MICADO – Paradebeispiel für die digitale Revolution

Das Osttiroler Unternehmen stand im Fokus beim Tiroler Innovationstag 2017.

„Digitalisierung findet statt, mit oder ohne uns“, meinte Landeshauptmann Günther Platter bei seiner Eröffnungsrede auf dem Tiroler Innovationstag Mitte November im Congress Innsbruck. Um dabei zu sein, müsse man jetzt handeln. Vernetzte Pistenraupen, Autos, die mit Verkehrsmanagement-Systemen kommunizieren, oder Seifenspender, die dafür sorgen, dass ein Arzt, der sich nicht die Hände gewaschen hat, den Operationssaal nicht betreten kann – Big Data, Industrie 4.0 und auch künstliche Intelligenz werden die Wirtschaft und Gesellschaft massiv verändern.

Doch wie sieht dies im Unternehmensalltag aus? Wo steht Tirol in diesem Prozess? Was passiert schon in den Betrieben, wer hat den Dreh raus? Darüber diskutierten im Rahmen der Veranstaltung, die von der Standortagentur organisiert wurde, Experten und Unternehmensvertreter aus ganz Tirol. Mit dabei war auch das Osttiroler Unternehmen MICADO.

Diskussion in einer hochkarätigen Expertenrunde über die digitale Revolution. MICADO ist vorne dabei.

MICADO-Chef Edwin Meindl unterhielt sich mit Elisabeth Biedermann vom Technologiemagazin Factory und Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur, über die Zukunft und die Chancen der Digitalisierung. Dabei schilderte Meindl einen entscheidenden Wandel: „Der Begriff Digitalisierung meinte ursprünglich einfach die Umwandlung von analogen Informationen in digitale Formate, wie Filme, Fotografien, Ton oder Dokumente. Heute reden wir über etwas viel Tiefgreifenderes, über eine digitale Revolution oder auch Transformation, die unsere gesamte Gesellschaft erfasst und radikal verändert. Wirtschaft, Kultur, Bildung und auch Politik – nichts bleibt von dieser Revolution unberührt”, so Meindl.

Konkrete Auswirkungen dieser digitalen Transformation illustrierte der Osttiroler Unternehmer an einem Best Practice-Beispiel, der vor drei Jahren in Salzburg neu gegründeten MICADO-Tochterfirma Cubes GmbH. In diesem Hightech-Betrieb werden für Werkzeug- und Formenbauer formangepasste Kunststoffblöcke hergestellt, in einem internetbasierten digitalen und vollautomatischen Workflow, vom Daten-Upload, der 3D-Berechnung, der Materialkonfiguration, dem Bestellablauf bis hin zur automatisierten Produktion.

Gut zu erkennen auf der Saalprojektion – Edwin Meindl radelt zwar in Innsbruck, sieht dabei aber den Lienzer Talboden!

Am Ende des Tiroler Innovationstages demonstrierte Meindl dem Publikum im Saal, wie man aus einem „langweiligen“ Fahrrad-Rollentrainer dank digitaler Technologie ein innovatives Sportgerät machen kann. Gut gelaunt radelte der Unternehmer mitten in der Landeshauptstadt via Bildschirm durch den Lienzer Talboden. Der Tirol Werbung gab Meindl den Tipp, künftig solche Möglichkeiten nicht außer Acht zu lassen. Man könne schließlich die wunderschöne Landschaft Tirols relativ einfach, mit einer Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten, in die ganze Welt senden. Fazit des Unternehmers nach einem viel beklatschten Auftritt: „Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl an Chancen, sie muss nur sinnvoll genutzt werden.“

www.micado.at

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