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Matrei: Neuer Themenweg im Schlosspark eröffnet

Wandern rund um Schloss Weißenstein ist informativ und unterhaltsam. Highlight sind die Skulpturen von Erich Trost.

Im Park von Schloss Weißenstein in Matrei treffen sich nun Geschichte, Kunst und Natur auf besondere Weise. Der neue „Parkweg Schloss Weißenstein“ führt vom „Marktle“ bis in den idyllischen Park und lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Am vergangenen Freitag trafen sich Ehrengäste und die Verantwortlichen für die Neugestaltung zur offiziellen Eröffnung.

Der Weg führt vom Marktlen am Schloss vorbei bis zum großen Bär, der am Ende des Weges steht. Foto: Nationalpark Hohe Tauern/Kurzthaler

Bundesrat Markus Stotter vertrat bei herbstlichem Wetter Landeshauptmann Anton Mattle. Gekommen waren auch der Tiroler Naturschutz- und Umweltlandesrat René Zumtobel, der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner, Künstler Erich Trost, Nationalpark-Direktor Florian Jurgeit sowie die Vorstände der Felbertauernstraße AG, Elisabeth Kreuzer und Michael Köll.

Raimund Steiner, Michael Köll, Elisabeth Kreuzer, René Zumtobel, Markus Stotter und Florian Jurgeit gaben spannende Einblicke in den Themenweg sowie die Herkunft der Skulpturen. Foto: Dolomitenstadt/Berger

Stotter betonte die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Partner: „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Partner an einem Strang ziehen. Der Nationalpark und die Felbertauernstraße haben zwar verschiedene Aufgaben, aber die nachhaltige Entwicklung der Region ist ein gemeinsames Ziel.“ Der Weg verbinde Natur, Kultur und Bewegung und schaffe einen großen Mehrwert für Einheimische und Gäste.

Auch Bürgermeister Raimund Steiner freute sich über das neue Angebot: Der Themenweg im Schlosspark sei ein wichtiger Beitrag für die ortsnahe Erholung sowie ein abwechslungsreicher Einstieg in die Natur und Geschichte der Umgebung. Naturschutzlandesrat René Zumtobel sieht im Weg vor allem eine „Oase der Naherholung und einen klaren Mehrwert für die Region“.

Geschichte, Natur und Kunst im Schlosspark

Der leicht begehbare, familien- und seniorengerechte Weg ist rund einen Kilometer lang und beginnt im Ortszentrum von Matrei. Insgesamt gibt es elf Stationen, die unter anderem einen Einblick in das verborgene Leben im Waldboden geben, Eichhörnchen und Dachs sprechen lassen, historische Ansichten von Schloss Weißenstein zeigen und die Geschichte der Felbertauernstraße näherbringen.

Der Weg führt durch alte Baumbestände und artenreiche Wiesen. Für eine geruhsame Pause sorgen Sitzbänke. Je nach Aufenthalt an den Stationen empfehlen die Aussteller, für Hin- und Rückweg circa zwei Stunden einzuplanen – die Höhendifferenz beträgt nur 100 Meter.

Skulpturen finden neuen Platz

Ein besonderes Highlight sind die schmiedeeisernen Skulpturen des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Matreier Kunstschlossers Erich Trost. Sie standen einst im „Zedlacher Paradies“, wurden dort jedoch abgebaut und haben im Schlosspark nun einen neuen, würdigen Platz gefunden. Die Figuren entstanden bereits in den 1990er-Jahren. 1999 wurde im Zedlacher Paradies schließlich eine Ausstellung eröffnet, an deren Errichtung und dem damaligen Trubel sich Erich Trost noch genau erinnert.

Hinter den Arbeiten steckt viel Leidenschaft, das wurde in den Erzählungen des Meisters spürbar. Als der damalige Nationalparkchef bei Erich Trost einen Bartgeier in Auftrag gab, hatte der Kunsthandwerker wenig Ahnung, wie das Tier genau aussieht. Deshalb fuhren die beiden zum Alpenzoo nach Innsbruck, um sich ein authentisches Bild zu machen. Für die Figuren bekam der Künstler sogar einen eigenen Projektleiter gestellt, wie er erzählt.

„Zwei Unternehmen treffen sich, sprechen miteinander und schaffen etwas Schönes für alle.“

Erich Trost

Trost, der heuer 94 Jahre alt, beweist in seinen Arbeiten viel Liebe zum Detail. Für ihn ist der neue Themenweg auch ein Beispiel für den Sinn des Miteinander in der ganzen Welt: „Zwei Unternehmen treffen sich, sprechen miteinander und schaffen etwas Schönes für alle.“

Nach der Eröffnung wanderten die Ehrengäste zum höchsten Punkt des Weges. Foto: Dolomitenstadt/Berger

Auch im Winter zu sehen

Das frei zugängliche Projekt wurde gemeinsam von der Felbertauernstraße AG und dem Nationalpark Hohe Tauern Tirol umgesetzt. Die Skulpturen bleiben auch im Winter im Schlosspark stehen. Die Wege werden jedoch nicht geräumt, der Themenweg ist in der kalten Jahreszeit deshalb nicht offiziell geöffnet.

Ein gruppenbild mit Bär. Erich Trost hat die monumentale Tierfigur vor 30 Jahren erschaffen. Foto: Dolomitenstadt/Berger

Jasmina Berger

Jasmina Berger studiert Kommunikation an der Uni Salzburg, arbeitet als Fußball-Jugendtrainerin und als freie Reporterin für Dolomitenstadt. Mehr von Jasmina Berger

Ein Posting

schnuffi
vor 37 Minuten

Kenne die Skulpturen von Herrn Trost schon laaange vom Themenweg aus dem Zedlacher Paradies. Wir sind da sehr sehr oft mit den Kindern durchgegangen und schlussendlich beim Strumerhof zu einem Mittagessen eingekehrt. Sehr sehr schöne Landschaft! Wenn ich fragen darf was ist im Zedlacher Paradies nun anstatt der schönen Skulpuren zu sehen?

 
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