Das Publikum freute sich über mehrere Zugaben im voll besetzten Langen Saal vor der historischen Laurentiuskapelle. Fotos: Peter Leiter

Das Publikum freute sich über mehrere Zugaben im voll besetzten Langen Saal vor der historischen Laurentiuskapelle. Fotos: Peter Leiter

Tritonus: Die Rückkehr des Dudelsacks auf Burg Heinfels

Viel Applaus für eine musikalische Hommage an das „Instrument für die Narren“.

Eine Rötelzeichnung auf der alten Mauer des Südostturms, die im Zuge der Restaurierung der Burg entdeckt wurde, zeigt zwei Musikanten in Narrenkappen mit Schalmeie und Dudelsack. Das Graffiti entstand vermutlich um 1500.

Zwei Narren mit Schalmei und Dudelsack – Graffiti auf Burg Heinfels, um 1500 entstanden und bei der Restaurierung entdeckt.

Mit dem Trio Tritonus kehrten die besonderen Klänge des alten Instruments wieder nach Heinfels zurück. „Der Dudelsack wird wohl ein Instrument für die Narren gewesen sein“, meinte augenzwinkernd Hermann Kühebacher, Dudelsack- und Schweglspieler von Tritonus, der gekonnt unterhaltsam durch ein äußerst abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm am 26. August auf der Burg Heinfels führte.

Das Trio Tritonus formierte sich 2017 aus Musikern des oberen Pustertales mit einer Liebe zur Volksmusik aus dem Alpenraum und zu internationaler Volksmusik. Neben Kühebacher spielten Peter Gamper (Klarinette, Gitarre) und Georg Lanz (Steirische Harmonika, Klarinette). Die Auswahl der Stücke waren für die Konzertbesucherinnen und -besucher ein seltener Musikgenuss.

In Eigenarrangements waren Lieder, gesungen und gespielt, aus dem Alpen- und Balkanraum, von Frankreich über das keltische Irland zu hören – ein eigenes Verständnis für Volksmusik, die sich nicht durch Regeln einsperren oder normen lässt. Ein Schwerpunkt lag dabei auch aufgrund des gerne verwendeten Dudelsackes in der Bordunmusik, ein weiterer in der Zuneigung der Mitglieder zur jiddischen Klezmer-Musik.

Mehrere Zugaben im voll besetzten Langen Saal vor der historischen Laurentiuskapelle zeigten eines: Trio Tritonus wird nicht das letzte Mal auf der Burg Heinfels gespielt haben. „Herrliche Musik in wunderschönem Ambiente. Bitte mehr davon!“ und „Des wor fantastisch!“, war dann auch das Fazit von zwei Konzertbesucherinnen in den sozialen Medien.

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