Ein weiteres Nadelöhr im Lienzer Talboden ist Geschichte. Am Mittwoch wurde die neue Radwegverbindung über die „Obere Debantbachbrücke“ im Beisein von zahlreichen Schulkindern sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bau offiziell eröffnet und von Vikar Godfrey Baluku gesegnet. Über untergeordnete Gemeindestraßen und bestehende Wege ist nun eine verkehrssichere Fahrt vom Ortszentrum Dölsach über Alt-Debant nach Lienz möglich.

Um diesen Lückenschluss zu realisieren, wurde entlang des nördlichen Randes der B 107a eine neue Geh- und Radwegverbindung geschaffen. Dafür musste der Randbalken der alten Brücke zwischen der Abzweigung Stribach und Alt-Debant von 1,40 auf 3,60 Meter verbreitert werden. Das schafft nicht nur ausreichend Platz, sondern gewährleistet auch den nötigen Sicherheitsabstand zur Fahrbahn. Gleichzeitig sicherten die Arbeiter im Zuge der Bauphase zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 ein unterspültes Widerlager der Brücke. Laut Baubezirksamtsleiter Johannes Nemmert ließen sich so zwei wichtige Maßnahmen sinnvoll miteinander verbinden.



Millionen für sichere Alltagswege
Die Obere Debantbachbrücke gilt als das Herzstück des 2022 beschlossenen Gemeinschaftsprojekts „Alltagsradwege im Lienzer Talboden“, das bereits mit dem VCÖ Mobilitätspreis 2025 ausgezeichnet wurde. Insgesamt umfasst das vom Bund und vom Land Tirol geförderte Projekt ein Bauvolumen von 4,8 Millionen Euro. Bisher wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert, unter anderem in die Umsetzung der Verbindungen vom Iseltalradweg nach Oberlienz sowie in Thal Aue.

„Ein attraktives Alltagsradwegenetz lebt von sicheren und durchgängigen Verbindungen“, betonte der Tiroler Radwegereferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth vor Ort. Markus Stotter, Obmann des Planungsverbandes 36, ergänzte das gemeinsame Ziel der Gemeinden: Man wolle den Menschen im Talboden sichere Möglichkeiten bieten, ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze mit dem Fahrrad zu erreichen, und gleichzeitig die Anbindung an den öffentlichen Verkehr verbessern.


Weiterer Zeitplan und Aktionstag
Der Zeitplan für die verbleibenden Baulose bis Ende 2027 ist eng getaktet. Laut Planungsverband startet bereits am 5. Oktober das nächste Projekt: die „Anbindung Süd“ in Richtung Drauradweg. In der Stadtgemeinde Lienz stehen Projekte wie die Radwege in der „Nußdorfer Straße“ und „Tristacher Straße“, die „Unterführung Pfister“ sowie die Neuerrichtung der Draubrücke in den Startlöchern. Auch die Planung für den Abschnitt Thal Aue – Thal Wilfern steht kurz vor dem Abschluss, weitere Maßnahmen betreffen Leisach, Amlach und Lavant. Wer das wachsende Alltagsradnetz selbst abfahren möchte, hat am 26. September beim Aktionstag „Radeln & Erkunden“ die Gelegenheit dazu. Treffpunkt für eine von den Bürgermeistern angeführte Sternfahrt zu verschiedenen Informationsstationen ist um 09:30 Uhr am Lienzer Bahnhof (Südteil/Papin).
Ein Posting
Ich fahre dort praktisch täglich und diese Radbrücke ist richtig, richtig toll geworden, ein großes Dankeschön an die Verantwortlichen und vor allem an die Bautrupps. Auch während der Bauzeit ist alles top gelaufen, die Bauampel mit der kurzen Wartezeit hat bestens funktioniert. Super Sache, danke.
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