„Sehr geehrte Badegäste, am Eingang finden Sie heute die Pop-Up-Uni“, hörte man am Donnerstag, 30. Juli, durch die Lautsprecher im Dolomitenbad Lienz. Wenig später kamen viele Kinder in Badekleidung interessiert zum kleinen Anhänger unter der Wasserrutsche. Davor standen ein Tisch mit bunten Pfeifenreinigern, Bildern von Wolken, einem Behälter mit Seifenwasser und weiteren Materialien. Damit experimentierten Thomas Gatt und seine Kolleginnen von der Pop-Up-Uni gemeinsam mit den Kindern. Als Wissenschaftsvermittler:innen sind sie mit dem Projekt in Westösterreich unterwegs.

Die Pop-Up Uni ist eine Initiative der Universität Innsbruck. Junge Wissenschaftler:innen und Studierende fahren mit dem Pop-Up-Uni-Anhänger durch Westösterreich und versuchen Themen aus der Wissenschaft und Forschung auf niederschwellige Weise zu den Menschen zu bringen. Thomas Gatt erklärt: „Die Wissenschaft erhebt Daten dort, wo Menschen leben, und gewinnt Erkenntnisse, aber die Leute vor Ort haben gar nichts davon“ und das soll die Pop-Up-Uni ändern. Ziel ist es, verschiedene Fragestellungen aus der Wissenschaft durch Gespräche und Experimente für die Besucher:innen zu erklären.
Wissenschaft selbst entdecken
Das Dolomitenbad in Lienz war neben Aguntum eine von zwei Stationen der Pop-Up-Uni in Osttirol. Im Schwimmbad lag der Fokus auf Naturwissenschaft und es sollten diesmal besonders die Kinder angesprochen werden. Interessierte lernten den ganzen Nachmittag Neues über Seifenblasen, Regenbögen, Wind und Wolken. Es sei schön, die Kinder für die Themen zu begeistern und die eigene Neugierde weitergeben zu können, erklärt Gatt: „Die Grundneugier von Kindern, die Welt zu entdecken, macht Freude. Kinder haben immer Fragen: Warum, Wieso?“ Seine Kollegin erinnert sich daran, wie sie ein Kind mal fragte, warum der Schnee weiß sei. Sie musste dann selbst erstmal darüber nachdenken.

Aber die Pop-Up-Uni ist nicht nur für Kinder. Im Dolomitenbad wagten sich auch Erwachsene an das eine oder andere Experiment. „Ich habe das Gefühl, Erwachsenen muss man den Raum geben, selbst mit Neugierde Experimente zu probieren“, erklärt der Wissenschaftsvermittler.
Die beliebteste Station bei der Pop-Up-Uni in Lienz waren die Seifenblasen. Die Kinder konnten versuchen, aus verschiedenen Formen Seifenblasen zu machen und lernten: Seifenblasen sind immer eine Kugel. Aber auch die anderen fünf Stationen weckten das Interesse der Kinder. Mit Wassersprühflaschen erzeugten sie Regenbögen. Ein Experiment mit unterschiedlich warmen Steinen und einem Streichholz zeigte ihnen, wie Wind entsteht. Die Pop-Up-Uni in Lienz machte deutlich, dass Wissenschaft auch außerhalb der Universität Neugier weckt und verständlich und greifbar vermittelt werden kann.







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