Endlich wieder Kultur! Zahlreiche Besucher:innen strömten am Mittwochnachmittag ins Olala-Zelt. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Endlich wieder Kultur! Zahlreiche Besucher:innen strömten am Mittwochnachmittag ins Olala-Zelt. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Auftakt Olala 2021: Gelacht, geschmunzelt, gestaunt

Der Startschuss zum 30. Straßentheaterfestival wurde den 3Gs in jeder Hinsicht gerecht.

Die altbekannten 3Gs, die von der Olala-Crew am Eingang des Festivalgeländes am Ebnerfeld mittels QR-Code-Scanner vorbildlich kontrolliert wurden, lassen sich im Ambiente des heute gestarteten Straßentheaterfestivals beliebig erweitern: „Geschmunzelt, gelacht, gestaunt“, meinte Moderator Christian Hölbling, der inzwischen schon zum Olala-Grundinventar gehört.

„Ich weiß, dass ich die 20. Ausgabe auf jeden Fall schon moderiert habe, also zwölf oder 13 Jahre bin ich sicher schon dabei“, erinnert sich Hölbling, der als Kunstfigur „Helfried“ im braunen Anzug und mit Brille auf der Bühne steht.

Christian Hölbling moderiert Olala in seiner Kunstfigur als Helfried.

Die sieben Acts, die heute auf der Olala-Bühne standen, erweiterten die Sammlung der „Gs“ um: getanzt, geturnt, gezaubert, gesungen, gerissen. Gerissen? Ja, wortwörtlich! Mr. Lo, ein gebürtiger Kalifornier, stand als „Paperman“ auf der Bühne und verzauberte das Publikum – selbst vollständig in Zeitungspapier gekleidet – mit der Kunst des Papierreißens.

Gezaubert wurde auf der Bühne von den beiden deutschen Zauberern „Siegfried & Joy“, die mit Glitzer, Spaß und einem „echten“ Tiger ein Stück Las Vegas in die Dolomitenstadt brachten und auch gleich Lienzer „Zauberlehrlinge“ mit in ihr Programm aufnahmen.

Der Österreicher Heinz Bernhard Meier demonstrierte in seinem Programm „Telefonterror“ eindrucksvoll, wie sich wohl die Menschen am anderen Ende der Telefonhotline verhalten müssen, wenn man diese verzweifelt zu erreichen versucht. Wir in der Dolomitenstadt-Redaktion fragen uns, wann wir endlich unsere Dartscheibe aufhängen dürfen, um ein Programm á la Heinz Meier einstudieren zu können. Zusammenfassen lässt sich die Show mit „gut gezielt“ – womit gleich zwei „Gs“ erzielt werden.

Für das „G“ von „geturnt“ zeigen sich die „Hop Scotch Circus Company“ sowie Roxana Küwen verantwortlich – die Künstlerinnen jonglierten mit Hula-Hoop-Reifen und Bällen, während sie auf abenteuerliche Weise im Handstand balancierten oder sich in so akrobatischer Weise verrenkten, dass jeder Yoga-Meister vor Neid erblassen könnte.

Highlight des Nachmittages waren aber wohl das australisch-italienische Duo Remo Di Filippo und Rhoda Lopez, die ihren Marionetten auf der Bühne auf eine spielerische und leichte Art so viel Leben einhauchten, dass man meinen könnte, die Figuren würden im nächsten Moment tatsächlich zum Leben erwachen. Da wurde geradelt, ge-break-danced, gesungen, gesteppt und musiziert. Den krönenden Abschluss fand die Performance in einem fast poetischen Auftritt der allerersten Marionette, die von dem Künstlerpaar zum Leben erweckt worden war.

Wer diese Fülle an verschiedensten „Gs“ selbst erleben und die altbekannten „Gs“ für einen Nachmittag lang vergessen möchte, hat morgen ab 14:30 Uhr noch einmal die Möglichkeit dasselbe Programm zu genießen – und zu schmunzeln, zu lachen und zu staunen.

Wer noch Bedenken hat, ob ihm diese Form des Straßentheaters wohl zusagen wird – immerhin findet das heurige Festival nicht auf der Straße, sondern eher in zirkusähnlicher Form statt, der kann sich vielleicht von diesen Stimmen überzeugen lassen…

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1 Posting bisher
bergfex

..........Die altbekannten 3Gs, die von der Olala-Crew am Eingang des Festivalgeländes am Ebnerfeld mittels QR-Code-Scanner vorbildlich kontrolliert wurden........

Ich bin gespannt wieviele dann nachher als positiv getestet werden.

Geimpfte können das Virus bekommen und weiter übertragen. Genesene können es ebenso übertragen und bekommen (nicht alle Genesenen haben Antikörper gebildet. Das Einzige ist getestet und das ist nur eine momentaufnahme.