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Er kam, sah – und verlor. Nach acht Niederlagen in acht Saisonspielen und einem Torverhältnis von 5:32 trennte sich der FC-WR von Bernhard Hanser. Archivbild: Expa/Groder

Er kam, sah – und verlor. Nach acht Niederlagen in acht Saisonspielen und einem Torverhältnis von 5:32 trennte sich der FC-WR von Bernhard Hanser. Archivbild: Expa/Groder

Bernhard Hanser nicht mehr Trainer beim FC-WR

Der Coach muss nach Niederlagenserie den Hut nehmen. Michael Kleissl und Christoph Rauter übernehmen interimistisch. 

Der FC WR Nußdorf-Debant und Trainer Bernhard Hanser gehen ab sofort getrennte Wege. Nach der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende beim Tabellennachbarn SV Dellach/Gail wurde am darauffolgenden Tag die einvernehmliche Trennung bekannt gegeben.

Ein Blick auf die vergangenen Monate zeigt, wie schwierig die Situation für den Verein derzeit ist. In der Saison 2024/25 feierte der FC WR Nußdorf-Debant souverän den Meistertitel in der Unterliga West und schaffte damit nach langer Zeit die Rückkehr in die Kärntner Liga. Der sportliche Neustart in der höchsten Kärntner Spielklasse verlief allerdings bislang nicht wie erhofft, dort ist man noch nie so richtig angekommen.

Bereits im ersten Herbstdurchgang wechselten sich Licht und Schatten ab, ehe das Frühjahr von einer regelrechten Niederlagenserie geprägt war. In weiterer Folge trennte sich der Verein von Trainer Sven Lovric. Obmann Michael Kleissl und Christoph Rauter übernahmen die Mannschaft für die letzten Spiele der Saison. Trotzdem wurde die Mannschaft abgeschlagen Letzter.

Für die neue Spielzeit hoffte man auf eine Wende und verpflichtete den so erfolgreichen Bernhard Hanser als neuen Trainer. Die personellen Voraussetzungen waren allerdings alles andere als ideal. Die Entscheidung für den neuen Trainer fiel relativ spät, zu einem Zeitpunkt, als viele Spieler bereits bei anderen Vereinen unter Vertrag standen. Auf dem Spielermarkt waren nur noch wenige leistbare Alternativen bzw. Verstärkungen verfügbar.

Die schwierigen Rahmenbedingungen spiegeln sich auch in den bisherigen Ergebnissen wider. Nach den ersten acht Saisonspielen steht der FC WR mit acht Niederlagen und einem Torverhältnis von 5:32 da. Die einvernehmliche Lösung zwischen dem ambitionierten und einst sehr erfolgreichen Trainer Bernhard Hanser und dem FC WR war unter diesen Umständen schließlich die logische und erwartete Konsequenz.

Nun übernimmt Obmann Michael Kleissl gemeinsam mit Christoph Rauter bereits zum zweiten Mal interimistisch die Betreuung der Mannschaft. Die Suche nach einem geeigneten Trainer gestaltet sich allerdings schwierig. Im Osttiroler Raum gibt es nur wenige Trainer mit der erforderlichen Lizenz, die unter den derzeitigen Voraussetzungen bereit sind, die Mannschaft zu übernehmen.

Michael Kleissl, der sich seine Amtszeit als Obmann sicherlich anders vorgestellt hat, ist sich auch Fehlern bewusst und möchte diese aufarbeiten. Zunächst gilt es jedoch, den Fokus auf die kommenden Wochen zu richten. Die Defensive soll stabilisiert und möglichst noch einige Punkte gesammelt werden, damit im Frühjahr weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt besteht.

Die interimistische Lösung soll vor allem Zeit schaffen. Im Winter möchte der Verein – abhängig von Tabellenstand und sportlicher Situation – eine umfassende Neuausrichtung in Angriff nehmen und die Weichen für die Zukunft stellen.

Bereits am kommenden Samstag wartet ein richtungsweisendes Spiel. Um 16:30 Uhr empfängt der FC WR Nußdorf-Debant im Aguntstadion den Tabellenvorletzten aus Köttmannsdorf. Ein Sieg wäre im Kampf um den Klassenerhalt enorm wichtig.

Michael Kleissl bleibt trotz der schwierigen Situation optimistisch und hofft auf einen Erfolg sowie auf bessere Zeiten für den Nußdorfer Fußball. Auch wirtschaftlich steht der Verein solide da und leistet weiterhin sehr gute Nachwuchsarbeit. Diese Voraussetzungen stimmen den Obmann zuversichtlich, dass der FC WR auch langfristig eine gute Zukunft vor sich hat.

Nun gilt die volle Konzentration dem wichtigen Heimspiel am Samstag, 26. September. Die Daumen sind gedrückt, dass der FC WR den erhofften Befreiungsschlag schafft und im Debanter Fußball wieder für positive Schlagzeilen sorgen kann.

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