als Planungsinstrument zu nutzen: „Er ermöglicht die Abstimmung der Gebäudehülle mit der Haustechnik und ist gleichzeitig die einzige technische Dokumentation des Gebäudes, die zudem eine ökologische Einschätzung des Hauses liefert.“ Dann demonstrierte der Energie Tirol-Experte anhand konkreter Beispiele, worauf es ankommt: die Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Dach, Keller), Dämmstärken, Materialien und Heizungssysteme. Traunmüller ging überblicksmäßig auch auf die Heizungssysteme ein.

Ein System, das von Hausbauern und Sanierern immer stärker bevorzugt wird, ist die Wärmepumpentechnologie. Richard Freimüller, Präsident des Vereines „Wärmepumpe Austria“ war deshalb ebenfalls als Referent geladen. Über 195.000 Wärmepumpen sind in Österreich in Betrieb, davon sind ca. 114.000 Stück im Heizungsbereich eingesetzt. Freimüller vermittelte zunächst Basiswissen. Die Effizienz einer Wärmepumpe wird mit der sogenannten „Arbeitszahl“ ausgedrückt. Sie beziffert das Verhältnis der erzeugten Wärmeleistung und der elektrischen Antriebsenergie. Auf das gesamte Jahr bezogen spricht man von einer Jahresarbeitszahl.

Je nach genutzter Energiequelle und dem Einsatz im Neubau oder der Sanierung, liegen Jahresarbeitszahlen zwischen 3 und 4. Das heißt moderne Wärmepumpen stellen viermal soviel Heizwärme bereit, als sie elektrische Arbeit zu deren Gewinnung benötigen. Die Wärmepumpe nützt gespeicherte Sonnenenergie, die aus drei verschiedenen Quellen bezogen werden kann, aus dem Erdreich (Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren), dem Grundwasser oder der Luft. Die Vorteile der Wärmepumpe, so Freimüller, liegen auf der Hand: „Sie bieten geringste Betriebskosten und Preisstabilität bei höchstem Komfort. Bewährte Systeme in Alt- und Neubauten gibt es seit über 35 Jahren, es gibt attraktive Förderungen und keine Zusatzkosten für die Lagerung, wie bei Pellets oder Hackschnitzeln.“

Wärmepumpen seien eine zukunftsorientierte Lösung, speziell auch in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Neben Heizung und Warmwasser können Wärmepumpen auch zur Kühlung und im Bereich der Wohnraumlüftung eingesetzt werden.

Sanieren und Kassieren

Anhand eines Praxisbeispiels rechnete Anton Obkircher, einer der Wohnbauspezialisten der Sparkasse,die aktuellen Förderungsmöglichkeiten vor. Finanziert man eine umfassende Sanierung, z.B. Fassade, Fenster, Dach und Keller (gegen Außenluft) sowie Heizung in Höhe von EUR 75.000,00 (lt. Angeboten) mit einem Sparkassen-Energiespardarlehen, ergibt sich unter Einbeziehung aller Förderungen eine monatliche Belastung von EUR 340,00 auf eine Laufzeit von 12 Jahren. Diese Belastung könnte sich durch die mögliche Neuauflage eines staatlichen Sanierungsschecks – Detailinformationen sollte es im März 2014 geben – zusätzlich verringern. Obkircher resümierte: „Die Gesamtbelastung in diesem Beispiels beträgt EUR 86.948,00 und kann durch die derzeitigen Förderungen auf EUR 49.023,00 reduziert werden.“ Berücksichtige man zusätzlich die Heizkostenersparnis und die Komforterhöhung, reduziere sich die tatsächliche Belastung gegen Null.

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Großer Andrang herrschte beim diesjährigen Wohnbauabend Anfang Februar im Sparkassensaal in Lienz.

Anton Klocker, Vorstandsdirektor der Lienzer Sparkasse, empfahl schließlich allen, die ein konkretes Sanierungs- oder ein Neubauvorhaben mit der Bank finanzieren wollen, das besondere „Beratungsplus“ der Lienzer Sparkasse: die Wohnbauexperten der Sparkasse organisieren eine kostenlose Intensivberatung über Energie Tirol und die Lienzer Sparkasse übernimmt die Kosten bis zur Höhe von EUR 250,00.

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