Sandi
Lovric
Sandi Lovric
Fußballtalent Sandi Lovric hat bei Rapid Lienz begonnen und spielt derzeit in der Kampfmannschaft von Sturm Graz. Sein Traum ist die Champions League.

Sandi Lovric ist ein talentierter Sportler aus Osttirol und wohnt bereits seit vier Jahren in Graz. Er hat einen großen Traum und arbeitet hart für seine Ziele. Derzeit spielt er bei Sturm Graz als Mittelfeldspieler in der Kampfmannschaft und hat schon einige Einsätze in der Bundesliga hinter sich. Ich habe den sympathischen Sportler am Grazer Schlossberg für ein nettes Gespräch getroffen.

DOLOMITENSTADT: Sandi, erzähl uns ein wenig von dir. Warst du schon immer so ein begeisterter Fußballer?

Sandi Lovric: Ja, ich wollte seit meiner Kindheit immer nur Fußball spielen! Bereits mit vier Jahren startete ich in der „Krabbelgruppe“ und spielte mit den Jüngsten. Mit fünf war ich schon bei meinem ersten Turnier und spielte mit den älteren Kindern aus der U8 mit. Meine Fußballanfänge habe ich durchwegs beim Verein Rapid Lienz gemacht und wurde ständig gefordert, weil ich immer mit den älteren Kindern mitspielte. Anschließend trainierte ich auch im LAZ, dem Ausbildungszentrum des Verbands und mit 14 Jahren zog ich nach Graz, um mich noch mehr dem Training und meiner Leidenschaft zu widmen.

Hattest du zu dieser Zeit auch Vorbilder, die dich motivierten?

Eigentlich hat mir das Spielen selbst schon so viel Spaß gemacht und ich war fast ständig motiviert. Zu meinen älteren Brüdern habe ich aber auch immer aufgeschaut und sie waren auch eine Art Vorbild. Der französische Fußballprofi Zinédine Zidane hat mich ebenfalls inspiriert, weil er so ein fantastischer Mittelfeldspieler ist. Nur mit der ersten Ballannahme konnte er einen Gegenspieler ausdribbeln!

Als schönsten „Sportmoment“ beschreibt Sandi sein Bundesligadebüt im Jahr 2014. Sturm Graz spielte damals gegen Austria Wien.

Da ging für mich wirklich ein Traum in Erfüllung! Aber auch mein Tor bei der U17 Europameisterschaft gegen Spanien im Sommer 2015 war ein unglaublicher Moment!

Hattest du in deiner Karriere auch schon mit Verletzungen zu kämpfen?

2015 hatte ich einen Bänderriss im Sprunggelenk. Während eines Spiels ist mir von hinten ein Spieler reingesprungen und die Diagnose war wirklich sehr ärgerlich. Anschließend habe ich es aber akzeptiert, habe mich neu fokussiert und bin somit stärker zurückgekommen. Im Frühjahr 2015 habe ich mein Debüt in der Startelf gegen Altach gegeben und durfte von Beginn an auf’s Feld laufen und allen zeigen, was ich kann.

Gibt es etwas, das du im Training am liebsten oder gar nicht magst?

Ich liebe das Match und deshalb liebe ich es auch, wenn wir beim Training im Matchmodus trainieren. Im Prinzip gibt es eigentlich gar nichts, was ich nicht gerne trainiere. Es ist mein Beruf und natürlich ist es manchmal anstrengend, doch das gehört dazu, wenn man erfolgreich sein will.

Wenn Sandi seine Stärken aufzählt nennt er Spielintelligenz und ein exzellentes Passspiel, aber auch seine Führungsqualitäten. Er ist seit der U15 Kapitän der jungen österreichischen Nachwuchs-Nationalmannschaft.

Dafür bin ich manchmal stur und rechthaberisch, aber zu meinen wichtigsten Werten im Leben zählen auch noch Loyalität, Ehrlichkeit und natürlich Humor.

Sandi Lovric im Einsatz für seinen Verein Sturm Graz. Sein Vorbild als Spieler ist Zinédine Zidane. „Nur mit der ersten Ballannahme konnte er einen Gegenspieler ausdribbeln!“

Was machst du am liebsten, wenn du mal zu Hause in Osttirol bist?

Wenn ich zu Hause bin, freue ich mich darauf, dass ich einmal abschalten und entspannen kann. Ich bin fast jedes Wochenende unterwegs, da wir sehr viele Spiele haben und aus diesem Grund freue ich mich dann besonders, wenn ich nach längerer Zeit wieder meine Familie sehe und vom Trubel und der Stadt abschalten kann.

Hast du einen Tipp an jüngere Spieler, die auch deinen Weg gehen möchten, um ihre Träume zu verwirklichen?

Mein bester Tipp setzt sich aus drei einfachen Dingen zusammen: harte Arbeit, Geduld und ein stetiger Glaube an sich selbst. Man muss sehr viel Selbstdisziplin aufbringen und hart für seine Ziele kämpfen. Nichts passiert von heute auf morgen und wenn Rückschläge kommen, darf man niemals den Glauben an sich selbst verlieren!

Sehr dankbar ist Sandi auch für seine tolle Familie und für seine Freundin Tina, die ihn immer unterstützen. Heuer macht er Matura. Danach möchte er noch mehr Zeit dem Fußball widmen, um in Zukunft auch international und schlussendlich in der Championsleague zu spielen. Wir drücken die Daumen!

Credits
  • Autorin: Klara Fuchs
  • Fotografie: Miriam Raneburger (Porträtfotos), EXPA/Jürgen Feichter (Sportfoto)
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