Lang lebe der König! Das Lienz Open 2017 ist eröffnet

Teilnehmerrekord bei einem Schachturnier mit internationalem Flair.

Georg Weiler, Obmann des Lienzer Schachclubs, eröffnet ein „weltmeisterliches Turnier“. Fotos: Dolomitenstadt/Pirkner

Georg Weiler, seines Zeichens Obmann des Lienzer Schachclubs ist kein Mann, der leichtfertig Superlative in den Mund nimmt. Doch bei der Eröffnung des Lienz Open am 11. Februar im Volkshaus durfte er mit Fug und Recht von einem „weltmeisterlichen Turnier“ sprechen, immerhin hat einer der jüngsten Teilnehmer, Bharath Subramaniyam aus Indien, schon einen Weltmeistertitel in der Tasche. Er ist Jahrgang 2007 und gewann mit sieben Jahren die U8-WM.

Bharath Subramaniyam ist einer der jüngsten im Turnier und ein echter Weltmeister. Mit sieben Jahren gewann er die U8-WM.

Ebenfalls in höchsten Schachkreisen verkehrt Simen Adgestein, den wir bereits vorgestellt haben. Er trainierte Weltmeister Magnus Carlsen und kam als Coach einer gemischten skandinavischen Jugend-Equipe nach Lienz. Ob der Mann, der als Jugendlicher bereits Schachlegende Boris Spasski besiegte, selbst an einem Brett Platz nehmen würde, war bis zum Schluss ungewiss. Doch Großmeister Adgestein – aktuelle Elozahl 2602 – ließ es sich schließlich doch nicht nehmen, die Figuren auf Tisch 2 aufzustellen.

Simen Adgestein ließ es sich nicht nehmen, selbst in das Turnier einzusteigen.

Am Nebentisch mit der bezeichnenden Nummer 1 nahm der Turnierfavorit Platz, der russische Großmeister Evgeny Romanov, Ranghöchster beim Lienz Open, mit der aktuellen Elozahl 2644. Ihm vis a vis saß zum Auftakt Manuel Unterreiner vom Schachclub Lienz. Pech bei der Auslosung? Im Gegenteil, wie uns der Obmann des Clubs aufklärt. „Es ist für einen Schachspieler eine Ehre – und in unseren Breiten auch selten – gegen einen Großmeister anzutreten.“

Der stärkste Mann im Turnier: Großmeister Evgeny Romanov.

Ins Rennen um den Titel gehen knapp 230 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, das ist Turnierrekord. Neben einem starken Team aus Indien reisten auch aus Australien, Indonesien, Russland und einem Dutzend europäischen Ländern Teilnehmer an.

Auch viele Vereinsspieler des Lienzer Clubs sitzen an den Brettern im Volkshaus, unter ihnen praktisch die gesamte junge Garde. Sie alle werden in den nächsten Tagen versuchen, dem Motto der Schachspieler Rechnung zu tragen: „Lang lebe der König“. Im Idealfall lebt die Figur mit der Krone bis zum kommenden Samstag, 18. Februar. An diesem Tag beginnt um 9.00 Uhr die letzte Runde der Überlebenden. Es geht im A-Turnier um 2.000 Euro für den ersten und 1.400 Euro für den zweiten Platz. Insgesamt werden 10.000 Euro ausgespielt.

Neben Obmann Weiler begrüßten auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, TVBO-Obmann Franz Theurl und Dolomitenbank-Vorstand Wolfgang Winkler die Turnierteilnehmer.

Sie möchten das Geschehen auf den Brettern im Volkshaus in Echtzeit verfolgen? Hier ist der Link!

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