Sechs Jahre nach ihrem Erfolgsalbum „The New Abnormal“ haben die Strokes mit „Reality Awaits" endlich wieder eine neue Platte aufgenommen. Die New Yorker Indie-Legenden, die mit „Is This It" Anfang der 2000er eine ganze Generation von Gitarrenbands beeinflussten, können auch 2026 noch auf eine treue Fanbase zählen, stellen ihre Anhängerschaft aktuell aber auch auf die Probe: „Reality Awaits“ spaltet die Meinungen wie kaum ein anderes Strokes-Album zuvor.

Frontmann Julian Casablancas, großer Freund der experimentellen Rockmusik, verfällt auf den neun neuen Tracks fast vollständig der Stimmverzerrung, er verfremdet seine Stimme so konsequent wie noch nie. Autotune ist in der knappen Dreiviertelstunde Laufzeit allgegenwärtig, der Einfluss seines Nebenprojekts The Voidz unüberhörbar.
Blickt man hinter das Konzept von „Reality Awaits“, wird immer klarer warum er seine Stimme künstlich verändert: The Strokes setzen sich mit unserer Gegenwart und der Zukunft auseinander und widmen sich der kollektiven Bequemlichkeit, dem alles um sich greifenden Konsumwahn und der ständigen Betäubung durch Technologie. Mit der Gretchenfrage: Kann eine gealterte Rockband zwischen künstlicher Intelligenz, Materialismus und dem Druck der eigenen Vergangenheit noch etwas Echtes schaffen?
Dieser Frage gehen wir in der aktuellen Folge von Dolo Music nach.
Unser Podcast ist lizenziert durch AKM und AUSTRO MECHANA.
Tracks der Ausgabe:
The Strokes – Last Nite
The Strokes – The Adults Are Talking
The Strokes – Going Shopping
The Strokes – Lonely In The Future
The Strokes – Going to Babble On
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