Tirol: 2000 SchülerInnen starten mit Sommerschule

Initiative des Ministeriums beginnt am Montag. In Osttirol sind 74 Kinder und Jugendliche angemeldet.

Früher als sonst starten heuer gut 2000 Schülerinnen und Schüler in Tirol am kommenden Montag, 31. August, in das neue Schuljahr. Grund dafür ist die vom Bundesministerium initiierte Sommerschule. In den zwei Wochen vor dem regulären Schulbeginn sollen besonders jene Kinder und Jugendliche, die im Fach Deutsch Aufholbedarf haben, gefördert werden. Ziel des Unterrichtes ist die Festigung der Bildungssprache Deutsch, damit die Schülerinnen und Schüler den Lerninhalten besser folgen können. Gleichzeitig sollen die Selbstwirksamkeit, die Selbstorganisation, die Lernmotivation und die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen gefördert werden.

Die insgesamt 2000 Schülerinnen und Schüler von Volksschulen, Neuen Mittelschulen und der AHS-Unterstufe werden tirolweit an 28 Standorten unterrichtet und in 150 Kleingruppen geführt. 74 Schülerinnen und Schüler sind es in Osttirol, die Sommerschule wird an der Volksschule Nord und der Neuen Mittelschule Egger-Lienz angeboten.

In Tirol haben sich rund 80 Lehrpersonen für den Unterricht und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler gemeldet, diese werden von 130 Lehramtsstudierenden unterstützt. Den Lehrpersonen wird ihr Engagement als „Mehrdienstleistung“ im Rahmen des Lehrer-Dienstrechtes abgegolten, was der Bezahlung von Überstunden entspricht. Die Studierenden werden für ihren Einsatz nicht bezahlt, sie bekommen allerdings fünf ECTS-Punkte gutgeschrieben. Das Punkte-System im Studium wurde vor einigen Jahren eingeführt, um die Anerkennung von Studienleistungen (international) zu strukturieren. Pro Semester werden grundsätzlich in etwa 30 Leistungspunkte vergeben.

Darüber hinaus wirken auch sogenannte „Buddys“ in der Sommerschule mit. Dabei handelt es sich um Schülerinnen und Schüler aus höheren Jahrgängen, die den Pädagogen unterstützend zur Seite stehen. Die Verantwortung für die pädagogische Arbeit liegt jedoch ausschließlich bei den Lehrpersonen.

Unterrichtet wird täglich von 8:00 bis 12:00 Uhr, eine Staffelung der Zeiten, um Kontakte zu vermeiden, ist nicht vorgesehen. Durch den Unterricht in Kleingruppen ist man in der Bildungsdirektion Tirol positiv gestimmt, das Infektionsrisiko gering halten zu können. Des Weiteren gelten – wie auch beim regulären Schulstart am 14. September – die Hygieneleitlinien des Bildungsministeriums.

Österreichweit sind rund 24.400 Schülerinnen und Schüler für die Sommerschule des Bundesministeriums angemeldet, in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland starteten die ersten 12.200 Kinder und Jugendlichen bereits heute, Montag, 24. August.

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