Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

„Sollen sie Milliarden einfahren, aber nicht zu unseren Lasten!“

Eine Beschwerde von Osttirol Natur gegen das 220-kV-Projekt der APG könnte aufschiebende Wirkung haben.

Am Montag, 20. April, luden der Tourismusverband Osttirol mit TVB-Obmann Franz Theurl und der Verein Osttirol Natur mit Obfrau Renate Hölzl im Beisein von Sachverständigen, Rechtsbeiständen und Gemeindevertreter:innen zu einem Pressegespräch zum Thema „Trassenführung der 220-kV-Leitung“ des österreichischen Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG). 

Ziel des Gesprächs war es einmal mehr, die Auswirkungen der geplanten Erneuerung der über 50 Jahre alten Stromtrasse vom Umspannwerk Lienz bis Belluno auf die heimische Natur, das Landschaftsbild sowie den Tourismus aufzuzeigen und im Schulterschluss mögliche landschaftsschonendere Alternativen wie etwa eine teilweise Erdverkabelung zu erwirken.

Kritisiert wurden von Anfang an die Höhe der 120 neuen Masten und die massiven Auswirkungen auf Natur und Landschaftsbild, ganz besonders entlang des Bereichs Tristacher See sowie in Obertilliach. TVB-Obmann Franz Theurl: „Osttirol ist weithin für seine Natur bekannt. Die geplante Trassenführung der 220-kV-Leitung schadet der Natur, dem Tourismus sowie der Marke insgesamt massiv. Ein Schaden für Generationen entsteht. Der Naturraum muss geschützt werden.“ Bei anderen Trassenprojekten wie etwa in Südtirol, sei laut Theurl Erdverkabelung zum Schutz des Landschaftsraums Standard. 

Kritik an Landesbescheid und APG

Wie bekannt, gibt es für das Projekt der APG bereits einen aufrechten Genehmigungsbescheid seitens der Umweltabteilung des Landes Tirol. Der Verein Osttirol Natur, der als anerkannte NGO im Verfahren Parteienstellung genießt, hat mit Unterstützung des TVB offiziell Beschwerde gegen diesen eingebracht.

Theurl: „Uns als TVB wurde die Parteienstellung im Verfahren entzogen, mit der Begründung, dass wir keine Grundbesitzer seien. Dagegen haben wir berufen, denn durch den seit Jahrzehnten bestehenden Rundwanderweg Lienzer Talboden und entsprechende Baulichkeiten haben wir ein Servitutsrecht ersessen. Wir sind zuversichtlich, bald wieder Parteienstellung zu erlangen.“ 

Renate Hölzl, Obfrau des Vereins Osttirol Natur, hält fest: „Bei der Durchsicht der APG-Projektunterlagen haben wir Ungereimtheiten festgestellt, vor allem betreffend die Bewertungsmethode für die Auswirkungen auf das Landschaftsbild, die Art und Weise der Alternativenprüfung sowie die Nichteinhaltung von Richtlinien und Gesetzen. Wir alle wollen eine sichere Stromversorgung, es dürfen für eine reine Exportleitung dafür aber keine lebenswichtigen Ressourcen für die lokale Bevölkerung zerstört werden. Sollen sie ihre Milliardengewinne einfahren, aber nicht zu unseren Lasten!“ 

Gemeinsam mit Rechtsbeiständen, Sachverständigen, Gemeinden und betroffenen Grundeigentümern gehe man nun in einer breiten Allianz entschieden gegen die Trassenführung vor. Robert Unglaub, gerichtlich beeideter Gutachter und Raumplaner, bestätigt: „Die APG ist verpflichtet, Alternativen darzustellen. In der Alpenkonvention ist festgelegt, dass bei der Planung von Hochspannungsleitungen besonders umsichtig vorzugehen ist. Das ist hier nicht erfolgt. Die Artikel der Konvention haben aber den Status eines Bundesgesetzes.“

Sogar von den Behörden selbst werde eingeräumt, dass 12 bis 13 km, also 40 Prozent der Leitungen, eine untragbare Belastung darstellen. Es entstehe jedoch der Eindruck, dass das Land das Projekt am Ende einfach durchgewunken habe. Die betroffenen Gebiete seien in elf Naturräume aufgeteilt und die Belastung einfach als Durchschnitt ermittelt sowie letztlich für „ertragbar“ befunden worden. Dabei weisen zwei Landschaftsräume eine „hohe Belastung“ auf. 

Auch Anwalt Wolfram Schachinger, der Osttirol Natur als Rechtsbeistand vertritt, untermauert die Kritik: „Es gab hier keine ordnungsgemäße Alternativenprüfung der Teilverkabelung in den sensiblen Bereichen. Ohne eine solche kommen wir gar nicht zur rechtlich gebotenen Interessenabwägung.“

Zusätzlich habe man „gegen EU-Recht verstoßen“, das Ganze könne sich also auch bis hin zum Europäischen Gerichtshof EuGH ziehen. Sein rechtliches Fazit: „Das Projekt in seiner genehmigten Form führt zu erheblichen Umweltauswirkungen im Bereich des Landschaftsbilds. Die offizielle Beschwerde des Vereins Osttirol Natur hat eine aufschiebende Wirkung auf das Gesamtprojekt. Die APG kann ohne Genehmigung nichts machen.“

Erdverkabelung ist möglich

In weiterer Folge präsentierte Diplomingenieur Gerald Altenweisl als Gutachter zwei mögliche Varianten einer Erdverkabelung für Tristach, Leisach und Amlach und betonte, dass eine solche in nur etwa zwei Metern Tiefe relativ einfach realisiert werden könne. Im Vergleich zu ca. 26 Hektar bei Freilandleitungen wären bei der Erdverkabelung auch nur ca. 0,9 Hektar Waldfläche betroffen. Zusätzlich könnten bis zu 50 Masten eingespart werden. „Erdverkabelung ist Stand der Technik“, so Altenweisl. 

Unterstützung kommt auch vonseiten der Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt Lienz Elisabeth Blanik. Es gebe „keine einzige Fraktion im Gemeinderat, die nicht zu 100 Prozent hinter der Erdverkabelungs-Variante stehe.“ Es gebe klaren Rückhalt und Unterstützung „für ein gedeihliches Miteinander und im Sinne der Natur sowie der lokalen Bevölkerung.“ Man könne nicht einfach „über Osttirol drüberfahren“, das zeige auch die breite Allianz, die sich dagegen formiert. „So eine Runde wie heute habe ich noch nie erlebt, das ist schon bemerkenswert,“ so Blanik abschließend. 

42 Postings

BAS
vor 4 Wochen

Danke vor allem dir liebe Renate und dir liebe Laura, dem ganzen Vorstand und allen Mitgliedern des Vereines Osttirol Natur - da Dank der Anzahl über 100 eine Parteienstellung erst möglich gemacht wurde - für eure wertvolle und mühsame Arbeit! Und schön, dass ihr gewichtige Verbündete (TVB) finden konntet in dieser Angelegenheit! Mir ist sowohl Energieversorgungssicherheit wichtig als auch der Erhalt einer lebenswerten Umwelt, die mit dem Erhalt von soviel Natur als möglich einhergeht. Auch demokratische Prozesse liegen mir sehr am Herzen und deren Erhalt. Wer über Energiesicherheit entscheiden darf, hat sehr viel Macht in seine Händen und zum Glück leben wir in einer Demokratie! Das gemeinsame Vorgehen des Vereines Osttriol Natur, bei dem ich gerne auch Mitglied bin, mit dem TVB Osttirol, versetzt mich in eine positive Stimmung, was die Zukunft betrifft. Die Demokratie erfordert viel Zeit für Auseinandersetzung und Diskussionen, doch nur so werden Entscheidungsprozesse transparent und man kann sich eine eigene Meinung bilden. Helfen wir mit sie zu erhalten!

 
6
11
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
F_Z
vor 4 Wochen

Weil es mich mal selber interessiert hat, hab ich die Daten mal rausgesucht: 2022 hat Österreich an 233,75h Strom aus Italien importiert, 2021 waren es 358,25h und 2020 357,25h. Neuere Zahlen hab ich leider nicht da.

Wer sich dafür interessiert: https://markt.apg.at/transparenz/uebertragung/physikalische-lastfluesse/

 
1
2
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
wolfgangwien
vor 4 Wochen

Unter diesem Link kann man sich den Bescheid herunterladen:

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/buergerservice/kundmachungen/umweltschutz/APG_Bescheid.pdf

Achtung: Hat aber 280 Seiten.

Ist aber interessant wie das Ganze vorbereitet wurde und wie die Argumente von TVB und Verein Osttirol lauten und wie ihnen entgegnet wird.

 
0
2
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
RJMoses
vor 4 Wochen

Erdverkabelung - zwei Jahre unter Spannung. https://youtu.be/TD3_7JIBXZQ?si=QDGEr3XwHWXIQ4MT

 
2
1
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
unholdenbank
vor 4 Wochen

Ob neue Leitung oberhalb oder unterhalb der Oberfläche ist ja eine primäre (© Hans Krankl), äh meine natürlich sekundäre Entscheidung. Klar sollte uns allen sein, dass diese Leitung dazu dient, um Strom über Soverzene nach Italien zu exportieren um damit Kohle zu machen. Sie ist für die Stromversorgung Osttirols komplett unerheblich. Also müssen die Bauwerber sich auch an die Wünsche der Betroffenen halten und nicht wegen eines möglichst billigen Profits herumeiern - oder gar nicht bauen. Natürlich kosten Erdkabel mehr und sind technisch aufwändiger. Aber es kann nicht sein, dass wieder einmal Profit auf Kosten der Beteiligten und der Natur gemacht wird.

 
12
23
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    senf
    vor 4 Wochen

    Unholder, vielleicht könnte man auf das Teilstück durch den Lienzer Talboden in oschttirol überhaupt verzichten? Nikola Tesla hat ja vor fast 80 Jahren bereits die drahtlose Energieübertragung erfunden, manche nutzen sie heute bequemerweise für ihr Handy, die anderen brauchn ja imma no a Steckdose.

    Haha, das warat schon was, da könnt oschttirol wieder einmal punkten und beispielgebend für ganz Europa sein. Und da Totschnig und da Franzl waratn fein herausn aus dem Schlamassl.

    Schönen Tag noch!

     
    6
    2
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
RJMoses
vor 4 Wochen

Zum Thema Erdverkabelung:

https://youtu.be/ZiAMOzx__xw?si=kC0Egc1AiRSDt5Jd

 
2
1
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    pizzi1014
    vor 4 Wochen

    Wie bereits unten geschrieben: extrem aufwendig - Tristach, Amlach, Leisach - das würde allerdings sehr gut passen - dann hätten wir nämlich gleich die Trasse für die Umfahrung Lienz. ("Ironie off")

     
    5
    6
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 4 Wochen

      Für a Radroutenverbindung Oberland-Drautal würds auch reichen :-)

       
      0
      4
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Biker
vor 4 Wochen

Wo ist der Herr Bundesminister Totschnig? Umweltschutz ist doch sein Ressort!

Hier kann er beweisen was er für die Osttiroler Bevölkerung übrig hat. Was sagt er dazu? Was ist seine Meinung?

 
4
16
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    wolfgangwien
    vor 4 Wochen

    Totschnig und Umweltschutz?

    Totschnig ist nur Bauernschutz.

     
    2
    27
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Bauernschutz ist Naturschutz, Schutz der Lebensmittelproduktion und Kulturlandschaft, Tierschutz u.v.m.

       
      6
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Joe B. Tolliver
vor 4 Wochen

"Eine Beschwerde von Osttirol Natur gegen das 220-kV-Projekt der APG könnte aufschiebende Wirkung haben".

Diese Überschrift ist zutreffend, aber dennoch ausgesprochen dumm. Beschwerden haben ex lege aufschiebende Wirkung (§ 13 Abs. 1 VwGVG: "Eine rechtzeitig eingebrachte und zulässige Beschwerde gemäß Art. 130 Abs. 1 Z 1 B-VG hat aufschiebende Wirkung"). Mutmaßungen ("könnte ... haben") sind nicht notwendig.

Und dem Franz Theurl bzw. seinem Verband kann eine Parteistellung weder zu- noch aberkannt werden. Parteistellung hat man, oder man hat sie nicht. Wenn seine angeblich "ersessenen" Wanderwege sein einziges Argument sein sollten, dann hat er sie wohl nicht.

 
2
20
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Ofentschtsche
    vor 4 Wochen

    @Joe B.Tolliver. Genauso ist es.Wenn ich 100 mal uebern Hauptplatz gehe besitze ich auch kein Servitutsrecht.Aber FT schmeisst sich halt ins Zeug fuer einen Freund im Lesachtal.....

     
    2
    7
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 4 Wochen

      @Tschentsche, musch du wieder alles ausplappern? ;-)

       
      2
      3
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
jj.ll.
vor 4 Wochen

Grundsätzlich sollte die Rolle der NGOs hinterfragt werden. Es kann nicht sein, dass womöglich eine einzige Kräuterhexe sich durch ein notwendiges Infrastrukturprojekt in der Ausübung ihrer Selbstverwirklichung gegen die böse Technik eingeschränkt fühlt, und dann noch mitreden darf. Die schweigende Mehrheit muss dann unter den Folgen leiden. Siehe die Greifenburger Umfahrung (seit 70 Jahren). Die Mehrheit will alternative Energien und Klimaschutz und ist bereit Konsequenzen zu akzeptieren. Mehr Macht und Mut den politischen Parteien.

 
27
11
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    wolfgangwien
    vor 4 Wochen

    Die Initiative in Greifenburg ist nicht gegen eine Umfahrung, nur gegen ein Monsterprojekt.

     
    4
    11
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Kann es denn sein, dass auf eine höchst notwendige Umfahrung seit 70 Jahren gewartet werden muss??? Der Ortskern in Greifenburg siecht dahin, weil manche egoistische Gegner der Umfahrung sie verhindert haben. Heute im Fernsehen zu behaupten, eigentlich dafür zu sein, nur aber wenn anders gebaut wird, ist scheinheilig und dumm. Diesen Pseudodemokraten ist das Handwerk zu legen. Die Mehrheit soll kommandieren! Ebenso was den Plöckentunnel anbelangt.

       
      10
      6
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    isnitwahr
    vor 4 Wochen

    ...eine einzige Kräuterhexe... was erlauben Sie1 sich eigentlich? Solche Aussagen sind ja wohl das Letzte vom Letzten. Haben Sie das wirklich notwendig?

     
    8
    12
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Kräuterhexe ist für mich doch eine Auszeichnung, auch wenn ich eher zur traditionellen europäischen Medizin tendiere. Toleranz von anderen einfordern und selbst höchst intolerant sein, ist typisch für ideologisch motivierte Individuen

       
      14
      6
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Egon W.
    vor 4 Wochen

    Die Konsequenzen tragen.... das passiert ja jetzt schon! Aber etwas Hässliches und Zerstörerisches, das anderswo selbstverständlicherweise unter die Erde verlegt wird, zu akzeptieren, muss absolut nicht sein! Und weiters: nur wenn man keine guten Argumente hat, wird man verbal ausfällig!

     
    4
    7
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Village Pizza
    vor 4 Wochen

    Ich kann zwar nur mutmaßen, was Sie mit der "einzigen Kräuterhexe" meinen, gehe aber davon aus dass Sie das nicht in Verunglimpfungsabsicht schreiben, sondern entweder eine Dame meinen, die von Kräuteranbau und/oder -vermarktung lebt, oder eine besonders sensible Person, die glaubt, dass ihre Aura gestört werden könnte odgl. In ersterem Fall wäre die "Kräuterhexe" zu behandeln wie andere Gewerbetreibende auch, und ihre Nachteile wären im Verfahren gegen Vorteile des Projekts abzuwägen.

    Bei besonders sensiblen Personen, die sich durch das Projekt belästigt fühlen, ist zu beachten, dass die Frage der Zumutbarkeit von Belästigungen danach zu beurteilen ist, wie sich die durch das Projekt verursachten Änderungen der tatsächlichen örtlichen Verhältnisse auf ein gesundes, normal empfindendes Kind und auf einen gesunden, normal empfindenden Erwachsenen auswirken. Besondere Sensibilitäten und auch gesundheitliche Vorbelastungen sind daher irrelevant.

     
    2
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
chiller336
vor 4 Wochen

wer bezahlt diesen einspruch? oder machen dass rechtsanwälte, sachverständige, rechtsbeistände alles gratis? wird das durch tourismusabgaben finanziert? ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen dass das alle involvierten personen freiwillig machen

 
8
17
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Pilz
    vor 4 Wochen

    @chiller336: schon einmal etwas von einer Rechtsschutzversicherung gehört, die Verwaltungsrecht beinhaltet? Diese ist bei normaler Prämienhöhe genau darauf ausgerichtet zum Bundesverwaltungsgericht ziehen zu können. Und soviel ich in diesem Artikel lese, hat sich hier eine breite Allianz gebildet und geht einen gemeinsamen Weg, da liegt die Vermutung nahe, dass dies hier auch geschehen ist, um die Kosten pro Partei zu verringern.

     
    8
    8
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      wolfgangwien
      vor 4 Wochen

      mmh, bist du dir sicher, dass eine Rechtsschutzversicherung so etwas zahlt?

       
      0
      10
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      chiller336
      vor 4 Wochen

      also nach deinen worten kann man davon ausgehen, dass tourismusabgaben und spendengelder unter anderem in eine rechtsschutzversicherung fliesst. eine breite allianz mag sich gebildet haben, aber einspruch macht nur der tvb und dieser ominöse verein ... also dividiert man die kosten am ende durch 2. und wenn s zum prozess kommt und dieser verloren wird - gegen eine apg und öffentliches interesse ist sicher davon auszugehen - kommt dann die enteignung. die betroffenen grundeigentümer werden sich beim verein und tvb bedanken ....

       
      3
      1
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
gemeiner Waldkauz
vor 4 Wochen

Auffällig ist, dass bei Projekten mit INTERREG-Förderungen regelmäßig auch starke tourismuspolitische Interessen eingebracht werden.

 
4
5
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
steuerzahler
vor 4 Wochen

Aufschiebende Wirkung, das heißt, wieder geht nichts weiter und wenn es dann doch gebaut wird, kostet es wieder mehr.

 
12
14
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
F_Z
vor 4 Wochen

Mich würden ja die Varianten für die Erdverkabelung interessieren. Gibts die Unterlagen dazu irgenwo zum ansehen oder runterladen?

 
0
19
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    gemeiner Waldkauz
    vor 4 Wochen

    ...ganz ehrlich, technisch und wirtschaftlich hat sie klare Nachteile die oft unterschätzt werden.

     
    10
    12
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 4 Wochen

      I wunder mi, warum man die Häuser nicht vergräbt, so manches Modell ist wohl eher a Zumutung für die Landschaft. :-)

       
      1
      5
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      @senf Endlich ein vernüftiges statement! Und ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.

       
      4
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 4 Wochen

      Du bist ja ganz ein Schlauer, wenn du das auf deine Art für dich überrissen hast, und wenn du oben behauptest "Bauernschutz ist Naturschutz, Schutz der Lebensmittelproduktion und Kulturlandschaft, Tierschutz u.v.m." dann hast du wohl wunschgemäß deines Teams ins Schwarze getroffen, Herr Kammerrat, oder hat dich deine Hexe so verzaubert?

      Deine manipulative Naturschutzdefinition ist staunenswert, aber leider falsch!

       
      0
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Lieber senf! Wer Toleranz fordert, sollte anderen Meinungen gegenüber auch tolerant sein. Die Überempfindlichkeit mancher poster ist unangebracht und lächerlich. Mir ist z.B. der Kammerrat wurscht, weil es einfach dumm ist.

       
      1
      0
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Pilz
    vor 4 Wochen

    @F_Z: hier geht es um ein laufendes Gerichtsverfahren, da geht es um Wissen und Studien & Gutachten kosten jede Menge Kohle. Glaubst du das kann so einfach runtergeladen und angeschaut werden. Man ist hier nicht bei Fix und Foxi. Dein Interesse für die Erdverkabelung scheint Betroffenheit auszulösen. Im Verfahrensverlauf wird sich zeigen, ob bei den beteiligten Gemeinden das eine oder andere Bauerwartungsland untergraben wird oder auch nicht ;)

     
    5
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      F_Z
      vor 4 Wochen

      wo siehst du denn ein Gericht? Und bei einem Verfahren würde man für ein Gutachten zur Machbarkeit einer Trasse für eine 220kV-Erdverkabelung wohl jemanden bemühen der in dem Bereich (technische) Expertiese hat.

       
      0
      4
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
EishockeyFan
vor 4 Wochen

Ich verstehs nicht. Hier werden Dinge geschwafelt von Exportleitung bis hinzu (sinngemäß) die Freileitungen zerstören das Landschaftsbild und dem "Tourismusbezirk" Osttirol bleiben sodann die Nächtigungen aus. Zum einen wurde die neue Trasse ja so geplant, dass die Leitungen weiter von Siedlungsräumen etc. errichtet wird. Zudem sind die Leitungen nicht störender als aktuell, da diese ja auch im Wald wieder dunkel angestrichen werden, dass diese nicht so auffaullen (nicht wie auf den zahlreichen Bildern des TVB und dem "Natur" Verein). Zudem würde ein Erdkabel schlicht weg nicht funktionieren, wobei für ein solches Vorhaben halt Unmgengen mehr Geld benötigt wird. ... in Osttirol gibt's sehr viele die auf der Leitung arbeiten, vielleicht fragen diese mal ein paar von diesem Firmen, was die von Erdkabeln halten. Und wenn man sagt, dass dies eine Exportleitung ist, dann haben diese schlauen Leute das europäische Stromnetz noch immer nicht verstanden...

 
17
24
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    werwiewannwowas
    vor 4 Wochen

    Sind sie ein Stromprofi oder von der APG, daß sie sich so gut auskennen bzw. es z.b. besser wissen als Gutachter Altenweisl? Sie scheinen ja ganz heiß auf die neue Leitungsvariante zu sein! Aber wenn ich mir ihre Rechtschreibung so anschaue, sollten sie ev. doch lieber nur beim Eishockey bleiben, lieber EishockeyFan!

     
    20
    13
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Biker
    vor 4 Wochen

    Nur so zur Zuordnung: Die höchstgelegenen Masten in Obertilliach Rohnwald werden 70 Meter hoch mit einer Grundflächer von ca. 10x10 Metern. Bei solchen Monstern hilft die grüne Farbe auch nicht mehr um sie zu verstecken. Einer davon steht dann auch noch direkt vor der Geländekante und wird dann ganz prominent den Blick Richtung Rollertal verschönern. Zudem werden an verschiedenen Stellen um die Flugsicherheit zu gewährleisten zusätzliche orangerote Kugeln mit 1 Meter Durchmesser montiert. Die Leiterseile sind dann auch je nach Sonneneinstrahlung noch stärker sichtbar. Hier dann davon zu sprechen dass die neue Leitungstrasse nicht störender ist als die aktuelle zeugt von wenig Einfühlungsvermögen!

    Natürlich hat die Gemeindeführung hier eine andere Trassenführung von den Projektwerbern erbeten. Dass dann gleich die radikalste aller Varianten aus dem Hut gezaubert wird hätte man sich wahrscheinlich in den schlimmsten Träumen nicht gedacht. Und leider hat man dann viel zu spät erkannt was hier wirklich am Laufen ist. Frühe Kritiker die sofort erkannten was das bedeutet wurden kleingeredet. Welche Meinung die Tiroler Landespolitiker abwärts vom Landeshauptmann dazu haben wäre interessant zu wissen. Immerhin hat das Land Tirol das alles positiv abgesegnet. Sozusagen mit dem Segen von obenherab. Vielleicht sollte man hier zumindest eine öffentliche Stellungnahme einfordern. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

    Eins ist klar, sollte das so gebaut werden wird damit die Existenzgrundlage mehrere Gemeinden die als einziges den Tourismus als Einahmequelle haben komplett zerstört. Viele Gäste kommen schon nicht mehr weil der Wald nicht mehr so schön ist. Was die neue Stromtrasse hier bewirkt kann man sich ausmalen.

     
    14
    18
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    pizzi1014
    vor 4 Wochen

    Ich verstehe es auch nicht - bei uns kann man nicht einmal mehr eine Freileitung bauen. Da reden Leute, die überhaupt keine Ahnung haben, wie aufwendig es ist eine 220 kV Leitung mit Erdverkabelung zu realsieren.

     
    13
    16
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Egon W.
    vor 4 Wochen

    ... dann frage ich mich warum das in Südtirol sehr wohl funktioniert? Oder lassen sich die Osttiroler einfach mit "billigen" Argumenten abspeisen?

     
    1
    6
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
ohli
vor 4 Wochen

der Verein: Osttirol Natur mit Obfrau Renate Hölzl macht sich zu 100% für unsere Heimat stark, das hilft auch dem TVB! Mehr Zusammenarbeit wäre wünschenswert!

 
26
23
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren