Die Liste Fritz stellte ihre Osttirol-Themen vor

Markus Sint will verstärkt mit den Abgeordneten aus dem Bezirk Lienz zusammenarbeiten.

Die Liste Fritz befindet sich gerade auf einer Nachwahltour durch die Tiroler Bezirke – erster Zwischenstopp: Lienz. Am Donnerstag, 26. April, luden Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint zum Pressegespräch ins Gösser Bräu im alten Rathaus ein. „Die Wahlen haben nicht viel verändert, Osttirol wählt weiterhin brav die ÖVP“, leitet die Klubobfrau das Gespräch ein. Dennoch freut sich die Liste Fritz, ein drittes Mal im Tiroler Landtag vertreten zu sein. Pressesprecher Markus Sint, der zum ersten Mal als Abgeordneter im Landtag sitzt, sieht eine spannende Periode vor sich.

„Unsere Aufgabe wird vor allem die Kontrolle sein“, erklärt er. Doch darüber hinaus hat die Liste Fritz auch noch andere Pläne. Weil es im Wahlkampf in Osttirol bei verschiedenen Themen durchaus Übereinstimmungen zwischen den Parteien gegeben habe, bietet Sint den anderen Abgeordneten aus dem Bezirk – Elisabeth Blanik, Martin Mayerl und Hermann Kuenz – eine Zusammenarbeit an. „Osttiroler Themen können wir gemeinsam angehen. Es wird zwar nicht überall Gemeinsamkeiten geben, aber in ein paar wichtigen Punkten schon.“

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint reisen durch die Tiroler Bezirke – die erste Station am 26. April war Lienz. Foto: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Ein großes Osttirol-Thema ist mit diversen geplanten Umfahrungen und dem Umbau des Lienzer Bahnhofs der Verkehr. So ist es keine Überraschung, dass die Liste Fritz im Mai-Landtag einen Antrag auf die Wiedereinführung des Direktzugs Lienz-Innsbruck stellen wird. Markus Sint sieht dabei durchaus Chancen auf Erfolg: „Bei einer Wahlkampfdiskussion in Lienz haben sich zum Beispiel Vertreter aller Parteien für eine Wiedereinführung ausgesprochen.“ Außerdem verweist der gebürtige Kartitscher auf eine Passage im Regierungsprogramm, in der vom „Abbau technischer und tariflicher Barrieren im grenzüberschreitenden Nahverkehr Tirol-Südtirol-Osttirol“ – also im Klartext von umsteigefreien Verbindungen – die Rede ist. Sint könne sich auch durchaus vorstellen, bei einer Wiedereinführung der Zugverbindung die momentane Busverbindung parallel dazu aufrecht zu erhalten.

Auch eine Anfrage will die Liste Fritz im Mai an den Landtag stellen. Dabei geht es um die Firma Loacker in Heinfels, die im Südtiroler Ort Vintl ein Werk zur Herstellung von Trockenmilch bauen lässt. „Ein Trockenwerk im Bezirk Lienz, wie es auch im Gespräch war, wäre eine gute Chance für die Osttiroler Landwirtschaft gewesen – wir wollen jetzt wissen: Woran ist es gescheitert?“ Eine Antwort auf diese Frage wollen Sint & Co. von den zuständigen Regierungsmitgliedern Josef Geisler und Patrizia Zoller-Frischauf einfordern.

Außerdem macht sich die Liste Fritz für ein Regionalwirtschaftsprogramm stark, das den gesamten Bezirk und nicht nur den Planungsverband 34 – also die Iselregion – umfasst. Ein solches Programm müsse auch über Natura 2000-Themen und touristische Projekte hinausgehen. „Es gibt in vielen Bereichen sehr gute Klein- und Mittelbetriebe und auch diese gehören gefördert.“

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