Stadtrat Lienz: Bad, Wohnbau, Web und mehr

Viele Themen bei der ersten Stadtratssitzung nach der Sommerpause.

Die jüngste Stadtratsitzung war lang, doch anscheinend effizient. In einem Pressegespräch stellte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik die Ergebnisse der Sitzung vor, die insbesondere vier Themen umfasst hatte: Flächen und Widmungen, Bauten für verschiedene Sportarten, Kinder- und Jugendprojekte sowie Arbeitsplätze.

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Die Lienzer Bürgermeisterin informiert nach den Sitzungen des Stadtrates die Medien über besprochene Themen und Entscheidungen.

Während es zur immer wieder zitierten „Kaufhausgeschichte“ frühestens im September wieder Neuigkeiten geben wird, war wieder einmal die Baustelle Dolomitenbad ein zentrales Thema der Stadtratssitzung.

Schwimmbad: „Alles läuft nach Plan“

Von der im Budget einkalkulierten finanziellen Reserve von ca. 720.000 Euro hat der Gemeinderat 442.000 Euro für Unvorhergesehenes und Verbesserungen genehmigt, darunter statische Angelegenheiten, eine notwendig gewordene Deckenbetonierung, eine größere Sauna und Außensauna, Verbesserungen bei der berühmten Rutsche und anderes.

Der aktuelle Stand zeigt, dass die Abbrucharbeiten und die Aushöhlungen beendet sind und bereits mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte. „Derzeit läuft alles nach Plan“, zeigt sich Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sichtlich erleichtert. Das Freibad wird demnach zur Sommersaison 2016 eröffnet, der restliche Bereich Ende desselben Jahres. Für den Fall der Fälle gibt es eine Pönaleklausel im Vertrag.

Stadt-Website: drei Bieter noch im Rennen

Die nächste „Baustelle“ der Stadt Lienz ist die Stadt-Website, die dringend einer Überarbeitung bedarf. Die diesbezügliche Ausschreibung hat drei Projekte ergeben, die zur Präsentation eingeladen werden. Es sind dies sowohl Unternehmen aus Osttirol, als auch aus Innsbruck. Eine Reihung liegt bereits vor, doch möchte man den beiden anderen noch die Möglichkeit für Varianten innerhalb ihres Projektes geben. Die wichtigste Neuerung wird sein, dass nicht nur die Verwaltung und Politik der Stadt präsentiert werden, sondern „die Stadt in ihrer ganzen Schönheit“, wie Elisabeth Blanik betont. Anleihen dazu wurden bei anderen städtischen Websites genommen, etwa Innsbruck und Bregenz.

Peggetz: Attraktive Gewerbefläche gewidmet

Wirtschaftlich von Bedeutung könnte ein im Stadtrat genehmigtes Baulandumwidmungsverfahren mit dem Land Tirol in der Peggetz werden, wodurch Bauland „bereinigt“ und aus kleineren Parzellen je zwei größere Grundstücke entstanden, die nunmehr als Gewerbe- und Industrieland gewidmet wurden. Die Stadt Lienz hat nun ein Grundstück von 9.581 Quadratmetern, das Land eines von 12.555 Quadratmetern. Die Grundstücke liegen in der Aguntstraße und in der Südbahnstraße. Anlass für die Umwidmung war eine wirtschaftliche Anfrage, doch aktuell gibt es noch keine konkreten Interessenten.

Siedlung Zettersfeldstraße – Planungsentscheidung demnächst

Beim Stichwort Flächenwidmung denkt man auch an die Mienekugel: Vor dem Sommer waren alle namhaften gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften eingeladen worden, Studien zu präsentieren, wie man beim städtischen Wohnprojekt an der Zettersfeldstraße bautechnisch weitermachen könnte. Inzwischen wurde der Kreis auf zwei Unternehmen eingegrenzt, die ihre Vorschläge bei der nächsten oder übernächsten Stadtratssitzung präsentieren werden, sodass noch im September eine Entscheidung getroffen werden kann.

Raum für mobile Jugendbetreuung 

Die mobile Jugendbetreuung wird immer konkreter. Während derzeit noch konzeptionelle Arbeit geleistet wird, gibt es nun eine Örtlichkeit, zumal beschlossen worden war, Jugendzentrum und Streetwork voneinander zu trennen. Das Büro, das einen Aufenthaltsraum für die Beratung, eine Teeküche sowie sanitäre Anlagen, aber keine Übernachtungsmöglichkeiten bieten soll, wird am Egger-Lienz-Platz 2, im Obergeschoß eingerichtet werden und damit zentral erreichbar sein. 40.200 Euro wurden für die Umbauten von der Stadt an die städtische Immobilien KG überwiesen.

Skaterpark vor Eröffnung

Ebenfalls vor allem für Jugendliche gedacht ist das kleine Skater-Paradies, das demnächst geöffnet wird. Eine letzte Begehung durch den Sportausschuss hatte „kleinere Wehwehchen“ angemerkt, wie Blanik es ausdrückt. Demgemäß wurden u.a. noch zusätzliche Sitzbänke als Abgrenzung angebracht. Das Rampenaufgebot besteht aus acht Attraktionen und hat insgesamt 90.000 Euro gekostet, zumal auch der Unterboden neu gemacht werden musste.

… und noch einiges mehr

Eltern werden sich freuen, dass der Zubau für die neue Gruppe im Eichholzkindergarten bis Schulbeginn fertiggestellt sein wird. Auch der dortige Kinderspielplatz wird am 5. September mit einem kleinen Fest eröffnet.

Weiters wird am 15. September am Markt ein neuer Gastbetrieb aufsperren. Drei Parkplätze wurden als Schanigarten für die aktuelle Saison zugesprochen, zumal es – so die Bürgermeisterin – aufgrund der örtlichen Gegebenheiten „ohnehin schwierige Parkplätze“ gewesen seien.

Wer sich ein Bild machen möchte, mit welchen Angelegenheiten sich ein Stadtrat sonst noch beschäftigt, dem sei erwähnt, dass vier Familien eine Tagesmutter für ihre Kinderbetreuung zugesagt wurde, weiters wurde ein Maschinenschlosserlehrling für das Städtische Wasserwerk genehmigt, für die Kindergärten der Stadt neue pädagogische Kräfte, aber auch Stützkräfte und Karenzvertretungen bestellt sowie eine Pensionierung genehmigt. Wobei darauf geachtet wurde, dass die Angestellten des Dolomitenbades bis zur Neueröffnung passende Arbeitsplätze erhalten. Aus diesem Grunde gab es im Sommer 2015 auch nur 38 Ferialarbeitsplätze für Jugendliche. Weiters beschloss der Stadtrat, dass zum großen Fest des Städtepartners Görz die Schuhplattler Volkstanzgruppe und die Eisenbahner Musikkapelle fahren werden.

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2 Postings bisher
Karli vor 2 Jahren

309.000.- und 442.000.- sind 752.000.-.Ist die Reserve jetzt nach dem Abbruch schon weg ? Dann läuft wirklich nicht alles plangemäß glaub ich. Aber Nachfragen grenzt an Majestätsbeleidigung, das kann ihr kein Medium zumuten. Und Frau Blanik ist jetzt auch damit beschäftigt,dafür zu sorgen, dass kein Altpolitiker mehr eine Landesauszeichnung erhält.Das geht glaubt man ihr in der heutigen TT gar nicht. Außer es ist der von ihr für die Landesverdiensmedaille am 15.8.15 vorgeschlagene HR Dr Lentner für seine Verdienste um die SPÖ in Lienz. www.dolomitenstadt.at/2015/06/09/dolomitenbad-309-450-euro-aus-der-pufferkassa

    Daniela Ingruber vor 2 Jahren

    Sehr geehrter Herr Karli, selbstverständlich haben die Medien nachgefragt :-) nach den uns gestern vorgelegten Zahlen sind die 309.000,- in den 442.000,- enthalten. Mit freundlichen Grüßen, Daniela Ingruber