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Iseltal-Derby: Oberlienz gewinnt klar mit 4:0

Ein Punkt für Matrei in der Kärntner Liga. Wenig Erfreuliches für die Osttiroler Unterliga-Teams.

Vor rund 400 Zuschauern fand am Samstag in Ainet das mit Spannung erwartete Iseltal-Derby der 1. Klasse West statt. Da die beiden Nachbargemeinden seit Jahrzehnten eine große sportliche Rivalität verbindet, war die Vorfreude auf dieses Duell entsprechend groß. Am Ende setzte sich Oberlienz jedoch deutlich mit 4:0 durch und unterstrich dabei seine spielerische Überlegenheit.

Von Beginn an waren die Gäste aus Oberlienz die aktivere Mannschaft. Sie drückten die Heimischen immer wieder tief in die eigene Hälfte und bestimmten über weite Strecken das Spielgeschehen. Die Aineter standen jedoch zunächst kompakt und verteidigten mit einer sicheren Viererkette, wodurch sich für Oberlienz nur selten wirklich gefährliche Situationen im Strafraum ergaben.

Im Offensivspiel der Heimischen lief dagegen in der ersten Halbzeit kaum etwas zusammen. Lediglich ein nennenswerter Torschuss stand für Ainet zu Buche. Gefährlich wurde es für die Gastgeber vor allem bei den zahlreichen Standardsituationen der Oberlienzer in Strafraumnähe.

In der 36. Minute war es schließlich soweit: Philipp Pichlkostner trat einen Freistoß aus rund 20 Metern über die Mauer und ließ Torhüter Lukas Kühr keine Chance – 0:1.

Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte dann Luis Henrique Oliveira de Almeida für den Höhepunkt der ersten Halbzeit. Der Oberlienzer Legionär setzte zu einem eleganten Haken an, ließ damit gleich zwei Gegenspieler aussteigen und zirkelte den Ball anschließend sehenswert ins lange Kreuzeck. Bei den mitgereisten Oberlienz-Fans kannte der Jubel keine Grenzen. Mit einer verdienten 2:0-Führung für die Gäste ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Aineter, offensiver aufzutreten und mehr Druck nach vorne zu entwickeln. Doch abgesehen von zwei Halbchancen wurden die Bemühungen immer wieder von der stabilen Oberlienzer Defensive zunichte gemacht.

Die große Möglichkeit zur endgültigen Entscheidung hatten anschließend die Gäste, als sie zu dritt allein vor Torhüter Lukas Kühr auftauchten, den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen konnten. In der 69. Minute fiel dann aber doch das 0:3: Nach einer herrlichen Vorarbeit über die rechte Seite und einem präzisen Stanglpass drückte Elias Ebner den Ball über die Linie. Damit war die Entscheidung gefallen. Das 0:4 in der 79. Minute durch Fabian Wibmer war schließlich nur noch die Draufgabe für die Gäste. 

Oberlienz präsentierte sich vor allem individuell und spielerisch klar stärker und siegte deshalb auch in dieser Höhe verdient. Oberlienz-Trainer Mario Steiner zeigte sich nach dem klaren Derbysieg äußerst zufrieden: „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Ich möchte der gesamten Mannschaft ein Pauschallob aussprechen. Besonders hervorheben möchte ich unseren Brasilianer Luis Henrique Oliveira de Almeida sowie den jungen Jakob Weger.“

Enttäuscht zeigte sich dagegen Ainet-Trainer Trutschnig: „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles gegeben, aber heute waren die Oberlienzer einfach zu stark.“

Kärntner Liga: Matrei rettet Punkt in der Nachspielzeit

In der Kärntner Liga sorgte die Union Matrei am Wochenende für einen späten Punktgewinn. Auswärts beim SV Spittal erreichten die Iseltaler ein 2:2-Unentschieden. Dabei sah es lange Zeit so aus, als müsste Matrei die Heimreise ohne Zählbares antreten.

Erst tief in der Nachspielzeit gelang der umjubelte Ausgleich: In der 93. Minute verwandelte Jonathan Panzl einen Elfmeter souverän zum 2:2-Endstand und sicherte seiner Mannschaft damit einen wichtigen Punkt.

Weniger erfreulich verlief die vierte Meisterschaftsrunde für den FC WR Nußdorf/Debant. Die Mannschaft musste die vierte Niederlage im vierten Saisonspiel hinnehmen. Vor heimischem Publikum unterlag der FC WR dem FC Lendorf mit 1:3.

Unterliga West: Wenig Erfreuliches für die Osttiroler Teams

Wenig Erfreuliches gibt es aus Sicht der Osttiroler Mannschaften in der Unterliga West zu berichten. Während die Union Sillian/Heinfels zumindest einen Punkt holen konnte, mussten der URC Thal-Assling, Dölsach und Rapid Lienz Niederlagen hinnehmen.

Die Union Sillian/Heinfels kam im Heimspiel gegen den SV Arnoldstein nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Trotz Heimvorteils mussten sich die Osttiroler am Ende mit einem Punkt zufriedengeben.

Der URC Thal-Assling gastierte am Samstag beim Meisterschaftsfavoriten SV Rothenturn und lieferte sich mit den Gastgebern eine enge Partie. Am Ende musste sich die Oberländer jedoch knapp mit 0:1 geschlagen geben. Am Sonntag verlor Dölsach auswärts gegen Nötsch 2:3.

Für Rapid Lienz setzte es hingegen eine besonders deutliche Niederlage. Die Lienzer verloren auswärts bei der SG Gitschtal klar mit 1:7. Damit erlebte Rapid einen bitteren Nachmittag und musste die Heimreise mit einer krachenden Niederlage antreten.

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