Der Heckspoiler hält den Porsche-Boliden auf der Straße. Micado in Oberlienz hat ihn mitentwickelt. Foto: Porsche

Der Heckspoiler hält den Porsche-Boliden auf der Straße. Micado in Oberlienz hat ihn mitentwickelt. Foto: Porsche

Damit der Porsche auch bei Highspeed nicht abhebt

Die Osttiroler Firma Micado ist im Entwicklerteam für die automobile Kultmarke aus Stuttgart.

Die Techniker von Micado sind seit vielen Jahren das Arbeiten mit den Großen der Luftfahrt- und Autoindustrie gewöhnt. Doch an einem neuen Porsche mitzubauen ist auch für sie etwas Besonderes. Derzeit arbeitet die Projektgruppe Werkzeug- und Vorrichtungsbau auf Hochdruck an einem sportlichen Ziel: Für die Porsche Modelle 911/992 müssen der Abtrieb und die Fahrstabilität sowie die fahrdynamischen Eigenschaften verbessert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Heckdeckel und verstellbarem Heckspoiler.

Auf dem Prüfstand bei Micado: Vorrichtung für den Porsche-Heckspoiler. Foto: Micado

Das sechsköpfige Micado-Team unter der Leitung von Gruppenleiter Markus Rath ist für die Konzeption und Konstruktion sämtlicher Formwerkzeuge sowie der Montage- und Prüfvorrichtungen verantwortlich. Micado-Chef Edwin Meindl erklärt die kommerzielle Dimension: „Der Gesamtauftrag bestehend aus Engineering, Fertigung und Montage beläuft sich auf eine Summe von rund einer Million Euro. Bis Ende des Jahres müssen wir den Job abschließen.“

Dieses Sextett arbeitet in Oberlienz – angeführt von Markus Rath (links) – an der Optimierung der Porsche Modelle 911/992. Foto: Micado

Teamleiter Markus Rath ist sich dieser Verantwortung bewusst: „Es ist technisch eine echte Herausforderung und macht deshalb enormen Spaß, auch weil man als junger Techniker von den Automobilherstellern Informationen aus erster Hand bekommt.“ Diese Einbindung in zukunftsweisende technische Entwicklungen gehört bei Micado mittlerweile zum Firmenalltag. In diesem Jahr arbeiteten die Spezialisten in Oberlienz auch an Komponenten für ein völlig autonom fahrendes London Taxi. „Der Öffentlichkeit präsentiert werden diese Modelle erst Jahre später. Manche bleiben Prototypen und werden nicht bis zur Marktreife entwickelt,“ erklärt Markus Rath. Auftraggeber seien meist große Zulieferfirmen aus dem In- und Ausland.

Micado ist gut im Geschäft, die Auftragsbücher sind voll und deshalb sucht das Unternehmen auch immer wieder nach „leidenschaftlichen Technikern“, betont Firmenchef Meindl.

www.micado.at

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