Derzeit sind erneut betrügerische SMS-Nachrichten und E-Mails im Umlauf. In SMS geben sich die Täter unter dem irreführenden Absendernamen „Raiffensen“ als Bank aus und behaupten, der MeinELBA-Zugang werde gesperrt. Die Empfänger:innen werden aufgefordert, über einen Link persönliche Daten zu bestätigen. Per E-Mail locken angebliche Milliardenerb:innen mit hohen Geldgeschenken. Die Konsumentenschützer:innen der AK Tirol raten dringend davon ab, in solchen Nachrichten enthaltene Links anzuklicken oder auf die Inhalte zu reagieren. Verdächtige SMS und E-Mails sollten sofort gelöscht werden.

Gefahren lauern nicht nur in E-Mails und SMS
Online-Betrug beschränkt sich längst nicht mehr auf Nachrichten per SMS oder E-Mail. Auch bei Apps, Online-Shops, Social-Media- und Spieleplattformen bestehen erhebliche Risiken. Viele Anbieter setzen gezielt manipulative technische Tricks ein, die das Suchtpotenzial junger Menschen ansprechen. Gleichzeitig nutzen Internetkriminelle das Vertrauen junger und unerfahrener Nutzer:innen aus, um an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Die Betrugsmaschen werden dabei immer raffinierter und sind oft nur schwer zu erkennen. Daher warnt die AK Tirol am heutigen „Safer Internet Day“ von einer zunehmenden Zahl an Online-Betrugsfällen besonders unter jungen Menschen und gibt Tipps, Online-Betrug zu erkennen.
Vorsicht bei In-App-Käufen
Viele App-Hersteller arbeiten mit „In-App-Käufen“, sprich das Herunterladen der App ist kostenlos, doch die Verwendung ist hinter einer Bezahl-Schranke. Ein unbewusster Klick kann dabei schon hohe Kosten auslösen. In den digitalen Marktplätzen Google Playstore, Apple App Store und Huawei AppGallery sollten daher keine Zahlungsdaten hinterlegt werden.
Sicher einkaufen in Online-Shops
Vor einer Bestellung in einem unbekannten Online-Shop sollten unbedingt Bewertungen und Erfahrungsberichte recherchiert werden. Fehlt auf der Website ein vollständiges Impressum mit Firmenname, Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, ist Vorsicht geboten – in solchen Fällen sollte man besser die Finger davon lassen.
Die drei goldenen Regeln im Internet
- Niemand verschenkt etwas ohne Gegenleistung.
- Wer persönliche Daten verlangt, verfolgt ein bestimmtes Ziel.
- Absolut sicher sind nur jene Daten, die nicht weitergegeben werden.
Und wenn schon was passiert ist?
Bei unbekannten Kosten auf der Mobilfunkrechnung (z. B. durch In-App-Käufe oder Abos) sollte schriftlich Einspruch beim Mobilfunkanbieter erhoben und eine Stornierung verlangt werden. Wurde Ware bestellt, aber falsch, mangelhaft oder gar nicht geliefert und im Voraus bezahlt, sollte das Unternehmen umgehend kontaktiert werden. Gegebenenfalls ist ein schriftlicher Rücktritt zu erklären und das Geld über die Bank oder den Zahlungsdienstleister zurückzufordern (Kreditkarte: Chargeback-Verfahren, PayPal: Käuferschutz).
Bei Problemen und rechtlichen Fragen beraten die Konsumentenschutz-Profis der AK Tirol kostenlos unter Tel. 0800 / 22 55 22 – 1818.
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