Eine zweite Chance für defekte Gegenstände

In der Lienzer Handelsakademie wurde geklebt, geflickt und geschliffen. Slideshow!

Unter dem Motto „eine zweite Chance für defekte Gegenstände“ fand am 17. September von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr in den Räumlichkeiten der HAK Lienz ein Repair-Cafe statt. Die Projektgruppe „pRepair“, bestehend aus Fabian Ortner, Matthias Mühlmann, Alexander Zeiner und die Betreuungslehrerin Birgit Hippacher, veranstaltete diese Aktion im Rahmen ihres Maturaprojektes.

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Die Initiatoren des Repair-Cafés: Fabian Ortner, Matthias Mühlmann, Alexander Zeiner und die Betreungslehrerin Birgit Hippacher. Fotos: Dolomitenstadt/Valeria Brunner

„Die Veranstaltung eines Repaircafés war einer der ersten Vorschläge für unser Maturaprojekt und überzeugte uns sofort. Nachdem der ganze theoretische Teil geklärt war, starteten wir im März mit den ersten Vorbereitungen für die heutige Aktion“, so Alexander Zeiner, Mitglied der Projektgruppe „pRepair“.

So kam es, dass am Nachmittag des 17. September fünf Elektriker, ein PC-Techniker, drei NäherInnen, ein Messerschleifer, zwei Radexperten, ein Allrounder, zwei Jugendliche – sie betreuten die „ErklärBAR“ – und noch einige freiwillige HelferInnen für die Anmeldung und den Kuchenverkauf im Rahmen des Projekts im Einsatz waren.

Besonders erwähnenswert ist wohl, dass das Team der Textilabteilung von Hassan, einem Flüchtling aus Aleppo, unterstützt wurde. Er lebt mit seiner Familie derzeit in Dölsach. Und auch Manya, die nach ihrer Flucht ein neues Zuhause in Lienz fand, beteiligte sich mit einer selbstgebackenen Köstlichkeit am Projekt.

Der Ablauf der Aktion war gut durchgeplant. Bei einem Repair-Café meldet man sich zuerst an und beschreibt kurz den defekten Gegenstand, der anschließend von den Experten in Empfang genommen wird. Die begutachten den Defekt und binden, wenn möglich, den Besitzer auch in den Reparaturvorgang mit ein. So wurde auch in der HAK/HAS fleißig geklebt, geflickt, geschliffen und vieles mehr.

Neben den Reparaturvorgängen erfuhr man von Jugendlichen an der ErklärBAR einiges rund um den Umgang mit moderner Technik. Bei der Aktion kamen Jung und Alt voll auf ihre Kosten. Kinderaugen strahlten, als das Lieblingsspielzeug wieder funktionierte. Ältere BesucherInnen freuten sich über zu neuem Leben erweckte Geräte, geflickte Hosen, frische Nähte oder wieder scharfe Messer und Scheren.

Natürlich konnten nicht alle Defekte behoben werden, aber schon die Tatsache, dass die kaputten Gegenstände nicht direkt und ohne Reparaturversuch im Müll landeten, ist ein erster Schritt in Richtung umweltfreundlicheres Leben. Denn die Schonung der Umwelt durch Abfallvermeidung ist das Ziel dieses Projektes, das vom Tiroler Bildungsforum und der Abfallwirtschaft Tirol Mitte unterstützt wird.

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1 Posting bisher
rosemarie vor 1 Jahr

Gratulation der Projektgruppe " Repair Cafe"! Wenn sich jetzt noch ein Raum für weiteres "Betreiben" finden würde--Bedarf wurde ja aufgezeigt- und manche Asylwerber würden sich gern einbringen!