Foto: iStock/Ornitolog82

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Gefahr auf leisen Pfoten?
Gefahr auf leisen Pfoten?
Seit 9500 Jahren begleiten uns domestizierte Katzen. Doch ihre Rolle hat sich verändert. Wurde aus nützlichen Jägern eine Gefahr für die Biodiversität? Eine Annäherung aus naturwissenschaftlicher Sicht.

Aktuell ist das Thema Hauskatze in aller Munde. Zwei Umweltjuristen aus Holland fordern in einem kürzlich veröffentlichten Gutachten eine Leinenpflicht oder ein Ausgehverbot für Katzen und berufen sich dabei auf geltendes EU-Recht (Trouwborst & Somsen, 2019). Ihr Gutachten haben die Juristen unter dem Titel „Domestic Cats (Felis catus) and European Nature Conservation Law“ im Journal of Environmental Law veröffentlicht. Die Hauskatze bedrohe weltweit den Bestand von mindestens 367 Arten. Die Autoren weisen darauf hin, dass einheimische Tier- und Pflanzenarten durch europäisches Recht unter besonderem Schutz stehen.

Unserer Meinung nach ist es besonders „im Land der Edith Klinger“ und in Zeiten des massiven weltweiten Biodiversitätsrückganges und der Klimakrise geboten, sich auch diesem politisch sehr heiklen Thema zu widmen. Ohne nun das Grundübel der Menschheit an den Katzen festmachen zu wollen, möchten wir daher die aktuelle Diskussion zum Anlass nehmen und uns aus naturwissenschaftlicher Sicht dem Thema Katzen nähern.

Die Hauskatze stammt entgegen der Meinung mancher nicht von der sehr scheuen, in Europa und vor allem in Österreich sehr seltenen Wildkatze (Felis silvestris) ab, sondern von der Afrikanischen Falbkatze, welche u.a. in Nordafrika weit verbreitet ist. Erste belegte Hinweise auf die Domestikation reichen bis 7500 v. Chr. zurück. Der ursprüngliche Grund für die Domestikation war die Bekämpfung von Vorratsschädlingen. Spezialisiert auf die Beute von kleinen Nagern und relativ leicht zu zähmen, war diese Unterart lange Zeit für Menschen von großem Nutzen.

Unsere Hauskatzen stammen nicht von der seltenen Wildkatze sondern von der Afrikanischen Falbkatze ab und wurden schon vor 9500 Jahren als Mäusejäger domestiziert.

Mit der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft hat die Katze im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend ihre ursprüngliche Rolle verloren. Aus dem nützlichen Jäger auf dem landwirtschaftlichen Hof wurde ein Haustier für Wohnungen, auch oder vor allem im städtischen Bereich. Um die grundsätzlich nachtaktiven Jäger an einen Ort zu gewöhnen, wurde Futter angeboten. Dies führte im Laufe der Jahrtausende andauernden Domestikation dazu, dass das Jagen und Fangen nicht mehr überlebensnotwendig war. Das Futter musste allerdings nun gekauft werden, und mit steigendem Beliebtheitsgrad der Katze als Haustier stieg auch die wirtschaftliche Bedeutung des Vierbeiners. Bei geschätzten 1,5 Millionen Hauskatzen alleine in Österreich, welche nahezu täglich gefüttert werden müssen, ist diese Bedeutung gut vorstellbar.

Als geschickter, vielseitiger und generalistischer Jäger kann es eine Katze mit vielen Tieren aufnehmen.

Mittlerweile wurden der Jagdtrieb und das Hungergefühl voneinander entkoppelt. Die Jagd, um zu überleben, wurde zur „Jagd als Hobby“. Ein toter Vogel vor der Haustür ist wohl keinem Katzenbesitzer unbekannt. Und genau hier beginnt auch die Rolle der Katze im Ökosystem. Als geschickter, vielseitiger und generalistischer Jäger kann es eine Katze mit vielen Tieren aufnehmen. Von Kleinvögeln bis zu kleinen Nagetieren, von Reptilien bis zu Fledermäusen und diversen Insekten (z.B. Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen) – das Beutespektrum ist enorm vielfältig. Da sich Katzen mittlerweile durch den Menschen über den gesamten Globus verteilt haben, haben sich in der Zwischenzeit zahlreiche wissenschaftliche Studien weltweit mit diesem Thema beschäftigt, wobei einen sehr guten Überblick in deutscher Sprache auch etwa eine Studie der Universität für Bodenkultur gibt (Hackländer et al., 2014).

Dementsprechend viele Zahlen sind auch verfügbar. Es würde viel zu weit führen, diese hier auch nur ansatzweise wiederzugeben. Aber ein paar Zahlen zum besseren Verständnis der Dimension müssen dennoch sein: Eine australische Studie (Woinarski et al., 2017) schätzt die jährliche Vogelopferzahlen durch die rund 3,9 Millionen Katzen auf 60,6 Millionen. In den USA schätzen Loss et al. (2012) die jährliche Zahl an Katzenopfern auf im Mittel 2,3 Milliarden (!) Vögel und 6,3 bis 22,3 Mrd. Säugetiere. In Kanada geht eine Studie von rd. 100 – 350 Mio. toten Vögeln pro Jahr aus (Blancher, 2013).

Freilaufende Hauskatzen betreiben die Jagd „als Hobby“. Mit Erfolg, wie man sieht. Foto: C. Ragger

Bei diesen enormen Zahlen ist es wenig verwunderlich, dass Katzen insbesondere im urbanen Raum zu einem der größten vom Menschen verursachten Mortalitätsfaktoren für Vögel und andere Tiergruppen zählen. Wie groß dadurch der Einfluss auf die Artenvielfalt genau ist, lässt sich dennoch nur schwer quantifizieren. Insbesondere auf Inseln, auf denen die dort ursprünglich heimische Fauna nicht an Bodenräuber angepasst ist, können Katzen jedoch enormen Schaden anrichten. Das gleiche gilt für jene Lebensräume, in denen die Bestände einzelner Arten bereits derart gering sind, dass zusätzliche Mortalitätsfaktoren zum Verschwinden einer Art führen können.

Eine kleine Katze verzehrt mehr Fleisch als ein durchschnittlicher Österreicher.

Ein weiterer Faktor ist auch in Hinblick auf die aktuelle Klimaerwärmung zu bedenken: Katzen sind Fleischfresser, sie werden demnach auch mit Fleisch gefüttert. Katzen benötigen im Durchschnitt zwischen 200-300 Gramm Futter pro Tag. Auf ein Jahr gerechnet ergeben sich dadurch pro Stubentiger zwischen 70 und 110 kg tierisches Futter, welches zuerst produziert und dann auch noch verpackt, transportiert und vertrieben werden muss. Im Vergleich zum durchschnittlichen Österreicher, der gemäß einer aktuellen Studie von Global 2000 rund 65 kg Fleisch pro Jahr verzehrt, frisst damit eine kleine Katze sogar mehr Fleisch pro Jahr! Insbesondere in Hinblick auf die aktuelle Klimakrise sollte dies zum Nachdenken anregen.

Über die Situation der Hauskatze in Osttirol gibt es keine verlässlichen Zahlen. Es ist davon auszugehen, dass ähnlich wie im Rest von Österreich in rund jedem 4. Haushalt eine Katze lebt. Bei knapp 20.000 Privathaushalten (vgl. Regionsprofil Osttirol, Landesstatistik 2019) ergäbe dies rund 5.000 Katzen. Aus fachlicher Sicht ist daher ein gewisser Einfluss freilaufender Hauskatzen auf die heimische Tierwelt auch im Bezirk Lienz anzunehmen. Im Vergleich zu anderen Gefährdungsfaktoren, die vom Menschen ausgehen, ist der Einfluss der Hauskatze auf die heimische Artenvielfalt aber vergleichsweise gering.

Besonders noch nicht gut flugtüchtige Jungvögel, wie diese Amsel, sind für jagende Katzen eine leichte Beute. Fotos: Oliver Stöhr.
Auch die Blindschleiche zählt zum Beutespektrum der Hauskatzen. Viele Tiere fallen aber auch Mähwerken und Kraftfahrzeugen zum Opfer.

Verinselung, Degradierung und Verlust von Lebensräumen – bedingt durch intensive Flächennutzung im Siedlungsraum – sind als Gefährdungsfaktoren sicher deutlich relevanter einzuschätzen. Erhöhte Mortalität durch Verkehr, intensive Landnutzung, Pestizide, invasive Tierarten und eingeschleppte Krankheitsüberträger etc. tragen ebenso erheblich zur aktuellen Biodiversitätskrise bei. Um den Artenrückgang aufzuhalten braucht es somit freilich deutlich mehr Anstrengungen, als „nur“ Katzen an die Leine zu nehmen oder ihnen den Ausgang zu verbieten.

Abschließend dennoch ein paar praktische Tipps für „naturschutzbewusste“ Katzenbesitzer: Lassen Sie Ihre Katze insbesondere im Frühjahr nicht den ganzen Tag im Freien. Vor allem die frühen Morgen- und Abendstunden sind besonders kritisch. Hängen Sie Ihrer Katze ein kleines Glöckchen um den Hals, damit wird das lautlose Anschleichen deutlich schwerer. Und gerade in Anbetracht der vielen herumstreunenden und herrenlosen Katzen ist auch die Kastration ein wichtiger Schritt, um die Anzahl der Katzen nicht zusätzlich ansteigen zu lassen.

Gartenbesitzer sollten Vogel-Futterstellen zudem nicht in der Nähe eines Gebüsches aufhängen. Besser sind frei hängende Futterhäuschen oder jene auch rutschigen Metallstangen, welche von der Katze nicht erklettert werden können. Ebenso kann das Versteckangebot im Garten erhöht werden: Je mehr Versteckmöglichkeiten Reptilien, Kleinsäugern und Insekten zur Verfügung stehen, desto kürzer sind die Fluchtdistanzen und desto größer die Überlebenschancen für diese Tiere.

Credits
  • Autoren: Matthias Gattermayr, Martin Weinländer, Oliver Stöhr (alle NAGO)
  • Fotografie: Oliver Stöhr, Christian Ragger, iStock
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18 Postings bisher
wasichnochsagenwollte

Ich finden den Artikel sehr gut! Das ein solches Thema kontrovers diskutiert wird ist wohl zu erwarten. Kann eine Katze doch auf allen Registern der Sympatie spielen. Katzenliebe hat aber mit umfassenden Tierschutz nichts zu tun (dem allgemenien Verständnis nach müsste das wohl "Katzenschutz" heißen). Richtiger Tierschutz sollte deutlich mehr Arten umfassen als blos den Stubentiger. Diese liegen aber zum größten Teil nicht in unsrere unmittelbaren Wahrnehmung. Das Sterben von Blindschleichen, Eidechsen, Vögeln, Fledermäusen, Bilchen und v.a. Tierarten, die sich unseren (wirtschaftlichen) Interessen entziehen, erfolgt im Stillen und die Katzen sind hier gut beteiligt. Nicht die Katze an sich ist das Problem, sondern der Mensch der mit seinem Verhalten hier in den Naturhaushalt eingreift und einem effektiven Räuber den Vorzug gibt, den es in dieser Dichte in der Natur nicht gibt.

pierina

so eine hirnrissige reportage habe ich schon lange nicht mehr gelesen. schreibt gscheider einmal von den italienern, die, zwar illegal, aber doch irgendwie geduldet, immer noch singvögel zu tausenden in netzen fangen (die leiden länger im netz als beim spiel der katze) und als delikatesse anpreisen. monokulturen und chemieeinsatz in der landwirtschaft reduzieren massenhaft die insektenbestände. das setzt den vögeln zu und nicht die hauskatze. und lieber huber.ortner: mit deinem beitrag disqualifzierst du dich eh selber.

    hubert.ortner

    Mir war schon klar das ich mir mit meinem Beitrag keine Freunde mache. Von der Umweltbilanz die ein einziges Pferd verursacht, kann man schon 20 000 km mit einem Diesel fahren. Für die ganzen fleischfressenden Haustiere muss ja schließlich auch das Futter produziert werden, mit Lastkraftwagen in die Supermärkte und mit dem Auto in die Haushalte gebracht werden. Meist verpackt in Blechdosen die unter hohem Energieaufwand produziert und wieder entsorgt werden müssen. Medikament und Wege zum Tierarzt dürfen auch nicht vergessen werden. Cot überall neben den Gehwegen muss von der Allgemein gesäubert und finanziert werden, denn längst nich alle Frauchen und Herrchen räumen die Ausscheidungen selber weg. Mir persönlich ist es ja komplett egal ob Leute Haustiere halten oder nicht. Nur wenn wir die Umwelt schützen wollen, müssen wir alle unseren Beitrag dazu leisten, und dazu gehört nun mal auch diese Thematik. Es ist nun mal auch schwierig mit Leuten zu diskutieren die sich hinter einem Pseudonym verstecken.

      chiller336

      blechdosen werden wiederverwertet - ein rohstoff .... sofern er nicht im restmüll landet. und bei einer aufstellung tierkonsum von fleisch und menschkonsum von fleisch rangiert der mensch mit riesenvorsprung an erster stelle. zudem werden schlachtabfälle für fleisch von uns menschen einfach entsorgt, andererseits aber eben für tierfutter verwendet - sprich katzen und hunde zählen mit sicherheit nciht zu den extremen fleischverbrauchern. und den ganzen feinstaub, ruß, bremsabrieb von den fahrzeugen putzt auch kein einziger von den straßen, bäumen, wegen. und vor allem der punkt mit wegen zum tierarzt ist einfach lächerlich. andere fahren mit dem auto zigaretten kaufen, aber da wirds wohl egal sein ....

hubert.ortner

Haustiere die keinen wirklichen Nutzen haben, gehören verboten. Man sieht im Supermarkt Einkaufswägen voll mit Katzen und Hundefutter, und auf der anderen Seite hungern tausende Menschen. Und wenn wir schon beim Klimawandel sind, sofern es einen gibt, würde ein Verbot den CO2 Ausstoß drastisch verringern. Nur in Österreich gibt es Millionen von Katzen und Hunden, die ja bekanntlich Fleischfresser sind. Aber davon hat man von den Grünen und den Schulschwänzern von Friday for Futures noch nie etwas gehört.

    chiller336

    wenn ich nicht wüsste, daß du von nutzlosen haustieren nichts hältst, würd ich sagen du hast einen vogel. einkaufswägen voll mit katzen und hundefutter? es muss am alkohol liegen oder an sonstigen dingen, die hirngespinste auslösen

    F_Z

    Info dazu: Hunde kann man vegetarischer ernähren, Katzen nicht - letztere sind auf Fleisch angewiesen.

Kapatieme

​seppl17: Man kann das ganze zwar nicht ganz vergleichen aber schau dir mal ein Video von Schlachthöfen in Arabien an. Viele Katzen sind ausserdem reine Wohnungskatzen. Und viele Vögel verschwinden sicher auch dadurch das alle Futterinsekten durch Pestizide gekillt werden. Ganz gewiss aber gehört die unbegrenzte Vermehrung der Katzen durch Kastration eingedämmt.

seppl17

Ich verstehe nicht wie man eine Katze lieben kann. Es gibt kein einziges Raubtier, das mit seiner Beute so lange Spielt bevor es getötet wird. Wenn ein Mensch das mit einem Lebewesen macht geht er dafür ins Gefängnis!

    bergfex

    Ein wenig unbedachter Kommentar, sorry😁. Sie hatten wohl nie ein Haustier.

    chiller336

    aja? schon vergessn die aktionen mit den rindern letztens? und von denen geht keiner ins gefängnis ....

    User

    Nur weil jemand etwas böses tut, heißt das nicht das man ihn nicht lieben kann. Liebe setzt nicht vorraus, dass der andere nur Gutes tut.

Cyanistes caeruleus

Toller Bericht !

Der Gesetzgeber muss hier, auch wenn damit keine Wahlen gewonnen werden über Möglichkeiten der Bejagung bzw. Euthanasie und nicht nur der Kastrationspflicht im "Catch und Release" Verfahren nachdenken. Was für Hundehalter vorgeschrieben ist, muss auch für Katzenhalter gelten. Des Weiteren gibt es auch Möglichkeiten der Katze den Freilauf in einer Voliere zu ermöglichen.

Das ist ehrlicher Tierschutz!

http://katzenvolieren.de/

Ps.: Ich bin kein Katzenhasser !

    chiller336

    die landwirte in niederösterreich waren froh, dass bei der mäuseplage gute jäger unterwegs waren. wahrer tierschutz ist, wenn unsere haustieren vor solchen meinungen beschützt werden - ganz egal ob hund oder katze. der mensch muss sich halt auch hier wie immer wichtig machen und in die natur eingreifen. was is mit all den vögeln, die im straßenverkehr von autos getötet werden? hm? all die amseln im frühjahr, welche von autofahrern überfahren werden?

      Cyanistes caeruleus

      @ chiller 336

      ⚠Zuerst INFORMIEREN dann KRITISIEREN⚠

      Du hast den Bericht nicht gelesen. Falls doch dann tust du mir leid, dass du nicht sinnerfassend lesen kannst! Die Agrarindustrie in Niederösterreich und die "Mäuseplage" dort sind ein eigenes Thema, bitte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln. Es gibt periodisch immer wieder Mäusejahre, Mastjahre, Maikäferjahre, usw. das ist/war ein natürlicher Zyklus.

      Es gibt in Österreich viele Mäusearten. Welche meinst du? Hausmaus, Ährenmaus, Gelbhalsmaus, Waldmaus, Alpenwaldmaus, Zwergwaldmaus, Brandmaus oder Zwergmaus? Oder meinst du Wühlmäuse? Auch hier gibt es wieder viele Arten. Schermaus, Bergschermaus, Rötelmaus, Feldmaus, Erdmaus, illyrische Kurzohrmaus, nordische Wühlmaus, kleinäugige Wühlmaus oder Schneemaus?

      Chill mal !

      chiller336

      google is ganz schön geduldig was? wenn jemand das wort euthanasie in bezug auf tiere in den mund nimmt äh in so ein forum schreibt, dann hat sich für mich jegliche diskussion erledigt. eventuell solltest genau du mal versuchen nachzudenken, bevor du solche worte in bezug auf haustiere verwendest.

      Cyanistes caeruleus

      @ chiller3.36‰

      In der Tiermedizin ist Euthanasie kein Fremdwort!

      Google mal !

      chiller336

      ganz genau - aber im zusammenhang von erlösung und nicht von massentötung .... blaumeise