Auf dem Areal „Gasthof Südalpen“ in Leisach möchte Christof Gasser, Inhaber eines Bestattungsunternehmens in Bruneck, ein Krematorium realisieren. Nach einer ersten Vorstellung des Projektes im Gemeindevorstand präsentierte der Südtiroler Unternehmer sein Vorhaben öffentlich im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 25. Juni.
Er suche schon seit Jahren nach einem geeigneten Platz, erzählte Gasser, nach einem Grundstück „auf keinen Fall in einem Industriegebiet“, denn „ein Krematorium soll man nicht verstecken müssen.“ In Leisach wurde er schließlich fündig.
Das Areal „Gasthof Südalpen“ – aktuell im Besitz von Familie Staffler und als gewerbliches Mischgebiet gewidmet – entspreche perfekt seinen Vorstellungen, sagte Gasser. Geht es nach ihm, dann soll nur wenige Kilometer von Lienz entfernt „eine moderne, würdevolle und nachhaltig betriebene Feuerbestattungsanlage“ für ganz Osttirol, Teile Kärntens, das Südtiroler Pustertal und den Raum Belluno entstehen.
Konzipiert würde die Anlage vom spezialisierten Planungs- und Projektierungsbüro CremTec. Das Geschäftsmodell für sein Bestattungszentrum erklärte Gasser den Gemeinderäten wie folgt: Die Quote von Feuerbestattungen liege aktuell in Österreich bei 40 bis 50 Prozent, für Italien bei 30 Prozent, Deutschland erreiche aber bereits 81 Prozent.
So gesehen gebe es also noch viel Luft nach oben für den Versorgungsraum Osttirol, Kärnten, Südtirol und Belluno. Es gibt bereits Krematorien in diesem Großraum (in Innsbruck, Bozen und Villach). Gassers will deshalb mit einem offenen Konzept punkten, das darauf ausgelegt ist, die Einäscherung als würdevollen Abschied im Kreis der Angehörigen zu inszenieren und nicht als rein technischen Vorgang in trister Atmosphäre.

Strategisch wäre der Standort Leisach aus Gassers Sicht wegen seiner zentralen Lage im Großraum Südtirol-Osttirol-Oberkärnten ideal, mit direkter Anbindung an die B100, guter Erreichbarkeit für Bestatter und Angehörige und kurzen Transportwegen innerhalb der Versorgungsregion.
Eine vollelektrische Einäscherungsanlage ermögliche bis zu 1800 Feuerbestattungen pro Jahr, rechnete Gasser vor, geplant seien vorerst jährlich 800 Einäscherungen. Die Einbindung regionaler Bestattungsunternehmen sei Teil seines Konzepts. Aktuell gäbe es aber noch keine konkreten Gespräche.
Nach der Präsentation wurde im Gemeinderat intensiv diskutiert, mit Fragen wie: „Möchten wir die Verknüpfung Leisachs mit einem Krematorium? Riecht man die Anlage? Hier lautete die Antwort: „Nein“. Was halten unmittelbare Anrainer von diesem Projekt? Wofür könnte das Areal noch verwendet werden? Brauchen wir die Fläche nicht für Wohnbau?“
Bürgermeister Bernhard Zanon gab zu bedenken, dass die von der Raumordnung vorgegebene Widmung „gewerbliches Mischgebiet“ für die Gemeinde nicht einfach sei. Mit einem „Wohngebiet“ hätte man mehr Freude. Auf einem unmittelbar angrenzenden Grundstück steht bereits ein Einfamilienhaus, auf dem Grundstück dahinter sind laut Zanon sechs Wohnungen geplant.
Gasser wurden für das Krematorium deshalb auch Grundstücke im Gewerbegebiet von Leisach vorgeschlagen. Diese wollte er ausdrücklich nicht in Betracht ziehen. Sein Krematorium soll an einem würdigen, lauschigen Plätzchen stehen. „Mittlerweile sind wir emotional auch der Meinung, dass wir als Gemeinde ein Krematorium nicht verstecken sollten“, so Bürgermeister Zanon.
Laut Rechtsauskunft der Aufsichtsbehörde, Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht im Land Tirol, sei die Errichtung eines privaten Krematoriums in diesem gewerblichen Mischgebiet zulässig. Somit stehe widmungstechnisch dem Projekt eigentlich nichts im Weg. Das alleine ist dem Unternehmer aus Südtirol aber zu wenig – er möchte nur dann starten, wenn die Gemeinde voll hinter seinem Projekt steht. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll deshalb formell darüber abgestimmt werden. Ob auch eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung geplant ist, wurde nicht besprochen.
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Warum muss ein Krematorium ausgerechnet so prominent an der Straße liegen, direkt bei der Einfahrt in die „Sonnenstadt“ Lienz? Gerade im Hinblick auf das Erscheinungsbild und die Außenwirkung unserer Region finde ich diese Standortwahl mehr als fragwürdig. Da stellt sich fast die Frage, ob die Bezeichnung „Sonnenstadt“ künftig noch zum ersten Eindruck passt.
Auch dass ausgerechnet Leisach als Standort im Gespräch ist, wirft für mich Fragen auf. Der Leisacher Bürgermeister ist schließlich gleichzeitig Obmann des Gemeindeverbandes BKH Lienz.
Warum wurde nicht ein Standort Richtung Oberkärnten in Betracht gezogen? Dort gäbe es meiner Meinung nach ausreichend Platz, mehr Ruhe, entsprechende Parkmöglichkeiten und auch genügend Waldflächen. Einen Standort direkt neben einer stark befahrenen Straße empfinde ich als unruhig und gerade für ein Krematorium als äußerst unpassend.
@ Tina3300...was viele hier NOCH nicht erkannt haben ist, das durch die schöne Visualisierung des Gebäudes davon abgelenkt wird, dass es sich hier um eine Verbrennungsanlage handelt, die jährlich bei Vollauslastung ca. 500 Tonnen co2 in die Luft jagt....dabei handelt es sich nicht um ein harmloses Dienstleistungsobjekt, sondern um einen mittelgroßen INDUSTRIEBETRIEB, der IN einem WOHNGEBIET GENEHMIGT wird, dazu noch minimalst Arbeitsplätze und Wertschöpfung für den Bezirk bringt, dafür aber einen Haufen Belastungen für die Leisacher und Lienzer..... umwelttechnisch und klimapolitisch hochgradig hinterfragenswert....
Ehrlich gesagt stellt sich hier schon die Frage, warum ein Krematorium in unmittelbarer Nähe zu Wohnanlagen und Einfamilienhäusern überhaupt ernsthaft diskutiert wird.
Wenn ein Betreiber ausdrücklich nicht im Gewerbegebiet bauen möchte, dann sollte man als Gemeinde sehr genau hinterfragen, ob dieser Standort überhaupt im Interesse der Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger ist.
Es geht hier nicht darum, grundsätzlich gegen Feuerbestattung oder gegen ein Unternehmen zu sein. Es geht um den konkreten Standort, um Lebensqualität, um mögliche Auswirkungen auf Anrainer, Immobilienwerte, Verkehr, Emissionen und das Ortsbild.
Besonders unverständlich ist für mich, dass andere Betriebsansiedlungen wie beispielsweise die Firma Theurl kritisch gesehen bzw. abgelehnt wurden, während nun ein Krematorium gegenüber bestehender Wohnbebauung überhaupt zur Diskussion steht.
Ebenso schwer nachvollziehbar ist, dass Umwidmungen für Wohngebiete in der Gemeinde sehr kritisch gesehen bzw. verhindert werden, während bei einem derart sensiblen Projekt offenbar überhaupt über eine Standortlösung in Wohnnähe gesprochen wird. Diesen Widerspruch sollte man den Bürgerinnen und Bürgern offen und nachvollziehbar erklären.
Von einer Gemeindevertretung erwarte ich mir hier eine klare Haltung zugunsten der Bevölkerung, volle Transparenz und keine Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg.
Ein solcher Standort gehört – wenn überhaupt – in ein geeignetes Gewerbegebiet und nicht in die Nähe bestehender Wohnanlagen und Einfamilienhäuser. Dieser Bürgermeister ist von allen guten Geistern verlassen!
Wenn ich die letzten vier Absätze lese und dem Glauben schenke, wird aus diesem Projekt wohl nichts werden. Dem Statement des Unternehmers folgend: Er will sich "Dauerfeuer" v.a. aus der unmittelbaren Nachbarschaft ersparen? Kann mir nämlich nicht vorstellen, dass dies ausbleiben wird und somit auch in der Gemeindestube bemerkbar sein wird. Gibt es eigentlich Evidenzen wie sich Grundstücks- u. Immobilienpreise entwickeln/entwickelten, wenn sich eine derartige "Betriebsstätte" in unmittelbarer Nähe befindet?
@Tristacherin..... sehe ich auch soo...
Absolut der gleichen Auffassung , dem ist nichts mehr hinzuzufügen !
Ein Krematorium bekommt sicher eine sehr gute Rauchgasreinigungsanlage. Das Knowhow dazu haben wir noch. Eine Anbindung an das Fernwärmenetz wäre sehr sinnvoll, eher zwingend erforderlich. Das muß unbedingt in die Standortwahl einfließen.
Ein Südtiroler Betreiber - naja dann gerne bitte in Südtirol bauen - unser Kleiner Talboden hat schon genug Abgase (Fernwärme etc) - die Luft steht, sieht man ja schön die Nebeldecke vom Zettersfeld oder auch gerne bei Foto-Webcam.eu vom Zettersfeld. Dann bin ich aber weg aus dem Talboden. Zudem passt ein Krematorium in eine große Stadt wo niemand weiß was um die Ecke gebaut wurde und nicht in eine solche Region. Hoffe mal die Leisacher und Osttiroler wehren sich etwas dagegen. Bei dieser Anzahl hätte man ja eine enorme Anzahl auf Lager wenn man schon ein solches Einzugsgebiet lagert.
@ osttiroldieheimat....ja, bauts die Verbrennungsanlage in Südtirol!....haben schon genug Mülltourismus von Bezirk Spittal a. d. Drau und dem Bezirk Hermagor, insgesamt 18 Gemeinden...brauchen nicht noch mehr "Entsorgungstourismus"...vlt. finden findige Kapitalisten ja auch noch einen Platz für ein Endlager....
Sorry, Ihr Kommentar ist absolut unproduktiv! Ein Krematorium als Endlager zu definieren und damit diese Debatte emotionell und nicht sachlich zu führen, wem bringt dies etwas? Aber bitte, wenn es diese Ebene sein muss....Die biologischen Eigenschaften vieler Verstorbener haben sich durch medizinische Behandlungen verändert. Im Körper verbleiben Prothesen, Schrauben, Verplattungen, Schrittmacher und Reste chemotherapeutischer und anderer Medikamente, die im Erdreich tw. erhalten bleiben. Vor einer Einäscherung werden Batterien (SM) entfernt (Explosionsgefahr) und Metallteile nach der Verbrennung mit einem Magneten aus der Asche gezogen. Die Abluft wird mehrfach gefiltert. Ich habe bereits einigen äußerst würdevollen Verabschiedungszeremonien in Krematorien beigewohnt, einer sogar online. Eine Freundin verstarb im Ausland und ich konnte der Zeremonie im Rahmen einer Live-Übertragung beiwohnen. Die Familie authorisierte den Bestatter, dieser übermittelte mir den Link. Heuzutage ist vieles möglich! Genauso diskussionswürdig ist die Thematik der Naturbestattungen, die sich viele Menschen wünschen. Besonders in Lienz sind die Urnengräber Mangelware. Die Nischen in der Mauer entlang des Baches sind sehr gefragt und für 'Normalbürger' immer besetzt, sogar die 'Sight-seeing-Boxes' sind voll. Ein kleines Plätzchen an einem Baum wäre da wohl eine wunderbare Lösung!
@ Annaliese...warum?...weil ich keinen unnötigen Entsorgungstourismus will?....es geht hier nur um finanzielle Interessen, Bedarf sehe ich keinen, da in Osttirol pro Jahr rund 300, und in der Stadt Lienz selbst etwa 70–80 Menschen sterben.....und hier bei dieser Anlage sind mindestens !! 800 bis im Endeffekt 1800 Verbrennungen !! geplant....das ist ein GEWERBEBETRIEB und hat nichts in einem Wohngebiet zu suchen....Naturbestattungen, Urnennischen, Online‑Übertragungen, alles gut und recht, aber hat null mit der Standortfrage der Verbrennungsanlage zu tun...beantworte mir doch mal eine Frage Annalies:....warum wird die Verbrennungsanlage nicht in Südtirol verwirklicht, bzw. was spricht dagegen?...und noch eine weitere Frage um dir Produktivität zu liefern:.....wieviele Arbeitsplätze bringt diese Anlage dem Bezirk?....
ruhigblut. Warum Hr. Gasser die Anlage nicht in Südtirol baut, das kann wahrscheinlich nur er beantworten. Ich vermute, dass er mitbekommen hat, dass der Bezirk Osttirol über keine eigene verfügt und man damit die Regionen (Euregio) verbinden könnte. In einer kleinen Anlage werden an Wochentagen im Durchschnitt 4-5 Verstorbene kremiert. Ich nehme an, dass man dafür 5-6 Mitarbeiter benötigt, abhängig davon, ob man Zeremonien anbietet oder nicht. Ob er die Stellen mit Osttirolern besetzen wird, wissen wir ebenfalls nicht. Deshalb habe ich bereits in einem anderen Posting geschrieben, dass er das geplante Projekt vorstellen und Fragen beantworten sollte. Sonst bleibt es hier nur bei Vermutungen und einer 'Was wäre wenn'-Diskussion. Generell habe ich in nordischen Staaten mitbekommen, dass Krematorien nicht innerhalb von Gewerbegebieten gebaut werden. Krematorien sind zwar funktionell, der Bau, die Abläufe und auch die Umgebung erfordern jedoch einen pietät- und respektvollen Umgang mit unseren geliebten Menschen. Eine Anlage sollte sich auch rechnen, deshalb werden Regionen verbunden. Die Kramsacher und die Villacher sagen ja auch nicht, dass sie keine Osttiroler nehmen wollen. Und nun ganz ehrlich ruhigblut, warst du schon einmal in einem Krematorium?
@Annalies....warum der Gasser die Anlage nicht in Südtirol baut ist für mich ganz einfach.... Der Geschäftemacher nimmt Osttirol, weil’s für ihn am BILLIGSTEN, am LEICHTESTEN ZU GENEHMIGEN und am BEQUEMSTEN FÜR FREMDVERBRENNUNGEN ist – günstiger Grund, keine Konkurrenz, weniger Widerstand, perfekte Lage für Import und für ihn eine sichere Auslastung und wir haben die Emissionen... Bei unserer niedrigen Sterberate im Bezirk ca. 300 Fälle pro Jahr und einer geschätzten Verbrennungsquote von etwa 35 %, also etwa 100 Verbrennungen jährlich, sehe ich absolut keinen Sinn hinter diesem Vorhaben...der größte Nutznieser ist eindeutig der Betreiber, während Leisacher und Lienzer die Belastungen tragen....für unsere Region bleibt nichts übrig, außer zusätzlichem Verkehr, einem Gewerbebetrieb im Wohngebiet und einer Anlage, die für den lokalen Bedarf völlig überdimensioniert ist....also, erkläre mir bitte den Mehrwert für den Bezirk...
...und nein, ich war noch in keiner Verbrennungsanlage – und das dauert auch noch mindestens bis zu meinem Ableben, das ist mir mehr als früh genug...
ruhigblut also du verteufelst die verbrennungsanlagen, lässt dich aber nach deinem tod auch verbrennen - so kommts rüber. seltsame moral, so nach dem motto hinter mir die sintflut
@ chiller.....ich verteufle keine Verbrennungsanlagen, sondern den Standort und den fehlenden Sinn genau hier in Leisach....geringste Wertschöpfung für den Bezirk, dafür jede Menge Belastungen, musst schon alles lesen..... ...und auch zum xten Mal extra für dich: .....was bringt’s den Leisachern und Lienzern außer Belastungen? Erklär’s mir....ich lass mich gern überzeugen, aber bitte mit Argumenten, nicht mit Moralgeplärre. Wo ist der Mehrwert für Osttirol?
ruhigblut du fragst nach dem mehrwert für osttirol? kommunalsteuer für die gemeinde leisach? arbeitsplätze? co2 einsparungen durch kürzere fahrwege als nach ibk oder villach? kürzere wartezeiten auf die urnen für die bestattung? manche sehen nur das was sie sehen wollen, wie du ... du schreibst hier von emissionen durch verbrennung, du willst das einfach nicht in leisach - vermutlich deinem wohnort. ich zitiere hier schwarzers lieblingsreim: heiliger st florian - beschütz mein haus, zünd andere an ....
@chiller...nur mal als Beispielrechnung, aber seriös geschätzt....500 Tonnen CO2 pro Jahr ( also der CO2 Ausstoß der Verbrennerei bei Vollauslastung ) entsprechen rund 435 Autos, die täglich 30 Kilometer fahrn, das zeigt einmal wie massiv so ane Emissionen für an Talkessel wie Osttirol sind....und ich habe 50% E-auto und 50% Verbrenner für die Rechnung genommen....ist schon a mords CO2 Einsparung.... sagst du nicht auch?
@chiller... bei angenommen 5 Mitabeitern?...der Vorteil durch die Kommunalsteuer ist 450.- Euro im Monat, a paar Groschen, gschäzt 5000 Euro is ganze Jahr im Vergleich zu die Belastungen...wie kommst du eigentlich auf CO2 Einsparungen???....bei 1800 Einäscherungen entstehen ca 400 TONNEN CO2 pro Jahr...das ist da gleiche Wert wie für a mittelgroße Industrieanlage, und du redest von CO2 Einsparungen???.....100 Fahrten weniger auswärts, dafür 800 bis 1800 mehr durch die Anlage!!!.... komplett falsch gerechnet....längere Wartezeiten, sind mir bis jetzt auch keine bekannt... der Betreiber verdient, Leisach und Lienz tragen die Auswirkungen....wie kommst du NUR auf einen geringsten Mehrwert für den Bezirk? Null komma Josef....
"Gasser wurden für das Krematorium deshalb auch Grundstücke im Gewerbegebiet von Leisach vorgeschlagen. Diese wollte er ausdrücklich nicht in Betracht ziehen."
Verstehe ich jetzt nicht, denn wenn ich ein paar hundert Meter weiter Richtung Oberland fahre, wäre vor oder nach der Firma MEDGAS doch ein bedeutend schöneres Plätzchen für so ein Vorhaben. Das SÜDALPEN Grundstück ist doch ein "Pferch", wo es auch keine Ausweitungsmöglichkeit für die Zukunft gibt.
Schauen wir was draus wird - ansonsten gibt es ja noch ein paar Gemeinden in Osttirol.
Vielleicht könnte es ein Vorteil sein, keine Ausweitungsmöglichkeiten für die Zukunft zu haben. Ein kleines Krematorium reicht...
annalies kann es sein, dass sie das thema "aufblasen"? man darf nicht dagegen sein, weil wo anders die verabschiedungen so schön, weil vielleicht 5 mitarbeiter, weil eigentlich ein waldfriedhof gewünscht ist, weil, weil..., das grundstück befindet sich in einer wohngegend, der talboden kämpft schon mit schlechten luftverhältnissen und herr gasser wird, wenn er genug geld investiert, ein grundstück in südtirol finden, wo dann ganz südtirol "versorgt" wird. und ausserdem erinnert mich die ganze diskussion an herrn bachmann, der das autohaus thum gekauft hat und darum "gekämpft" wurde, dass er ein grosses einkaufszentrum bauen darf, das der grossteil weder wollte noch benötigte. gott sei dank, hatte er im grunde kein geld!
Ich verstehe die Herangehensweise überhaupt nicht. Herr Gasser will ein Krematorium bauen und wir Osttiroler suchen verzweifelt einen Platz. Wofür? Gottes Segen? Die alte Zanontankstelle steht schon seit ewigen Zeiten verwahrlost herum, weil wahrscheinlich niemand den Abbruch und die Entsorgung bezahlen will. Besitz verpflichtet, hat mir mal jemand erklärt?!" Eigentlich sollte es ein Gremium für den Bezirk geben, damit nicht alle Gemeinden ohne Rücksicht auf den Tourismus, die Bevölkerung,... drauflosbauen; eine Art Stadtplanung halt größer gedacht. In diesem Fall die Gemeinde Leisach (lt. Homepage ca. 800 Einwohner) würden für ganz Osttirol entscheiden? Mag ich nicht akzeptieren!!
@Lukasser...sehe ich auch soo....
ah ...vollelektrisch" - kann es sein, dass es ausschließlich dieses so "lauschige Plätzchen" sein darf, weil es möglicherweise einen Deal mit einer holzverarbeitenden Firma in der Nähe geben könnte, welche gemeinsam mit den Dölsachern den Debantbach und seine einzigartige Umgebung zur Stromgewinnung eines privaten Betriebes zerstören wollen? Ist natürlich nur ein Gedankengang meinerseits. Trotzdem, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Gemeinderäte, das solltet ihr euch genauer anschauen, zumal ein Krematorium für ein derartig großes Versorgungsgebiete wohl 6000 - 9000 m2 Grund benötigen würde, ist diese Größe vorhanden? Eine Einbeziehung der Bevölkerung sollte wohl keine Frage sein...
wow....der lutz in der debant hat 10500m2 ca verkaufsfläche..... mit welcher sterberate rechnen Sie im Bezirk?
Um zu einer solchen Schlussfolgerung zu kommen, muss der Aluhut schon wirklich seeeeehr eng sitzen. :D
....meiner Meinung nach gehört ein Krematorium nicht in einen engen Talkessel, weil dort jede zusätzliche Abgas und Staubelastung hängen bleibt und die Lebensqualität der Anrainer unnötig verschlechtert....und auch wenn darauf hingewiesen wird, dass die Emissionen gering sind, finde ich es ungustiös, mitten unter Einfamilienhäusern eine Verbrennungsanlage zu errichten...abgesehen davon funktioniert die Versorgung bisher bestens, und ein solcher Betrieb passt nicht zum Image einer Natur und Erholungsregion...ich wünsche den Anrainern viel Kraft in dieser bedrückenden Situation....statt dem Waldschwimmbad eine Verbrennungunsanlage, kopfschüttel....
das ist wie mit handymasten oder windrädern. jede_r will die bestmögliche versorgung, aber die dafür notwendigen anlagen will niemand in unmittelbarer nähe gebaut/aufgestellt wissen.
die visualisierung zeigt eine ansprechende und unauffällige architektur, und der platz wird sinnvoll genutzt. dass man einen solchen bau als ungustiös bezeichnet, sagt viel über unser verhältnis zum tod und den umgang damit aus.
@ bobbilein ....ich hab weder ein Problem mit dem Leben, sowie mit dem Tod, aber sicher mit dem Standort....ein Krematorium in einer Wohngegend bedeutet zusätzliche Emissionen, die hier halt einmal erzeugt werden...genau um des geht`s mir, nicht um die Architektur... Dein Vergleich mit Handymasten oder Windradln hinkt!.....bei erneuerbaren Energien führt aufgrund des steigenden Strombedarfs kein Weg an solchen Anlagen vorbei, und auch da gibts zu recht klar definierte Abstandsregeln zu Wohngebieten....hingegen bei aner Verbrennungsanlage seh ich nicht wirklichen Bedarf....die Einäscherungen wurden bisher von den Osttiroler Bestattern zuverlässig sowie gut organisiert erledigt....in diesem Fall geht`s eher weniger um Versorgungssicherheit als um finanzielle Interessen... Ich halte es einfach für ungeschickt, eine Verbrennungsanlage mitten in ein Wohngebiet zu stellen, überhaupt in einer Region, die sich als Natur- und Erholungsraum präsentieren will...mein Verständnis gilt in diesem Fall den direkten Anwohnern und sonst keinem...
Ungustiös ist bei 750-1200°C nichts mehr im Vergleich zur Erdbestattung. Wo ich persönlich Fragen hätte, wäre zur täglich zugelieferten und 'eingeäscherten' Anzahl Verstorbener (Einzugsgebiet, Tag- und Nachtbetrieb), die Emissionen, die dabei doch entstehen und die mögliche Belastungen für die Nachbarschaft. Wie hoch wird der geschätzte Energieverbrauch sein?Werden feierliche Verabschiedungen im Krematorium möglich sein und wären die Betreiber gewillt, in Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden einen Ort für Naturbestattungen anzubieten? Wie beurteilt die Fa. Bergmeister das Projekt? Ich habe keine Sicht darauf, ob sich Bestattungen durch den Transport Verstorbener nach Villach bzw. Kramsach verzögern. Fragen sollten gestellt und Konsequenzen bedacht werden!
Bedrückend? Wieso? Im Friedhof nebenan verwesen Leichen - sicher nicht nur in Naturmaterialien gebettet... das ist sicher nicht "gustiöser", finde ich. Auch in einer Natur- und Erholungsregion sterben Menschen... Meinen Sie, dass jemand sich vom Urlaub in Osttirol oder Leisach abhalten läßt, weil es ein Krematorium gibt? Das wäre schräg, man macht ja nicht Ferien neben der B100. Ja - ich finde auch, dass so eine Einstellung etwas über unsere Einstellung zum Tod aussagt. Urnenbestattung ja - aber das Verbrennen möglichst weit weg... Kopf in den Sand...
@bb....ich habe kein Problem mit Verbrennung sondern möchte einfach keine Emissionen einatmen, genau das finde ich ungustiös!...und über meine Einstellung zum Tod brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen....;-)
Lavant hat auch Urlauber - trotz Image als Gemeinde mit der lokalen Mülldeponie...
@ bb...steht die Deponie direkt neben einem Wohngebiet?...wäre mir neu...
Ich möchte keinesfalls neben einem Krematorium wohnen. Warum sucht sich der Südtiroler Unternehmer nicht ein Platzl in seinem Heimatland?
grundstückspreise in leisach ca € 150 und in bruneck 10 x so viel ( eher noch mehr und dann nur im gewerbegebiet). und da das krematorium in bozen einem verein gehört, der nicht auf gewinn ausgerichtet ist (evtl. nochmals überprüfen) baut man sich selbst eines. keine förderung in südtirol, bei uns sicher. ich wünsche mir eine kleine wohnsiedlung, da kindergarten, schule , stadt einen katzensprung entfernt ist.
@ Lukasser....da wirst recht haben denk i mal...und a Wohnanlage wär für Viele a wichtigere Sache....
Wohnanlage?!? An diesem Standort?! Seit Jahren modert ein Überbleibsel von einer Tankstelle vor sich hin. Dahinter unbewohnte Häuser. Ist das ein schöner Anblick? Gewerbe in unmittelbarer Nähe jenseits der Bahngleise & stark befahrenen Bundesstraße, sowie weiter in Richtung Lienz. Warum nur hat sich bis dato kein Interessent gefunden für erwähnten Grund? Nicht einmal bereit waren Grundstückseigentümer bisher, die Restbestände der früheren Gebäude zu entfernen... Schön schaut es dort im Winkel wahrlich nicht aus!
wäre die beda weber gasse oder die hiblerstr. angebrachter?
'HAIN DER ERINNERUNG'
Ein Krematorium könnte in der Nähe eines Waldes gebaut werden für die Möglichkeit von Naturbestattungen. Diese Variante wird bei uns trotz häufiger Nachfrage leider nicht angeboten.
Der Bedarf an bzw. der Wunsch nach der Möglichkeit einer Naturbestattung auch in Tirol ist groß - dann müßte man dafür nicht das Bundesland wechseln. Aber das Krematorium muss ja nicht in unmittelbarer Nähe sein...
... die Möglichkeit besteht bereits in Kundl.
Nein, es geht auch die Naturbestattung ohne den Bau des Krematoriums. Die Anzahl der Menschen, die sich eine Naturbestattung wünschen, wächst stetig. Ich wollte dieses Anliegen mit dem Artikel koppeln um wieder das Thema in den Fokus zu bringen. In Lienz gibt es zu wenig Urnengräber und die Naturbestattung würde dem Wunsch vieler Menschen entsprechen. Und Wälder haben wir genug!
@christof: danke, das wusste ich nicht.
@bb: ... ich weiß es auch erst seit letzter Woche! Hab durch Zufall einen Flyer gesehen und heute gerne mein "Wissen" weitergegeben!
Genial, dann ginge unsere letzte Reise nicht nach Villach oder Ibk., sondern nur kurz mal ums Eck nach Leisach.
Alles besser, als dort Wohnungen hinzubauen, wer will denn dort wirklich leben?
Wäre zumindest mal EIN Schandfleck weniger in Leisach, Bauruinen gibts da ja wohl noch mehr...
herr gasser könnte in innichen südlich der bundesstrasse (schöne blumenwiese, genug platz,...)ein schönes grundstück erwerben. ist aber wahrscheinlich teurer und für den tourismus wenig förderlich. bei uns im entree zum schönen tal eh "wurscht"?!
ausserden sind unsere bestatter, die alle verabschiedungen würdevoll begleiten, bestens organisiert(krematorium in der nähe).
und vielleicht reisst der besitzer einmal die schiache bude ab und lässt eine kleine wohnsnlage bauen - leichter zu finanzieren, da der grund billiger ist.
bin gespannt ob die geldgier "siegt"?
Sie meinen in einer Gemeinde wo man "nicht tot übern Zaun hängen möchte" soll man sich zumindest verbrennen lassen können?
Mit Krematorien kennt sich der Bürgermeister ja gut aus. Von den Temperaturen wäre der Lienzer Hauptplatz aber besser.
... oder das Fernheizwerk Peggetz
Damit das Leichengift auf die Lienzer Haushalte verteilt wird? Nein danke.
@Joe: naja, nachdem das Heizwerk ja weitab vom Siedlungsraum steht, dürfte sich der Schaden der Lienzer Haushalte bei einen geschlossenen Fernwärm-Versorgungsystem in Grenzen halten ;-)
Für einige, oder gar die meisten Einwohner würde ein Krematorium in unmittelbarer Nachbarschaft schon ein mulmiges Gefühl hervorrufen, wenn je nach Ereignis ein oder mehrere Leichenwägen herumkutschieren und täglich Begegnungen mit den schwarzen Karossen stattfinden. Insofern zweifle ich an der Denkweise des Bürgermeisters und Betreibers, denen es nicht minder um die Selbstdarstellung und ums Geld scheffeln geht. Zudem gäbe es ja Instrumente der Ordnung, wie die der Raumordnung - nicht nach dem Papier, sondern nach der Vernunft. Diese untersagt ja auch, dass das Einbuddeln der Angehörigen hinterm Haus unter der Stadlbruggge ja auch nicht gestattet ist.
Aber ja, so manchem Bürgermeister oder Bürgermeisterin hier im Extrastüberl Tirols würde es ja aus ihrem Selbstverständnis heraus auch nichts ausmachen, wenn von jemanden die Idee für ein kleines Atomkraftwerk oder einer Chemiefabrik aufkäme, die man ja an das Gemeindeamt, an das Seniorenheim oder gar an den Kirchturm anbauen könnte.
@senf....genauso schauts aus...:-) :-)
@senf Für andere kann ich natrürlich nicht sprechen, will ich auch gar nicht, aber mich persönlich würde ein Krematorium auch im Nahbereich eines Siedlungsgebiets nicht stören. Ein Friedhof stört ja auch niemanden, obwohl er weitaus unhygienischer ist und die Leichen dort sehr viel länger herumliegen.
Mich würde ein Krematorium im näheren Umfeld weder beängstigen noch stören. Ich bin sogar für ein kleines Krematorium, da ich weiss, dass es uns unabhängiger macht. Die Kühlungskapazitäten im Bezirk sind überschaubar (BKH, Friedhof,..) Im Falle von vielen Todesfällen (Grippewellen, Hitze) könnte es knapp bis unhygienisch werden. Aber da kann der Bestatter Genaueres dazu ausführen.
Trotzdem, wir haben ja noch Platz genug auf dieser Welt, auch für unsere Verstorbenen. Aber ein wenig unterscheiden dürfen wir ja hoffentlich noch.
@r.ingruber...:-) :-) :-)
... aber Hexenverbrennungen sollten wir wohl trotzdem verhindern ;-)
@senf....wer weiß, wer weiß....zumindest die Feuerprobe wie`s auschaut, lach......Wasserprobe und Nadelprobe sind momentan nicht gesellschaftsfähig :-)
ich persönlich würde ein lauschigeres plätzchen in leisach doch im gewerbegebiet sehen, neben der drau, kein verkehrslärm und die anbindung an die b100 ist auch perfekt. die dort entstandenen firmen sind in modernem stil gebaut und nach der visualisierung würde sich das objekt dort doch perfekt einfügen. weiters wären anwohner nicht direkt damit konfrontiert, denn wer möchte schon quasi neben einem krematorium leben. weiss zufällig wer, ob die abwärme eines krematoriums auch für heizzwecke genutzt werden kann/darf? damit hätte man mmn einen großen wurf gelandet
für Heizzwecke war wohl hoffentlich sarkastisch........??
Colombo, na klar! Aber man muss schon staunen, welche Schlüsse von wem gezogen werden.
nein das war vollkommen ernst gemeint ... schnell auf google gesucht:
Die Abwärme von Krematorien wird durch Wärmetauscher aufgefangen und meistens für die Gebäudeheizung oder die Warmwasserbereitung direkt vor Ort genutzt. Anstatt die Energie ungenutzt an die Umwelt abzugeben, dient sie dazu, den Betrieb pietätvoll, ressourcenschonend und umweltfreundlicher zu gestalten.
Da Krematoriumsöfen bei der Einäscherung sehr hohe Temperaturen von rund 850°C bis 1200°C benötigen und viel Energie verbrauchen, fällt in der Regel sehr viel Abwärme an. Im Betrieb passiert damit Folgendes:
Raum- und Wasserheizung: Die gewonnene Wärme wird in das lokale Heizsystem eingespeist. Damit werden beispielsweise Verwaltungsgebäude, Aufbahrungsräume, Abschiedshallen oder Sozialräume beheizt.
Unterstützung des Fernwärmenetzes: In einigen modernen Anlagen wird die überschüssige Wärme sogar in das öffentliche Fernwärmenetz eingespeist, um umliegende Haushalte oder öffentliche Einrichtungen zu versorgen.
mich hätts gewundert wenns anders gewesen wäre, für mich klingt das vernünftig. in diesem fall wär auch interessant zu wissen, ob im krematorium in kramsach die abwärme zb für die glasfirmen die dort ansässig sind genutzt wird
Ist so, das ist Synergien nutzen. Das Projekt soll vorgestellt werden und die Leisacher Bürger sollen entscheiden.
Vielleicht kommts doch noch zum RO-Wettbewerb "Wer bietet mehr" unter den Talbodengemeinden. Ich tippe auf Dölsach, eventuell auch Oberlienz!
;-)
Ja, die Abwärme eines Krematoriums kann selbstverständlich für Heizzwecke (Fernwärme) verwendet werden. Voraussetzung ist eine entsprechende Auslastung. zB in Berlin, Traunstein und Bremen wird das bereits erfolgreich praktiziert. Und natürlich in Wien (Feuerhalle Simmering)
das wäre dann also erneuerbare Energie. Leisach heizt mit Leichen........neuer Ansatz in der Tourismuswerbung.
Na servas
colombo das find ich ja nahezu witzig ... ich hab aller dings noch nei eine leiche gesehenm die von selbst angefangen hat zu brennen. finde den fehler
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