Schon in jungen Jahren war für Selina Idl klar, dass sie einmal in einem Beruf tätig sein möchte, bei dem sie „rauskommt“ – hinaus in die Natur, im Einklang mit der Umgebung. Während sie als Kind auf dem Hof ihres Onkels am Gaimberg mithalf, ist sie heute für die Erhaltung und Wiederherstellung der Schutzwälder in Osttirol zuständig.
Ihr Interesse für Flora und Fauna führte Selina im Alter von 14 Jahren ins steirische Bruck an der Mur, um die Försterschule zu besuchen. Nach der Matura zog sie zurück in die Heimat, wo sie seit 2023 bei der Wildbach- und Lawinenverbauung arbeitet und Pläne konzipiert. Mit gerade einmal 23 Jahren trägt die Gaimbergerin dort bereits große Verantwortung. Von ihren erfahrenen Kollegen bekommt Selina natürlich Unterstützung. „Dadurch traue ich mir auch immer mehr zu“, erklärt sie.
Arbeitet Selina nicht, findet man sie trotzdem in der Natur. In ihrer Freizeit geht sie Wandern, Skifahren und leidenschaftlich gern auf die Jagd. Was für manche unvorstellbar ist, macht die 23-Jährige regelmäßig: Stundenlang im Wald sitzen. „Ich bin fasziniert von der Natur und vom Wild, das man beobachten kann. Bei der Jagd geht es ja nicht nur um das Erlegen von Wild“, betont sie.
Sowohl ihre Arbeit als auch ihr Hobby sind lange Zeit stark männlich geprägt gewesen. Da Selina von ihrer Familie aber den Wert vermittelt bekommen hat „Tu, was dir Spaß macht“, hatte sie nie an ihren Interessen gezweifelt. Ihr Rat für Mädchen und junge Frauen, die einen ähnlichen Weg einschlagen wollen, lautet daher: „Das was einem wirklich Spaß macht, das macht man auch gut!“
Im Dolo-Talk-Gespräch erzählt sie von ihrer Arbeit und Freizeit im Forst, auch vom Borkenkäfer, vom Wald der Zukunft, von der Geschichte der Jagd – und der Jägerinnen. Außerdem kommen wir auf den Jungbauernkalender zu sprechen. Selina war Model für die heurige Ausgabe. Wie es dazu kam und wie das Shooting ablief, erzählt die Jägerin mit einem Lächeln auf den Lippen.
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