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Mehrzweckstreifen für Radfahrer – funktioniert das?

Auf der Lavanter Straße in Tristach wird dieses Verkehrsexperiment seit 2025 getestet. Jetzt folgt eine Umfrage.

Im Sommer 2025 wurde auf der Lavanter Straße, zwischen Ortsmitte und Sportplatz in Tristach ein „Mehrzweckstreifen“ angebracht, eine auf der Fahrbahn gekennzeichnete Begegnungszone für Autos und Fahrräder. Sinnvoll ist die Anbringung eines solchen Mehrzweck-Fahrstreifens wenn der Bau eines klar abgetrennten Radwegs nicht möglich ist.

Am rechten Fahrbahnrand befindet sich der Mehrzweckstreifen. Er soll die Sicherheit für Radfahrer:innen erhöhen. Foto: Dolomitenstadt/Berger

Besonders im Sommer sei die Lavanter Straße laut Markus Einhauer, Bürgermeister von Tristach, viel befahren denn: „Viele Autofahrer versuchen den Stau in der Stadt zu meiden und entscheiden sich dann für den Weg durch Tristach“. Aus Angst vor den schnellen Autos seien Radfahrer:innen daher schließlich auf den Gehweg ausgewichen. Auf Grund der vielen Ein- und Ausfahrten war diese Lösung problematisch.

Neu sind die Mehrzweck-Fahrstreifen nicht. Das Konzept wird auch in anderen Bundesländern getestet, deshalb wandte sich die Gemeinde Tristach an das Baubezirksamt, auch deshalb, weil demnächst die Sanierung der Straße ansteht. Bürgermeister Einhauer sieht in diesem Pilotprojekt eine Chance, wichtige Daten darüber zu sammeln, ob ein Mehrzweckstreifen auch künftig eingeplant werden soll.

Das Projekt wird bis jetzt sowohl von Radfahrer:innen als auch von Autofahrer:innen überwiegend positiv wahrgenommen. Foto: Dolomitenstadt/Berger

Wie so ein Mehrzweckstreifen funktioniert, erfuhren die Tristacher:innen aus ihrer Gemeindezeitung. So richtig herumgesprochen hat sich das aber noch nicht. Einhauer: „Trotz dieser Information beobachten wir, dass die Mehrheit noch nicht weiß, wie man diesen Streifen benützt. Nötig ist ein ständiges Dazulernen.“ Und hier sind die Verhaltensempfehlungen für alle, die demnächst die Lavanter Straße benützen:

Abbildung aus der Ausschreibung der Gemeinde Tristach.

Begleitet wird dieses Verkehrsprojekt von der AIT (Austrian Institute of Technology GmbH). Zur Erhebung der Verkehrssicherheit werden Testfahrten mit einem Messfahrrad durchgeführt. Zusätzlich wird eine Online-Befragung in den umliegenden Gemeinden durchgeführt. Ersten Berichten zufolge empfinden die Anrainer:innen den angebrachten Streifen als positiv und sprechen von einer Erhöhung der Sicherheit.

Der betroffene Streckenabschnitt der Lavanter Straße. Abbildung: AIT/Tiris

Jasmina Berger

Jasmina Berger studiert Kommunikation an der Uni Salzburg, arbeitet als Fußball-Jugendtrainerin und als freie Reporterin für Dolomitenstadt. Mehr von Jasmina Berger

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