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Olala! Lienz ist von 27. Juli bis 1. August Festivalstadt

Das 35. Straßentheater- und Zirkusfestival bringt 25 Acts aus 13 Ländern und einen neuen Standort am Fuß des Schlossbergs.

Auch heuer wieder treten Künstler:innen aus aller Welt eine Woche lang in Lienz auf. Aus 13 Ländern reist das bunte Volks nach Osttirol an. Zum ersten Mal wird das Festival thematisch und zeitlich aufgeteilt. Von Montag bis Mittwoch liegt der Fokus auf der Zirkuskunst. Ab Donnerstag wandert das Festival dann mit der Straßenkunst in die Altstadt und zum Schloss Bruck.

Hochstein Talstation als neuer Standort

Nach einer Pause gibt es im heurigen Jahr wieder ein Zirkuszelt. „Wir sind ein Zirkusfestival und ein Zirkuszelt gehört einfach dazu.“, erklärt Mitorganisatorin Elisa Mutschlechner. Von Montag bis Mittwoch gastiert dort der Zirkus „Cirque la Compagnie“ mit dem Programm „Pandax“ aus Frankreich. Aufgrund der Bauarbeiten an der Tennishalle musste für das Zelt ein neuer Standort gesucht werden. Diesen fand das Organisationsteam am Gelände der Hochstein Talstation.

„Cirque la Compagnie" tritt mit ihrem Programm „Pandax" von Montag- bis Mittwochabend im Zirkuszelt bei der Hochstein Talstation auf. Foto: Dirk Sevenants

Straßenkunst in der zweiten Wochenhälfte

Bei den Auftritten in der Altstadt liegt der Schwerpunkt auf Interaktion. „Es kommen ganz andere Emotionen auf, wenn die Leute aktiv was machen“, so Elisa Mutschlechner. Die Besucher:innen sollen offen durch die Stadt gehen und „darauf vorbereitet sein, dass sie Teil der Show und des Festivals werden.“

So etwa spaziert ein Phoenix auf Stelzen durch die Stadt. An ihm können persönliche Wünsche und Botschaften mittels Papierfahnen befestigt werden. Ein mobiles Volleyball-Match wandert ebenso über den Hauptplatz, Johannesplatz und die Rosengasse. Die Spieler:innen sind die Besucher:innen.

Für Theresa Mutschlechner, Mitorganisatorin, gehören Luftballone zu einem Zirkus dazu. Aus diesem Grund gibt es dieses Jahr gleich zwei Künstler:innengruppen, die mit Luftballons arbeiten. Zu Beginn des Festivals gestaltet die Gruppe „Coquelicot BallOons“ extra für das Olala einen Leguan aus Luftballons. Dieser wandert dann mit Hilfe von Besucher:innen durch die Stadt.

Neben dem Leguan gestaltet die Gruppe auch ein eigenes Olala Maskottchen. Dieses wird zwischen Donnerstag und Samstag durch die Stadt spazieren. Mit dem #catchtheolalamascot können Fotos mit dem Maskottchen in den Sozialen Medien gepostet werden.

„Curious Bubbles“ lässt bei der „Happy Puppy Show“ große Luftballonhunde durch die Altstadt tanzen. Am Samstag kann man mit ihnen eigene Ballontiere basteln. Foto: Happy Puppy Parade

Am Samstagvormittag können eigene Luftballontiere gebastelt und anschließend gleich bei der Mittagsparade durch die Stadt präsentiert werden.  

Schloss Bruck als Fixpunkt

Die Parade bildet den Abschluss der Walking Acts und Shows in der Altstadt, bevor am Abend das Finale am Schloss Bruck stattfindet. Der italienische Künstler Piergiorgio Milano zeigt eine Show, die für das diesjährige Olala konzeptioniert wurde. Schloss Bruck wird dabei aus verschiedenen Perspektiven mit unterschiedlichen Zirkusdisziplinen bespielt.

Neben der Finalshow finden ab Donnerstag auch verschiedene Lichtinstallationen auf dem Gelände rund um Schloss Bruck statt. Das Schloss ist seit Jahren ein fixer Standort von Olala. „Es ist einfach so magisch, dass man es als Location nehmen muss“, so Elisa Mutschlechner.

Special Acts im Stadtsaal

Am Donnerstag- und Freitagabend finden im Stadtsaal die Special Acts statt. Sechs Künstler:innen bzw. Künstler:innengruppen zeigen ihr akrobatisches Talent. So ist etwa eine Rhönrad-Künstlerin, ein Roboter als Akrobat oder ein Yo-Yo spielendes Duo zu sehen.

Karina Peisker tritt bei den Olala Specials mit ihrem Rhönrad am Donnerstag und Freitag im Stadtsaal auf. Eine neue Disziplin beim diesjährigen Olala. Foto: Uupi Tirronen

Österreichische Zirkuskunst auf internationalem Niveau

Das diesjährige Programm ist straffer und etwas kleiner als im Vorjahr. Das ist auch dem Feedback aus dem Publikum geschuldet, das die Auftritte in der Altstadt teilweise nur schwer mitverfolgen konnte. „Die Stadt ist klein und es sind sehr viele Leute in der Stadt. Und es bekommen nicht immer alle Leute die Möglichkeit, die Shows zu sehen. Deshalb haben wir uns gedacht, wir machen ein bisschen weniger“, erklärt Elisa Mutschlechner. Statt 30 Acts, wurde das Programm auf 25 reduziert. Dafür treten die Artist:innen öfter auf.

Unter den Künstler:innen befinden sich heuer auch drei österreichische Acts auf internationalem Niveau, wie Elisa Mutschlechner betont. Für ihren Vater, Olala-Gründer Hans Mutschlechner, war es wichtig, auch die heimische Zirkuskunst zu fördern. Theresa und Elisa Mutschlechner übernahmen nach seinem Tod vor zwei Jahren die Organisation des Festivals.

Theresa und Elisa Mutschlechner organisieren gemeinsam mit Markus Mayr das 35. Internationale Straßentheater- und Zirkusfestival in Lienz. Foto: Dolomitenstadt/Unterweger

Das gesamte Programm findet man demnächst im Veranstaltungskalender von Dolomitenstadt oder gleich auf olala.at. Für die Auftritte im Zirkuszelt und die Olala Specials können ab sofort Karten gekauft werden. Das restliche Festivalprogramm ist kostenlos. Auf Grund des Wetters kann es zu zeitlichen und räumlichen Verschiebungen kommen.

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