Graffiti-Künstler Jakob Klaunzer betreute den Workshop mit BORG-Schüler:innen. Foto: Kollnig

Graffiti-Künstler Jakob Klaunzer betreute den Workshop mit BORG-Schüler:innen. Foto: Kollnig

Graffiti für den Frieden beim Dolomitenstadion

Mit viel Kreativität setzten die Schüler:innen aus dem BORG Lienz ein Zeichen.

In der letzten Schulwoche malte die Kunstzweigklasse 6B im Rahmen eines 3-tägigen Graffiti-Workshops auf über 100 Quadratmetern Wandfläche ein riesiges zusammenhängendes Wandbild als Zeichen für den Frieden. Für das Gemeinschaftswerk wurde das Wort „Frieden“ in 22 verschiedenen Sprachen als Graffiti umgesetzt und mit vielfältigen Character-Figuren und Icons ergänzt.

Die Entwurfsarbeit wurde im Rahmen des Zeichenunterrichts vorbereitet und umfasste auch die Auseinandersetzung mit den strafrechtlichen Folgen bei der Anbringung von illegalen Graffiti und verschiedenen Initiativen zur Legalisierung, Kommerzialisierung und Anerkennung der Street Art als Kunstform im öffentlichen Raum.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Team der Mobilen Jugendarbeit Lienz durchgeführt und von Graffiti-Künstler Jakob Klaunzer (Pseudonym: shaq) im Rahmen eines Workshops betreut. Die Stadtgemeinde Lienz hat die Nordwand des Stadions als präventive Maßnahme gegen Vandalismus für die Bemalung freigegeben und das Farbmaterial gesponsert.

„Nach zwei Jahren Pandemie bedingter Einschränkung von sozialen Veranstaltungen im Schulbereich bot dieses Projekt eine wertvolle Gelegenheit, um die Klassengemeinschaft durch ein Kunstprojekt zu stärken, bei dem die gemeinschaftsfördernde Teamarbeit im Vordergrund stand”, unterstreicht Andrea Kollnig, Kunstlehrerin im BORG Lienz.

Die Kunstzweigklasse liefert durchwegs positive Rückmeldungen zum Graffiti-Workshop: „Dieses Projekt war eine großartige Gelegenheit, Erfahrungen in einem ganz neuen, jugendlichen und sonst nicht wirklich im Unterricht vertretenen Stil zu sammeln“, betont Michelle aus der 6B. Die jungen Künstler heben hervor, dass dieses Projekt großen Spaß bereitete, sie sind dankbar für diese besondere Chance und die Erfahrungen, die sie hierbei sammeln durften.

Workshopleiter Jakob Klaunzer sowie das Team des Jugendzentrums standen den Schüler:innen während dieser spannenden Zeit zur Seite. „Man konnte viel mitnehmen, immer Fragen stellen und Ratschläge holen“, erklärt Laura. Für viele war der Umgang mit Graffiti neu, trotzdem konnten sich die Jugendlichen schon bald an die neue Art zu malen gewöhnen. Die Erschaffer des bunten Kunstwerkes sind mehr als zufrieden mit dem Endresultat.

Isabell Tagger hat die HAK Lienz absolviert, beginnt ein Studium in Klagenfurt und ist Praktikantin in der Redaktion von dolomitenstadt.at.

2 Postings

Claudia Moser

Tolles Projekt!

 
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so ist es vielleicht

Das hat mal Sinn und sieht auch richtig genial aus! Top Projekt! 👌😍

Das gefällt auch mir, der ich das sinnlose Geschmiere in der Öffentlichkeit ansonsten nicht mehr sehen kann bzw. will, da es das gesamte Stadtbild in einen verkommenen Gettolook verwandelt!!! Hoffentlich wird darauf zukünftig auch mehr geachtet, dass man diese Schmierfinken ausforscht und diesen Mist auf deren Kosten wieder entfernen lässt.

 
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