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Rotkreuz-Jugend: Helfen um die Wette

Jugendliche aus Osttirol und Innichen stellten sich in Sillian realitätsnahen Unfallsituationen.

Als Austragungsort des Bezirksjugendbewerbs des Roten Kreuzes stand am vergangenen Samstag Sillian ganz im Zeichen der Ersten Hilfe. Jugendliche aus dem gesamten Bezirk Osttirol sowie die Jugendgruppe aus Innichen stellten dabei eindrucksvoll unter Beweis, mit wie viel Wissen, Engagement und Verantwortungsbewusstsein sie sich auf den Ernstfall vorbereiten.

Wochenlang hatten sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf diesen Tag vorbereitet. Insgesamt zehn Gruppen traten in zwei Alterskategorien gegeneinander an und mussten an vier realitätsnah gestalteten Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Die unterschiedlichen Szenarien verlangten rasches Handeln, Teamarbeit und präzise Entscheidungen.

Instruktion vor dem Start – worum geht es bei der nächsten Übungsaufgabe? Foto: Lea Marie Steinwandter

So galt es etwa, im Tourismusbüro eine Person nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu versorgen, im Hotel Belmonte einen Arbeitsunfall zu bewältigen und im Skaterpark gleich drei verletzten Jugendlichen zu helfen. Auch stand ein besonderer sozialer Notfall im Mittelpunkt, bei dem vor allem Einfühlungsvermögen und Empathie gefragt waren. Ergänzt wurden die praktischen Aufgaben durch einen schriftlichen Wissenstest, dessen Ergebnisse ebenfalls in die Gesamtwertung einflossen.

An vier realitätsnahe gestalteten Stationen bewiesen die jugendlichen Helfer, dass sie auch im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Foto: Lea Marie Steinwandter

Die Entscheidungen in den einzelnen Alterskategorien fielen äußerst knapp aus und unterstrichen das hohe Leistungsniveau aller teilnehmenden Gruppen. In der Kategorie „Jugend 1“ setzte sich die Gruppe Sillian 3 vor Innichen 3 und Innichen 2 durch. In der Kategorie „Jugend 2“ gingen die ersten beiden Plätze an Sillian 1 und Sillian 2, gefolgt von Innichen 1 auf Rang drei. Auch die Jüngsten Ersthelfer, zwischen sechs und zehn Jahren, zeigten in der Kategorie “Mini” ihr Können.

Der Bezirksjugendbewerb zeigte einmal mehr, welch wertvolle Arbeit in der Rotkreuz-Jugend geleistet wird. Die Jugendlichen konnten nicht nur ihr fachliches Wissen vertiefen und praktische Erfahrungen sammeln, sondern auch Gemeinschaft erleben und Freundschaften pflegen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Zukunft des Rettungsdienstes auf engagierte junge Menschen bauen kann, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für ihre Mitmenschen einzusetzen.

Ein Wiedersehen gibt es bereits im kommenden Jahr: Dann wird in Sillian der Landesjugendbewerb des Roten Kreuzes ausgetragen.

Lea Marie Steinwandter stammt aus Toblach, studiert in Klagenfurt und schreibt als freie Autorin für Dolomitenstadt.

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