Gabriele Fischer (Mitte) beim Besuch der SOS-Kinder.Welt mit dem Team Carola Vogl (li.) und Medina Ortner. Fotos: Land Tirol/Kathrein

Gabriele Fischer (Mitte) beim Besuch der SOS-Kinder.Welt mit dem Team Carola Vogl (li.) und Medina Ortner. Fotos: Land Tirol/Kathrein

Mehr als 10.000 Betreute in der SOS-Kinder.Welt

Von einer geschützten Umgebung für geflüchtete Kinder profitieren auch deren Eltern.

Ein geschützter Raum für geflüchtete Kinder sowie Kinder mit Flucht- und Migrationshintergrund – das war die Idee hinter der SOS-Kinder.Welt, die im Frühjahr 2016 von SOS-Kinderdorf ins Leben gerufen wurde. Mit einem vielfältigen Spiel-, Lern- und Förderangebot werden die Kinder gezielt auf Kindergarten und Schule vorbereitet. Spielerisch werden ihnen Alltagskompetenzen vermittelt. „Die Eltern erhalten in der Zwischenzeit die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Tee auszutauschen oder einen professionellen, niederschwelligen Deutschkurs zu besuchen. An zwei Tagen in der Woche gibt es einen reinen Frauenkurs“, erzählen Carola Vogl, zuständig für Koordination und Organisation, und Medina Ortner, die verantwortliche Pädagogin.

Ergänzt wird dieses Angebot für die Erwachsenen durch Spezialworkshops, beispielsweise zu den Themen Partnerschaft oder Erziehung. „Niederschwellige Integrationsmaßnahmen sind Teil des Impulspakets Soziales. Die SOS-Kinder.Welt wird vom Land Tirol daher mit 30.600 Euro unterstützt“, erklärt Gabriele Fischer (Grüne), die zuständige Soziallandesrätin. „Gerade die Zeit nach einer oft dramatischen Flucht und dem Ankommen in der Fremde ist eine besonders sensible und belastende Zeit für die ganze Familie. Es ist daher wichtig, dass vor allem die Jüngsten die Möglichkeit haben, einmal einfach nur Kinder zu sein.“

Das Land Tirol unterstützt die SOS Kinder.Welt finanziell. Landesrätin Gabriele Fischer nützt den Lokalaugenschein in Innsbruck für eine Runde UNO mit Flüchtlingskindern.

Seit dem Start verzeichnete die SOS-Kinder.Welt mehr als 10.000 Tagesbesucherinnen und -besucher aus 18 Ländern. Die jüngsten waren ein paar Wochen alt, die ältesten über 80 Jahre. „Sie kommen vorwiegend aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran und Somalia“, berichtet Wolfram Brugger, SOS-Kinderdorfleiter am Standort Innsbruck. Neben dem hauptamtlichen Team mit Carola Vogl und Medina Ortner engagieren sich auch viele Ehrenamtliche in der SOS-Kinder.Welt. Sie bringen oft ihre eigenen Kinder mit. Dadurch entsteht ein reger Kontakt zwischen geflüchteten, zugewanderten und einheimischen Kindern und Eltern. So werden ganz nebenbei Kulturen und Werte vermittelt, ausgetauscht und gepflegt. „Die SOS-Kinder.Welt ist ein Ort gelebter Integration“, freut sich Landesrätin Fischer, während sie die Herausforderung für eine Runde UNO annimmt.

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