Kinostart für Doku von Lienzer Regisseurin

Die Dokumentation China Reverse ist Judith Benedikts erster Kinofilm.

Chinesischer Frauenverein singt bei der internationalen Chormeisterschaft Shaoxing © Filmdelights
Chinesischer Frauenverein singt bei der internationalen Chormeisterschaft Shaoxing © Filmdelights

Im Herbstmagazin 2013 berichteten wir von der Osttiroler Kamerafrau Judith Benedikt, die damals ihren ersten Kinodokumentarfilm als Regisseurin fertigstellte. Inzwischen ist der Film fertig, hat letztes Jahr bei Festivals wie Crossing Europe in Linz begeistert und hat nun seinen Kinostart.

Die Filmemacherin begleitet in ihrem Debütfilm China Reverse Chinesen und Chinesinnen, die vor vielen Jahren eher zufällig in Wien landeten, um eine bessere Zukunft zu suchen. Inzwischen haben sie sich einiges erarbeitet, sind auch stolz darauf, sehen aber, dass sich die Wirtschaftslage umgedreht hat. Durch den Boom in China geht es ihren Verwandten und Bekannten wirtschaftlich besser, sie schauen ein wenig herab auf die Auswanderer. Soll man zurückkehren? Einer der Protagonisten, der in Wien längst ein asiatisches Restaurantimperium aufgebaut hat, wagt den Sprung zurück nach China, um dort eine Kette typischer Wiener Kaffeehäuser zu etablieren. Judith Benedikt stieß erstmals in der Wiener Naschmarktgegend auf das Thema, wo es von kleinen Lebensmittelhändlern, über einen Friseur bis hin zum einzigen chinesischen Buchgeschäft Europas so ziemlich alles für die „chinesischen Wiener“ gibt. Die Filmemacherin wollte mit ihrem Film hinter die Türen dieser unbekannten Welt schauen und auf die Menschen treffen, die man meist nur als Kellner oder Verkäufer wahrnimmt.

China Reverse läuft ab sofort in den österreichischen Kinos, auch mit Monokel in Lienz gibt es Gespräche.

CHR TRAILER WEB DE h264 from peter janecek on Vimeo.

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