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Was ist gerecht? Wer stellt deine Dinge her?

Fragen wie diese stellt eine Ausstellung im Museum Aguntum. Motto: „GERECHT? Geschichten über soziale Ungleichheiten“.

Ab Donnerstag, den 30. April 2026, widmet sich das Museum Aguntum, das wie bekannt in Kürze in die Tiroler Landesmuseen eingegliedert wird, im Zuge der Ausstellung „GERECHT? Geschichten über soziale Ungleichheiten“ brisanten Fragen. Was ist gerecht? Wer stellt deine Dinge her? Kannst du dir Medizin leisten?

Die zuvor im Tiroler Volkskunstmuseum in der Landeshauptstadt Innsbruck gezeigte Ausstellung entstand anlässlich des Euregio-Museumsjahres 2025 „weiter sehen“ und kommt nun nach Osttirol. Als Kooperationsprojekt haben 34 Museen und Sammlungen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino jeweils ein Objekt beigesteuert.

Von 34 gezeigten Exponaten der neuen Ausstellung in Aguntum kommen drei aus Osttirol. Foto: Expa/Groder

Drei Exponate kommen aus Osttirol: „Das Mädchen von Agunt“, „das Relief der Ursula Pöck“ sowie „das Franzosenmarterl“. Als Ausgangsbasis für die Erforschung von Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, Widerstand und Umgang mit Krisen diente der Bauernaufstand im Jahr 1525 unter Michael Gaismair.

34 Fragen, 34 Objekte, 34 Geschichten

„Wir wollten neue Fragen an alten Objekten stellen“, sagt Jutta Profanter, eine der Kuratorinnen der Ausstellung. Denn hinter den gezeigten Objekten – manche edel und kostbar wie der „Äthiopische Mantel“, andere wiederum ganz alltäglich wie eine Kraxe, eine Schreibmaschine oder die Ofenkacheln aus dem 17. Jahrhundert – stecken beeindruckende Geschichten und zeitlose Themen.

Die Ofenkacheln etwa, die Fragen nach Kinderarbeit aufwerfen – eine bis heute relevante Thematik. „Oder die selbstgeschnitzte Holzspritze, mit der ein junger Mann vor über 100 Jahren den Schwangerschaftsabbruch seiner Freundin möglich machte,“ fügt Kuratorin Lisa Noggler hinzu. Dabei wollte man für diese Ausstellung bewusst „keine Clusterbildung“, sondern achtete ganz besonders darauf, „jedem Objekt seine eigene Geschichte zu geben“, um die vielfältigen Lebensrealitäten darzustellen.

Die von der Kulturabteilung des Landes Tirol, den Tiroler Landesmuseen und der Privatstiftung Lienzer Sparkasse finanzierte Ausstellung wird am Donnerstag, 30. April um 18.00 Uhr eröffnet und ist bis Sonntag, 4. Oktober, geöffnet.


Das Team hinter der Ausstellung (von links): Kuratorin Lisa Noggler (Tiroler Landesmuseen), Claudia Moser, Museum Aguntum, Michael Schneeberger, Privatstiftung Lienzer Sparkasse, Gerlinde Tamerl-Lugger, Tiroler Landesmuseen, Kuratorin Jutta Profanter und Leo Gomig, Obmann Verein Curatorium pro Agunto. Foto: Expa/Groder

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