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Was muss guter Journa­lismus heute leisten?

Ein Gespräch mit Thomas Hanifle von barfuss.it über Journalismus in Südtirol und darüber hinaus.

Was passiert mit Journalismus in einer Welt, in der Nachrichten längst nicht mehr nur aus Redaktionen kommen, sondern uns über Social Media, Influencer, Plattformen und zunehmend auch künstliche Intelligenz erreichen und woran erkennen wir überhaupt noch, welchen Informationen wir vertrauen können? In der neuen Folge des Dolomitenstadt-Podcasts spricht der Journalist Thomas Hanifle über die Verantwortung von Medien, die Veränderungen durch das Internet und die Frage, was guter Journalismus heute eigentlich leisten muss.

Thomas Hanifle ist Herausgeber von barfuss.it. Er arbeitet viel mit jungen Menschen und sieht Journalismus vor allem als Handwerk. Foto: barfuss.it

Hanifle beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Journalismus, Zeitgeschichte und gesellschaftlichen Themen und kennt die Medienwelt dabei aus unterschiedlichen Perspektiven. Gemeinsam mit drei Freunden gründete er 2012 das Online-Magazin barfuss.it, das bis heute einen festen Platz in der Südtiroler Medienlandschaft hat.

Doch was bedeutet es überhaupt, ein guter Journalist zu sein? Für Hanifle beginnt guter Journalismus nicht beim möglichst schönen Schreiben, sondern bei Neugier, sauberer Recherche und der Bereitschaft, Dinge nicht einfach hinzunehmen. Wer journalistisch arbeitet, müsse Informationen gegenchecken und sich immer wieder fragen, warum Menschen handeln, wie sie handeln; gerade dann, wenn ihre Entscheidungen zunächst widersprüchlich oder schwer nachvollziehbar erscheinen.

Im Gespräch geht es deshalb auch um eine Medienwelt, in der sich die Grenzen zwischen Journalismus, Social Media und Influencer-Content zunehmend verwischen. Das Internet hat neue Möglichkeiten geschaffen und es ermöglicht, mit vergleichsweise wenig Ressourcen eigene Medienprojekte aufzubauen. Gleichzeitig ist es aber schwieriger geworden, journalistische Arbeit von Inhalten zu unterscheiden, die vor allem auf Reichweite und Aufmerksamkeit ausgerichtet sind.

Hanifle spricht auch über die Medienkonzentration in Südtirol, kleinere und unabhängige Medien und über die besondere Rolle, die barfuss.it für sich selbst gefunden hat. 

Wie viel Wahrheit verträgt eine Medienwelt, in der Aufmerksamkeit oft wichtiger scheint als Einordnung? Was kann Journalismus leisten, wenn jeder und jede jederzeit Informationen veröffentlichen kann? Und wie bleiben wir selbst kritisch, wenn uns täglich unzählige Nachrichten erreichen?

Darüber und über vieles mehr spricht Thomas Hanifle in der neuen Folge des Dolomitenstadt-Podcasts.


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben. Zu finden auch auf Spotify und bei Apple Podcasts.

Lea Marie Steinwandter

Lea Marie Steinwandter stammt aus Toblach, studiert in Klagenfurt und schreibt als freie Autorin für Dolomitenstadt. Mehr von Lea Marie Steinwandter

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