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2026: Das Jahr der Urgesteine des Rock

Die Rolling Stones, Paul McCartney und Deep Purple legen neue Alben vor. Wir hören rein. Achtung: Es wird laut!

Es ist Mitte 2026, und wer dachte, die Ära der ganz großen Rock-Legenden sei endgültig vorbei, wird gerade eines Besseren belehrt. Binnen weniger Monate haben wir neue, vollwertige Studioalben von Ringo Starr, Paul McCartney, Deep Purple und den Rolling Stones bekommen. Keine alten Demos oder remasterten Alben, sondern echtes, frisches Material. In der neuesten Ausgabe von Dolo Music widmen wir uns daher ausgiebig den neuen Alterswerken absoluter Rock-Legenden.

Die Rolling Stones und der Kampf gegen die Lautstärke

Den Anfang machen die Rolling Stones mit ihrem mittlerweile 25. Studioalbum „Foreign Tongues“. Schon der rohe, schmutzige Opener „Rough and Twisted“ beweist, dass Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood immer noch brennen und ordentlich Hunger nach eingängiger Rock-Musik haben. Doch wie schon beim Vorgänger „Hackney Diamonds“ sorgt die laute, extrem komprimierte Produktion von Andrew Watt für geteilte Meinungen.

Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood haben immer noch nicht genug © UMG/Kevin Mazur

Dennoch bietet die Platte einen gelungenen Ritt durch ihre über 60-jährige Bandgeschichte: Man bekommt praktisch alle für die Stones üblichen Richtungen geboten, von Rock über Blues zu Country, Funk und ein bisschen Disco, ist sehr viel auf den 14 neuen Tracks zu finden. Außerdem kann man auf dem Song „Hit Me in the Head“ noch einmal Charlie Watts an den Drums hören. Zudem haben sich die Stones eine Riege von Musikstars an ihre Seite geholt: Von Paul McCartney am Bass über Robert Smith an der Gitarre bis hin zu Bruno Mars an der Kuhglocke ist alles dabei, was Rang und Namen hat.

Danach biegen wir ab zu Sir Paul McCartney, der mit „The Boys of Dungeon Lane“ seine zwanzigste Solo-Platte vorlegt. Mit knapp 84 Jahren klingt seine Stimme natürlich brüchiger und dünner als früher – doch genau das nutzt Produzent Andrew Watt hier als wunderschönes, intimes Stilmittel. Das Album versprüht eine wohltuende Wärme und entführt uns zurück in McCartneys Jugendtage nach Liverpool.

Paul McCartney entführt uns ins Liverpool seiner Jugendtage © Mary McCartney

Neben emotionalen Momenten wie dem Lennon-Tribut in „Days We Left Behind“ erwartet Fans auf der Platte ein echtes Juwel: „Home To Us“, das erste echte Duett zwischen Paul McCartney und Ringo Starr überhaupt.


Von links: Bass Gitarrist Roger Glover, Gitarrist Simon McBride, Drummer Ian Paice, Leadsänger Ian Gillan und Keyboarder Don Airey – Deep Purple heizten am 13. Juli 2026  beim 60th Montreux Jazz Festival ein. Foto: APA Images/Fabrice Coffrini/AFP

Zum Abschluss wird es richtig laut: Nur zwei Jahre nach ihrem letzten Werk „=1“ legen Deep Purple mit „Splat!“ ihr 24. Album nach. Die Band selbst spricht vom „härtesten Deep Purple-Album seit vielen Jahren“ – und Tracks wie „Arrogant Boy“ oder „Diablo“ geben ihnen recht. 

Ein genaueres Bild könnt ihr euch in der neuen Folge von Dolo Music machen. Viel Spaß beim Hören!


Unser Podcast ist lizenziert durch AKM und AUSTRO MECHANA.

Tracks der Ausgabe:

The Rolling Stones – Rough and Twisted
The Rolling Stones – In The Stars
The Rolling Stones – Divine Intervention
Paul McCartney – As You Lie There
Paul McCartney – Home To Us
Paul McCartney – Momma Gets By
Deep Purple – Arrogant Boy
Deep Purple – Diablo
Deep Purple – The Only Horse In Town

Martin Senfter

Martin Senfter ist Dolomitenstadt-Autor und Musikexperte. Im Podcast „Dolo Music“ stellt er seine Lieblingstracks und deren Schöpfer:innen vor. Stories mit Tiefgang sind seine journalistische Stärke, ebenso wie einfühlsame Porträts spannender Zeitgenoss:innen. Mehr von Martin Senfter

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