Wenn in den Räumen der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz fleißig geprobt wird und verschiedenste Instrumente erklingen, ist das Osttiroler Sing- und Musizierwochenende in vollem Gange. Von Freitag bis Sonntag lud die Arbeitsgruppe Osttirol des Tiroler Volksmusikvereins wieder zahlreiche Musikbegeisterte ein. Die Teilnehmer nutzten die drei Tage, um gemeinsam zu lernen, zu singen und sich auszutauschen.
Das Ziel der Veranstaltung: Die echte Volksmusik soll gepflegt werden. Hauptorganisatorin Eva Weiler erklärt, dass bei diesem Seminar alljährlich Musikerinnen und Musiker von jung bis alt zusammenkommen. Unter der Anleitung von zwölf Fachreferenten wird auf allen Instrumenten gespielt, die gut zur Volksmusik passen – von der Steirischen Harmonika über die Zither bis hin zum Osttiroler Hackbrett. In kleinen Gruppen üben die Teilnehmer dann intensiv neue Stücke. Gerade für den Nachwuchs ist das gemeinsame Spielen in der Gruppe ein besonderes Erlebnis, das sehr motiviert.
Eine wichtige Ergänzung zur Musikschule
Für viele junge Menschen ist dieses Wochenende eine besondere Chance. Im Alltag gibt es oft kaum Berührungspunkte mit der traditionellen Volksmusik, wie Weiler betont. Auch in klassischen Musikschulen kann diese spezielle Richtung nicht immer umfassend unterrichtet werden. Hier hilft das Seminar in Lienz und bringt den Teilnehmer:innen das traditionelle Musik- und Liedgut auf eine lockere Art näher.
Nach vielen Stunden des Übens am Freitag und Samstag stand auch heuer am Sonntag der feierliche Abschluss auf dem Programm. Nach einer gemeinsamen Messe präsentierten die verschiedenen Gruppen bei einem Vorspielen stolz ihre frisch erlernten Stücke.
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