Vom 16. bis 19. Juli 2026 stand Lienz ganz im Zeichen der gelebten Inklusion. Das von Katharina Zanon und Oliver Deutsch initiierte „INK Fest“ brachte ein vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm in die Stadt, das sich barrierefrei an alle Menschen richtete. Das Festival diente zugleich als offizielle Auftaktveranstaltung für ihren neu gegründeten Kunst- und Kulturverein „Roter Turm“, der künftig moderne Kunst in Osttirol etablieren möchte.
Die Inspiration für das Festival sammelten die beiden Organisatoren auf ihren Reisen durch Lateinamerika. Ziel war es, den Geist eines offenen Straßenfestivals nach Lienz zu bringen. Dabei stand eine mühelose Inklusion im Mittelpunkt, bei der unterschiedlichste Menschen nicht nur als Publikum, sondern aktiv als Künstlerinnen und Künstler in das Geschehen eingebunden wurden. Das erklärte Ideal der Veranstalter: Inklusion soll so selbstverständlich gelebt werden, dass der Begriff selbst überflüssig wird.
Das Programm verteilte sich auf drei Standorte: das Bildungshaus, den MCI Campus Lienz und den Kolpingsaal. Unter den Schwerpunkten Musik, Kunst und „Open Mind“ wurde an den vier Tagen ein dichtes Programm geboten. Nach der Eröffnung am Donnerstag im Bildungshaus verwandelte sich der MCI Campus am Freitag und Samstag in einen interaktiven Begegnungsort. Das Angebot reichte dort von einem Café in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe über Kunstinstallationen, wie etwa von Ulla Rauter, bis hin zu Workshops und Diskussionsrunden.
Die Abendgestaltung verlagerte sich jeweils in den Kolpingsaal. Dort standen Lichtinstallationen sowie verschiedene Live-Konzerte und DJ-Sets auf dem Programm. Seinen gemütlichen Ausklang fand das inklusive Festival am Sonntagvormittag bei einem gemeinsamen „Soulpicknick“ im Garten des Bildungshauses.
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