Wird Kurzthaler neuer Pressesprecher von Platter?

Seit Florian Kurzthaler ins Büro von LH Platter gewechselt ist, brodelt die Gerüchteküche.

Wie Personalrochaden funktionieren, weiß man: Jemand wird weggelobt und räumt seinen Sessel, ein anderer wird nachgeholt, um an besserer Ausgangsposition für den eigentlich zur Diskussion stehenden Job zu sein, während parallel dazu genau dies dementiert wird. Es fällt schwer, die aktuellen Bewegungen rund um das Büro von Landeshauptmann Platter nicht in diesem Licht zu betrachten.

Der aus St. Veit im Defereggental stammende Florian Kurzthaler, bis vor Kurzem noch bei der Tiroler ÖVP angestellt, wechselte Mitte April überraschend ins Platter-Büro. Somit gehört er seitdem zu den „Internen“ und das ist wichtig, wenn man sich um einen Arbeitsplatz innerhalb der Landesbehörde bewerben möchte, denn es ist Usus, immer zuerst intern auszuschreiben und erst dann extern, wenn niemand gefunden wird. Der grüne Klubchef Gebi Maier dazu: „Das ist nicht zu unserer Freude. Wir hätten das auch gerne anders.“

Relevant ist dies deshalb, weil Thomas Schönherr, Abteilungsleiter der Öffentlichkeitsarbeit, am 1. Mai, zumindest für die Öffentlichkeit unerwartet, eine neue Aufgabe übernehmen wird. Seine dadurch frei gewordene Stelle wurde ausgeschrieben, wie üblich intern. Logische Nachfolgerin für Schönherr wäre seine bisherige Stellvertreterin, Christa Entstrasser-Müller. Dass sie zum Zug kommt, wird in verschiedenen Medien bezweifelt. Andrea Haselwanter-Schneider, Klubobfrau der Liste Fritz, dazu: „Da soll eine fachlich qualifizierte Mitarbeiterin bei der Besetzung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit ausgebootet werden, um einem jungen und in der Sache unerfahrenen ÖVP-Parteigünstling einen wichtigen Posten zu verschaffen.“

Gebi Mair versucht am 24. April zu beruhigen. Man könne noch nichts sagen, da die Bewerbungsfrist noch bis Mitternacht laufe. Dann werde man sehen, wer sich tatsächlich beworben habe. Man sei allerdings sehr daran interessiert, dass der Entscheidungsprozess transparent verlaufe. Von Seiten des Büros von LH Platter war dazu bisher keine Stellungnahme zu erhalten.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

3 Postings bisher
exilosttiroler vor 3 Jahren

@bello.es geht nicht um den Pressesprecher sondern den abteilungsleiter fuer oeffentlichkeitsarbeit. Der ist fuer das amt der tiroler landesregierung. Wenn es zu einer abwahl der oevp kommen sollte wuerde der abteilingsleiter erhalten bleiben oder mit hohen kosten fuer die allgemeinheit abserviert werden. Deshalb sollte das amt der bestqualifizierte und nicht ein parteiguenstling erhalten. We irgendwann koennen wir uns diese politischen postenbesetzungen nicht mehr leisten. Andere frage noch an bello. Was hat kurzthaler bis jetzt geleistet weil mir ist er gaenzlich unbekannt und kenne ich nichts was er bis jetzt ausserhalb der partei gemacht hat das ihn besonders qualifiziert. Er sollte sich seine sporen ausserhalb der partei verdienen und zeigen was er ohne partei kann dann kann er auch alsbestqualifizierter das amt übernehmen. So ist es leider offensichtlich eine politische besetzung die an ihm haengen bleibt und für die er der partei immer dankbar sein muss.

Bello vor 3 Jahren

Da der Landeshauptmann mit seinem Pressesprecher intensiv zusammen arbeiten muss, liegt es wohl auf der Hand, dass hier die Chemie zwischen den beiden stimmen muss, und er sich diesen selbst aussucht. In diesem Fall vollkommen verständlich, da Kurzthaler ein fähiger und am Boden gebliebener Osttiroler ist. @ MadMagistah: Mit Fleiß und Zielstrebigkeit kommt man eben auch weiter, dass hat nichts mit Freunderlwirtschaft oder Postenschacher zu tun!

MadMagistah vor 3 Jahren

Freunderlwirtschaft in Reinkultur, aber was anderes ist man vom Tiroler Landtag ja eh nicht gewöhnt. Eine zweistellige Millionensumme kostet dieser Landtag die Tiroler jedes Monat- Nutzen Null!!!!

Mal eben schnell in den Landesdienst geholt zu werden um eine externe Ausschreibung zu vermeiden ist schon ein sehr hartes Stück... da wundert sich manch einer noch über die Politikverdrossenheit vieler Bürger