Zum zweiten Finalspiel zwischen den UEC Lienz Eislöwen und dem SV Schüttdorf waren rund 400 Zuschauer in das Lienzer Eisstadion gekommen. Das erste Finalspiel in Zell am See hatte bekanntlich mit einem klaren 10:1-Erfolg der Schüttdorfer geendet.
Die Lienzer standen vor Spielbeginn vor einem großen Torhüterproblem, da beide etatmäßigen Keeper nicht zur Verfügung standen. Mit einer Sondergenehmigung konnte daher der dritte Torhüter der URC Huben ausgeliehen werden: Lukas Brandstetter. Vorweggenommen – er zeigte eine starke Leistung und hielt sein Team lange im Spiel.
Zu Beginn der Partie waren die Schüttdorfer klar überlegen und kontrollierten das Geschehen nahezu vollständig. Das Spiel fand überwiegend im Verteidigungsdrittel der Lienzer statt, und in der 14. Minute nutzten die Gäste ein Powerplay mustergültig aus – „Tick, tack, toe“, wie man so schön sagt. Das 1:0 bedeutete die verdiente Führung für Schüttdorf. In der Folge verabsäumten es die Gäste jedoch, ihre Überlegenheit in weitere Treffer umzumünzen, sodass es mit diesem Spielstand in die erste Drittelpause ging.
Im zweiten Drittel zeigte sich ein völlig anderes Bild. Die Lienzer agierten um einen Schritt schneller, deutlich aggressiver und drehten innerhalb kurzer Zeit die Partie. Sie gingen mit 2:1 in Führung. Als kurz vor der Pausensirene Unterlercher Michael nach einem sehenswerten Break auch noch das 3:1 erzielte, glaubten viele bereits an die Sensation und ein mögliches drittes Finalspiel.
Zu Beginn des Schlussdrittels boten sich den Eislöwen zwei große Chancen, die Führung auf 4:1 auszubauen, doch beide Möglichkeiten blieben ungenutzt. Und dann kam die Wende: Innerhalb von nur 1 Minute und 22 Sekunden erzielten die Gäste drei Tore und drehten das Spiel erneut. Schüttdorf führte plötzlich mit 4:3.
In der Folge waren die Lienzer chancenlos. Zwei weitere Treffer durch den überragenden Mann des Spiels, Christoph Herzog, besiegelten schließlich die Entscheidung. Kurz vor Spielende kam es zudem zu einer unschönen und unnötigen Szene, ausgelöst durch einen Schüttdorfer Spieler.
Insgesamt präsentierten sich die Gäste als die routiniertere und cleverere Mannschaft und sicherten sich damit zum zweiten Mal in Folge den Meistertitel der AHC-Division 2 West. Für Lienz bedeutete dies bereits zum zweiten Mal eine Finalniederlage – und erneut der Vizemeistertitel.
Slideshow: Helmut Niederwieser






























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