Tristach: „A Theater gibt’s bei uns immer!“

Der Schattseitner Theaterverein sorgt ab 6. November wieder für beste Unterhaltung.

Gerhard Pramstaller (als Knecht Sepp) reimt bauer Wastl (gespielt von Hansjörg Rizzolli) fast um den Verstand, während sich Gerhard Payer als Anton notfalls taub stellt. Fotos: Brunner Images
Gerhard Pramstaller (als Knecht Sepp) reimt Bauer Wastl (gespielt von Hansjörg Rizzolli) fast um den Verstand, während sich Gerhard Payer (als Anton) notfalls taub stellt. Fotos: Brunner Images

Schon der Titel des Stücks von Josef Rauch, „Der Onkel lässt es krachen“, verrät, dass der Schattseitner Theaterverein Tristach dem Lustpiel treu geblieben ist – und das ist gut so, denn genau deshalb kommt das Publikum gerne zu den Aufführungen und der Verein bleibt damit bei dem, was den Beteiligten selbst am meisten Freude macht. „Wer was Ernstes haben will, kann die ‚Zeit im Bild‘ schauen“, sagt Sabine Hopfgartner dazu und Spielleiterin Gerda Tschurtschenthaler ergänzt: „Ernst ist das Leben schon genug.“

Tatsächlich vergisst man rasch seine Sorgen und etwaigen Ärger, wenn man im Publikum sitzt. Man darf sich zurücklehnen, genießen und Spaß haben, dafür sorgen die Schauspieler, denn sie lassen nichts an lustigen Bemerkungen aus, das gilt übrigens auch für die Proben, wenn abseits der Rollen ein Schmäh auf den anderen folgt. Dass dafür so manche Klischees und althergebrachte Vorurteile herhalten müssen, nehmen sie nicht nur bewusst in Kauf, sondern genießen es sichtlich, damit zu spielen und geben dem Ganzen dadurch einen unwiderstehlichen Charme.

v.l.: Berta Wendlinger, Sabine Hopfgartner, Gerhard Pramstaller, Hansjörg Rizzolli, Bernhard Achmüller undGerhard Payer spielen eine Familie mit allen Tücken des Zusammenlebens.
v.l.: Berta Wendlinger, Sabine Hopfgartner, Gerhard Pramstaller, Hansjörg Rizzolli, Bernhard Achmüller und Gerhard Payer spielen die Bauernhofszenen mit allen Tücken des Zusammenlebens.

Ausgesucht hat das Stück die langjährige Spielleiterin Gerda Tschurtschenthaler, die wie sie selbst sagt, „als Schminkerin“ begonnen hat, als der Verein gegründet wurde. Sie versuchte auch diesmal wieder ein Lustspiel zu finden, dessen Rollen zu den Schauspielern passen – „denn keiner soll sich verstellen müssen“, sagt sie – und gleichzeitig möglichst viele von ihnen auf der Bühne beschäftigen. Zwölf Rollen sind besetzt, dafür hat man extra ein bisserl was erfunden.

Seit 17. August wird intensiv geprobt. Dass nicht alle Involvierten aus Tristach stammen, spielt im Alltag natürlich keine Rolle, spaßhalber erwähnt wird es manchmal trotzdem. Gerhard Pramstaller, der den Knecht Sepp spielt, sagt etwa: „Mich haben sie sich aus Lienz ausgeliehen, aber das können sich halt nur die Tristacher leisten“, und er erhält dafür die Antwort von Sabine Hopfgartner, die die Rolle der Bäuerin Emma verkörpert: „Naja, der ist uns zugelaufen.“ Das klingt dann fast schon so, als wäre man wieder mitten im Theaterstück.

Genau das macht diese Truppe aus: „Wir sind ein Team!“ Diesen Satz hört man häufig, wenn man mit den einzelnen Vereinsmitgliedern spricht. Dann wird von gemeinsamen Ausflügen, regelmäßigen Stammtischen und vielen anderen gemeinsamen Treffen erzählt. „A Theater gibt’s bei uns immer!“ wird dazu gesagt. Viele sind schon seit 20 Jahren dabei, also von Anfang an. Nachwuchsschwierigkeiten gibt es offensichtlich auch keine, denn es ist so ziemlich jedes Alter vertreten – was übrigens auch für das Publikum gilt.

Auch ein bisserl Tratsch gehört zum Leben am Hof der Brunner-Bauern im Stück, v.l.: Sabine Hopfgartner (als Bäuerin Emma) und Monika Linder (als Kräuterliesl)
Auch ein bisserl Tratsch gehört zum Leben am Hof der Brunner-Bauern im Stück, v.l.: Sabine Hopfgartner (als Bäuerin Emma) und Monika Linder (als Kräuterliesl)

Eines ist gewiss: Die Lachmuskeln des Publikums werden arg beansprucht werden und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass sich der eine oder die andere einmal beim Mitsingen ertappen wird. In diesem Fall: einfach geschehen lassen, mitmachen und einen abwechslungsreichen Theaterabend genießen!

Gespielt wird „Der Onkel lässt es krachen“ am 6., 7. und 14. November, jeweils um 20:00 Uhr und am 15. November um 15:00 Uhr in der Dorfstube Tristach (im Gemeindezentrum). Die Karten erhält man unter: 04852 / 62 268.

Verraten wollen wir vorweg natürlich nicht allzu viel, doch ein paar Eindrücke durch Philipp Brunners Fotos möchten wir in der Slideshow doch geben:

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1 Posting bisher
feodora vor 2 Jahren

Super Aufführung!