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Wie viel Fahrlässigkeit gibt es am Berg?

Bergretter Thomas Zimmermann blickt auf den Berg als Sportgerät und appelliert an den Mut zum Umdrehen.

Atemberaubende Landschaften, vollkommene Stille und der Eindruck einer schrumpfenden Welt unter den eigenen Füßen, all das kann Bergsport mit sich bringen.

Mangelnde Vorbereitung, Selbstüberschätzung, Wetterumschwünge, Entkräftung, Stürze. Diese Schlagwörter klingen weit weniger romantisch, aber auch all das bringt Bergsport mitunter mit sich.

Wenn es so weit kommt und der Berg keine Freude mehr bereitet, sondern zur ernsthaften Gefahr mutiert, ist „Dolo Talk“-Gast Thomas Zimmermann meist nicht weit. Zimmermann, besser bekannt als „Zimml“, ist langjähriger Bergretter und seit bald zehn Jahren Leiter der Ortsstelle in Lienz.

Im Gespräch erklärt er, wo die Bergrettung in Lienz besonders häufig ausrücken muss, welche Fehler bei der Tourenplanung gemacht werden und warum das Posten von Gipfelsiegen in den sozialen Medien auch seine Schattenseiten hat.

Ein besonderes Anliegen ist ihm, „die Kunst des Umdrehens“ mehr zu kultivieren und den eigenen Stolz hinunter zu schlucken. In Kombination mit einer klugen Tourenplanung könnten so zahlreiche Einsätze der Bergrettung verhindert werden, ist die falsche Ausrüstung doch längst nicht mehr das Hauptproblem.

Zudem wünscht er sich mehr Wertschätzung für die ehrenamtliche Tätigkeit, insbesondere vonseiten der Politik. Die Bergrettung ist als gemeinnütziger Verein organisiert, dessen 4.500 Mitglieder in Tirol sich der Rettung von Personen aus alpinen Notlagen verschrieben haben. Ihre Ausrüstung finanzieren die Mitglieder zu großen Teilen selbst.

Das Gespräch wurde am 26. Jänner 2026 aufgezeichnet.

Kristina Sint hat Lehramt studiert und den Masterlehrgang „Journalismus und Medienarbeit“ abgeschlossen. Sie unterrichtet an der MS Egger-Lienz und lebt bei dolomitenstadt.at ihre Faszination fürs Schreiben und spannende Geschichten aus.

4 Postings

griasenk
vor 59 Minuten

Lieber Tom, vielen Dank für die hervorragende Erklärung und die professionelle Durchführung. Ich schätze euer Engagement und eure stetige Einsatzbereitschaft sehr. Für das kommende Jahr wünsche ich euch möglichst wenige Einsätze und vor allem, dass ihr immer gesund und wohlbehalten zu euren Familien zurückkehrt. Griasenk

 
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chilli
vor 5 Stunden

Danke für euren freiwilligen, ehrenamtlichen, unermüdlichen und oft gefährlichen Einsatz für die Menschen! Heutzutage nicht mehr selbstverständlich!

 
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Haberg21
vor 17 Stunden

Sehr gut erklärt vom Thomas! Ja, die sozialen Medien sind diesbezüglich für viele Ungeübte zu verlockend! Viele glauben halt, das schaff ich auch da hinauf - und lassen sich meist auf ein Abenteuer ein. Der Trend geht ja dahin, dass bestimmte Orte u. Gipfel, die auf Instagram oder Facebook gezeigt werden, eine Anziehungskraft auf viele ausstrahlen.

 
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schnuffi
vor 24 Stunden

Lieber Zimml! Extrem tolles, cooles und vorallem kurzweiliges Interview mit Dir! Wünsche Dir und Deinen Kameraden stets unfallfreie Einsätze und DANKE für Eure Hilfe! Ein herzliches "Berg heil".

 
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