„Ich bin heute das 24. Mal hier“, sagt Hans Fuetsch am Montag, 12. Januar. Ski und Stöcke in den Händen, die Sonnenbrille auf der Nase. Langlaufen betreibt er schon seit vielen Wintern. Heute drehte er eine Runde auf der Loipe in Lavant. Seit ein paar Jahren bemerkt er einen Aufwärtstrend. Sowohl Einheimische als auch Gäste begeistern sich immer mehr für den Ausdauersport.

Der Boom hat verschiedene Gründe. Einer davon sind die gesundheitlichen Vorteile, die das Langlaufen mit sich bringt. Arme, Beine und Rumpf arbeiten im Rhythmus, der ganze Körper wird beansprucht und gleichzeitig das Herz-Kreislaufsystem gefordert. Die gleitenden Bewegungen gelten zudem als gelenkschonend. Fuetsch gefällt die gleichmäßige Bewegung: „Schon nach 20 Minuten kommt man in einen Flow. Das ist super zum Stressabbau.“
Wie viele andere Einheimische besitzt Fuetsch eine Saisonkarte. 1000 wurden im heurigen Winter verkauft. Eine Tageskarte ist über die Ticketautomaten und die Tourismusbüros erhältlich und kostet 11 Euro. Während der Hauptsaison ist der Hobby-Athlet meist in Lavant unterwegs. „Ins Frühjahr hinein fahre ich gelegentlich auch nach Obertilliach“, erklärt Fuetsch.
Neben den Angeboten in Lavant und Obertilliach gibt es in Osttirol zahlreiche weitere Möglichkeiten zum Langlaufen. Loipen im Pustertal, im Defereggental, im Virgental sowie in Kals und Matrei bieten Angebote für Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Läufer. Mit Blick auf den Talboden trugen insbesondere der Tourismusverband und der Langlauf- und Radclub Lienzer Dolomiten maßgeblich zur Entwicklung des Sports bei.
„Ich selbst unterrichte im klassischen Stil und habe dabei die Freude am aktiven Langlaufsport neu entdeckt.“
Franz Theurl, TVBO und LRC Obmann
Mehrere Initiativen der beiden Organisationen haben in den vergangenen Jahren das Langlaufen spürbar gestärkt. Pro Tag nutzen zwischen dreihundert bis fünfhundert Langläufer das Loipennetz in Lavant. Vor zwei Jahren wurde eine Beleuchtung errichtet. Eine vier Kilometerschleife ist dadurch auch nach Feierabend befahrbar und besonders für Berufstätige attraktiv.
Über die Weihnachtstage wird jährlich ein kostenloser Langlaufkurs für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. „Im Vorjahr hatten wir rund 250 Anmeldungen, diesen Winter waren es etwa 300“, berichtet Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes und des Langlauf- und Radclubs. Rund 20 Trainer:innen sind in der heurigen Saison im Einsatz. „Ich selbst unterrichte im klassischen Stil und habe dabei die Freude am aktiven Langlaufsport neu entdeckt“, sagt Theurl.
Auch Fuetsch begeistert sich für den klassischen Langlaufstil. Abstoßen und gleiten, ein gleichmäßiger Wechsel von Armen und Beinen. Entlang der Spur ähnelt dieser Stil dem Gehen und ist ideal für Anfänger:innen. Skating hingegen ist dynamischer und technisch anspruchsvoller. Die Skier stehen dabei in V-Position, ähnlich dem Schlittschuhlaufen.

Je nach Technik muss die Ausrüstung angepasst werden. „Die Skier unterscheiden sich genauso wie die Länge der Stöcke“, erklärt Anita Tiefnig, Shopleiterin bei Intersport in Lienz. Auch im Sporthandel ist die steigende Begeisterung fürs Langlaufen bemerkbar. Tiefnig erzählt: „So viel Langlauf-Ausrüstung wie heuer haben wir noch nie verkauft.“
Die richtige Ausrüstung ist jedoch nur die halbe Miete. Entscheidend ist die Qualität der Strecke. In Lavant kümmern sich Außendienstmitarbeiter des TVBO um das acht Kilometer lange Loipennetz. Ihre Arbeit sorgt in der Szene für viel Begeisterung. „Es ist ein Wahnsinn, wie toll die Loipe präpariert ist“, schwärmt Fuetsch. Er nennt ein Beispiel. Am Vortag hatte ein Windsturm Blätter und Äste auf die Strecke geweht, stellenweise war sie kaum befahrbar. „Heute, 24 Stunden später, ist die Loipe sauber. Einfach top. Ein Riesenkompliment an die Betreuer.“
7 Postings
die Loipen in Lavant sind immer gut gepflegt, daher ein Highlight im Osttirol Tourismus. Danke an die Verantwortlichen.
Ein großes Kompliment für die bereits seit Anfang Dezember bestens präparierte Loipe! Eine solche Loipe in unmittelbarer Stadtnähe besitzt für Langläufer einen unschätzbaren Wert. Als Lienzner ist man in 5 Minuten auf den Skiern. Ebenso kann man auch abends nach der Arbeit noch ein paar Runden drehen. Ein großer Dank an alle, die es ermöglichen und die täglich die Anlage präparieren und in Schuss halten.
Bin auch eine leidenschaftliche Langläuferin und möchte hiermit mal die Loipe in Prägraten besonders hervorheben die schon seid November in Top Zustand ist !!!
wieder mal schöne Zahlen!! wer kontrolliert eigentlich die tickets der 500 Langläufer täglich?? wenn man die Zahlen hochrechnet macht die loipe in lavant einen umsatz im 6 steligen Bereich!! Handelt es sich bei den 20 Langlauflehrern um ausgebildete und geprüfte Lehrern einer langlaufschule??
huch, da wurde jemand wohl getriggert. Stehen ja auch die bösen Worte TVB, LRC und Franz im Artikel... warum der Autor nicht auch noch die Liesl mit eingepackt hat ist auch mir schleierhaft...
Ich finde die Loipen in Lavant in super Zustand und mich freut der Zuspruch.
Und ja, an 2 von 4 Tagen wurde ich auch kontrolliert.
Sie DENKEN zu viel, lieber Denker, es gibt sehr viele ehrliche Menschen und alle, die einem die richtige Technik beibringen bzw. beigebracht haben, ein herzliches Dankeschön und dabei ist es mir völlig egal, ob das geprüfte Lehrer sind...
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