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Sandi Lovric mit Udinese Calcio wieder in Lienz

Nach dem VfL Osnabrück trainieren die Serie-A-Stars erneut in Lienz – Lovric fühlt sich in seiner Heimat besonders wohl.

Sandi Lovric blieb am Donnerstag am längsten auf dem Platz, er dehnte noch, während alle anderen sich bereits der Presse im Dolomitenstadion stellten. „Als Fußballer ist dein Körper dein Werkzeug, deshalb muss man gut darauf achten“, sagt der Lienzer, der die längste Einheit des Tages absolvierte.

In Lienz war wieder Fußball auf hohem Niveau zu Gast: Der VfL Osnabrück und Udinese Calcio schlugen im Juli erneut ihre Lager in der Sonnenstadt auf. Während Osnabrück nach 2025 zum zweiten Mal in Lienz zu Gast war, nutzte Udinese Osttirol bereits zum dritten Mal für ein Vorbereitungscamp. Obwohl Lienz derzeit einen neuen Platzwart sucht und junge Spieler dessen Aufgaben nach dem Showtraining übernahmen, scheinen die Italiener mit den Platzverhältnissen zufrieden zu sein. Die Verantwortlichen des italienischen Serie-A-Vereins schließen ein erneutes Trainingslager im nächsten Jahr nicht aus.

Ähnlich wie im ÖFB-Nachwuchs, wo der Spaß am Spiel im Mittelpunkt steht, setzte auch Udinese auf eine lockere, aber dennoch ehrgeizige Trainingsform. In zwei Minigames traten die Spieler gegeneinander an, wobei der sportliche Ehrgeiz deutlich spürbar war.

Wie groß der Ehrgeiz im Training ist, erkennen Zuseher spätestens beim Jubel nach gewonnenen Challenges.

Sandi Lovric macht Halt in der Heimat

Nach einem halben Jahr als Leihspieler in Verona, kehrt er nicht nur zu Udinese zurück, sondern verbrachte die Vorbereitung auch in seiner Jugendschmiede. „Es is immer schen ham zu kemmen“ beginnt Lovric das Gespräch. In Lienz fühlt er sich wohl! Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass er aus zeitlichen Gründen nicht mehr so oft in Osttirol sein kann. Umso schöner ist es für ihn, wenn er seine Eltern, seinen Bruder und seine Neffen wieder sehen kann. Auch wenn er es nicht mehr so häufig nach Lienz schafft, besucht ihn seine Familie regelmäßig in Italien. Lovric erinnert sich an viele Spiele seiner Kindheit, die er in Lienz bis zur U14 absolviert hat. Der Profi schwärmt aber auch von Udine. Was die Zukunft noch bringt oder ob er seine Karriere in Udine beenden möchte, lässt er noch offen, er sagt nur, dass sich im Leben ständig etwas verändert.

Sandi Lovric bereitet sich gemeinsam mit Udinese Calcio auf die Saison 2026/27 vor. Für ihn wird es die fünfte Spielzeit in Udine.

Touchdown im Grand Hotel

Wie zuvor der VfL Osnabrück nächtigten auch die italienischen Profis im Grand Hotel – wo am Donnerstag Pressevertreter zu einer Pressekonferenz eingeladen wurden. Wirklich geheim war die Zimmerverteilung allerdings nicht, jedes Zimmer war deutlich mit dem Trikot des jeweiligen Spielers versehen. Im Mittelpunkt standen drei erst kürzlich verpflichtete Spieler. Mit Giorgi Chakvetadze, Unai Gómez und Mërgim Vojvoda will der Klub rund um Sandi Lovric den zehnten Platz der Vorsaison in der kommenden Spielzeit zumindest bestätigen.

Spieler und Betreuer zeigten sich beeindruckt vom Ambiente in Lienz. Auf sie warten nun noch Spiele gegen den 1. FSV Mainz 05 in Mittersill am Samstag sowie gegen Trabzonspor in Velden am Sonntag. Bevor die Italiener zurück nach Udine fahren, beenden sie das Trainingscamp in Lienz mit einem Abschlusstraining. Ob Lovric auch im nächsten Jahr wieder bei einem möglichen Trainingscamp dabei ist, bleibt abzuwarten.

Jasmina Berger

Jasmina Berger studiert Kommunikation an der Uni Salzburg, arbeitet als Fußball-Jugendtrainerin und als freie Reporterin für Dolomitenstadt. Mehr von Jasmina Berger

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