Andreas Kleinlercher knapp entlastet

Ex-Bergbahnen-Geschäftsführer mit Osttirodler aus dem Schneider.

Er kann im Stubaital aufatmen: Andreas Kleinlercher ist in Sachen Osttirolder als "entlastet". Foto: Brunner Images

Wie die Kleine Zeitung heute berichtet, wurde bei der Generalversammlung am 28. Juni mit knapper Mehrheit die Entlastung für den ehemaligen Geschäftsführer Andreas Kleinlercher erteilt. Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik stimmte dagegen, sie ist eine der Vertreterinnen der Stadt, die knapp die Hälfte der Bergbahnaktien besitzt. Ein ähnlich großes Aktienpaket hält der TVB-Osttirol, dessen Vertreter Kleinlercher den Sanktus gaben. In einer offiziellen Aussendung der Bergbahnen AG am Freitag nach der Abstimmung war von diesen Ereignissen nichts zu lesen, der neue Geschäftsführer Klaus Hofstätter will am kommenden Dienstag über Details berichten.

Worum es ging, weiß in Osttirol jedes Kind. Der “Osttirodler”, dessen Loblied Kleinlerchers Nachfolger wohl zwangsläufig singen muss, kostete am Ende des Tages ein Drittel mehr als budgetiert. Seine Errichtung stieß schon im Vorfeld auf breite Kritik und als schließlich bei einer der ersten Gemeinderatssitzungen der damals neuen Bürgermeisterin Elisabeth Blanik das ganze Ausmaß an kalkulatorischer “Unschärfe” bei der Auftragsvergabe sichtbar wurde, kamen Zweifel an Kleinlerchers Arbeit auf. Der hielt sich bis heute mit Stellungnahmen zurück und arbeitet jetzt für die Stubaier Gletscherbahnen.

Zum Anklicken und Vergrößern noch einmal die Chronologie einer Kostenüberschreitung, auf dolomitenstadt.at bereits im Mai 2011 im Detail nachzulesen. Man sieht aufgelistet nach Kostenstellen, wie aus 2,2 am Ende 3,4 Mio Euro wurden und sich etwa die Kosten für die Montage – die völlig unüblich in Regie vergeben wurde – verdoppelten! 

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16 Kommentare bisher

  1. hoidanoi

    Denn sie wissen nicht, was sie tun
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    Frömel, Theurl und Tiefenbacher wissen, was sie wollen.
    Und sie wissen, wie sie es bekommen.
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    Der AR scheint das nicht zu tun.
    Denn ohne rechtmäßigen Germien-Beschluss Mandate wahlweise an sogar 3 Vertreter, einmal aus dem Vorstand, zweimal aus dem Aufsichtsrat, zu erteilen ohne den Schritt bis zum gerade erlebten bitteren Ende zu denken, zeugt – besonders aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen – von bodenloser Naivität.
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    Den oben Genannten ist oft der Rücktritt nahe gelegt worden.
    In logischer Konsequenz sollten die, diese Posse erst durch ihr Votum möglich machten, den kollektiven Rücktritt einreichen.
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    Das Tourismusgesetz, das unbekannte Wesen, sieht nicht nur gesetzeskonforme und damit rechtskräftige Beschlüsse vor.
    Es ermöglicht auch die Neuwahl bei der Selbstauflösung des Aufsichtsrates.
    Für den Fall, dass die Mandatare den Passus nicht kennen – TTG § 13 (5).
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    Der Zeitpunkt scheint erreicht, zu dem sich Mandatare nicht nur über die Verantwortung jeweils anderer auslassen, sondern schlicht ihre eigene wahrnehmen.

  2. Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee
    Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee

    Lieber Herr Pflanzerl,

    Zur Information: Herr Frömel, Herr Theurl und Herr Tiefenbacher haben sich um die allgemeine Vertretung im Aufsichtsrat der Bergbahnen beworben. Dies wurde ihnen vom Aufsichtsrat gestattet. Kein Mensch wusste, dass diese Entlastungssitzung unmittelbar bevor stand und wurde von den Herren auch in keinster Weise erwähnt.
    Der Aufsichtsrat hat aber in diesem schwerwiegenden Fall sicher keine Kompetenz dem „Frömel’schen Entlastungsvorgriff“ zuzustimmen. Sogar die Aufsichtsbehörde (Dr. Föger) hat keine Möglichkeit über „Sein und Nicht Sein“ zu bestimmen. Das Ganze ist eine Anmaßung wie sie bei unserem TVBO seit Jahren üblich ist.

    Pepi Kreuzer

  3. hoidanoi

    Laue Lüfte- stürmische Zeiten
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    Pflanzerl hat’s schon gelesen und vielleicht auch bemerkt, die KZ verzichtet just bei “Rätsel um mandat von Frömel” (der Genetiv ist der Headline fremd) auf die Kommentarfunktion.
    Was auch schon bei Flugplatz-Geschichten vorkam.
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    Die Frage an Pepi ist sehr berechtigt.
    Weiß der AR, was er tut?
    Glaubt er sich auf rechtlich sicherem Grund?
    Der KZ-Artikel erwähnt in ungewohnter journalistischer Feinarbeit, dass das AR-Protokoll zur Sprecher-Ernennung in Sachen LBB-AG keinen Beschluss aufweist (laut F. etws schwammig, nominiert seien er selbst oder Franz T. oder eben Reinhard T., wie es ihnen beliebte).
    Auch die Tagesordnung sei bar jedweder Erwähnung eines solchen Punkts.
    Was an der Rechtsgültigkeit eines “Beschlusses” zweifeln lässt.
    Das Tiroler Tourismusgesetz ist im § 14 sehr auskunftsfreudig.
    Tagesordnung, Beschlussfähigkeit, 2/3 Quorum.
    Sich ans Gesetz zu halten wäre eine der leichteren Übungen, wäre es den Verantwortungsträgern bekannt.
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    Werner F.s Aussage in der KZ ist ein Widerspruch in sich.
    Die Beschwichtigung, nur ein einstimmiges Votum zur Entlastung stelle einen Regressverzicht dar, ist fadenscheinig.
    Sein höchstpersönliches Votum stellt eine Regressverzichtserklärung seitens des TVBO dar. Seine Absicht drückt er im Artikel auch aus. Er wolle Prozesse und Chaos verhindert.
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    Für den Regressverzicht an sich, da er die Interessen des TVBO nachhaltig betrifft, bedarf es darüber hinaus eines eigenen Beschlusses. Der laut Meldungslage auch nicht stattfand. F. selbst spricht von einem indirekten Mandat (ein neuer juristischer Begriff, der interessant ist). Zusätzliche Verwirrung stiftet in dem Zusammenhang der Syndikatsvertrag mit der Stadt Lienz mit Zuständigkeiten, die dem AR des TVBO die Kontrolle nehmen.
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    Chaos zu verhindern ist eine gute Sache. Der bloße Wille dazu reicht nicht aus. Nach der Chaostheorie kann aus einem Flügelschlag eines Schmetterlings ein Sturm entstehen. Analog dazu könnte das lauwarme Lüftchen, das oft bei Entlastungen mit entweicht, das Gegenteil dessen bewirken, was F. wollte.
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    P.S.: Immer noch ist der Wunsch an Substanziellem groß. Echauffiertes aus AR-Mund trägt wenig dazu bei. Konkrete Daten, Beschlüsse und ähnliches mehr wären dienlicher. Dabei hilfreich die Kenntnis des Tourismusgesetzes.
    http://www.tirol.gv.at/fileadmin/www.tirol.gv.at/themen/wirtschaft-und-tourismus/tourismus/tourismusabteilung/downloads/Gesetze/Tiroler_Tourismusgesetz_2006__Fassung_01.2011.pdf

  4. Pflanzerl

    Sehr geehrter Herr Kreuzer,

    ja wussten Sie denn nicht, dass Sie und der Rest des AR Herrn Frömel “indirekt” dieses Mandat erteilt hatten?
    Das behauptet er zumindest gegenüber der Kleinen Zeitung – es ist ein Zitat, also wird es wohl stimmen, dass Frömel dies behauptet.

    Honi soit, qui mal y pense!

    Herzlichst, Ihr Pflanzerl.

  5. 42na95

    4295x schlimmer als der berühmt berüchtigte ‘Kölsche Klüngel’ im ehemaligen römischen Rotlichtviertel am Rhein. Und das hier bei ca. 50.000 Einwohnern. Unfassbar.

  6. Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee
    Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee

    Schriftgelehrte und Pharisäer

    Was glaubt Herr Aufsichtsratvorsitzender Frömel eigentlich ohne Abstimmung mit dem Aufsichtsrat sich einfach zum Entlaster und Verteidiger des ehemaligen Vorstandes der LBB hochzuspielen. Ein dicker Hund, wenn man bedenkt, mit welchem Leichtsinn Millionen Tourismusgelder in die Hochsteingrube geschaufelt wurden. Motto: „Schwamm drüber“ spielt ja eh ka Rolle.
    Ich erinnere Herrn Frömel daran wie man sich im Aufsichtsrat gegen die Verquickung der Baulose Lift Erste Sektion und Rodelbahn gestellt hat. Dieser von vorneherein erkennbaren Fehlinvestition konnte kein vernünftiger Mensch mit Hausverstand auch nur die geringsten Erfolgschance abgewinnen. Jedoch wurden all die Kostspieligen Teilinvestitionen einfach mit und ohne Information oder Zustimmung der Geldgeber, teilweise sogar mit Gewalt durchgedrückt. Herrn Vorstand Kleinlercher eine Generalamnestie durch Herrn Frömel zu erteilen ist der Nächste Generalfehler, der den Verdacht eines hinterlistigen Versuchs die Hauptschuldigen dieser Geldvernichtung hinter den schwarzen Vorhang zu zerren, aufkommen läst. Diese Unfairness Herrn Frömels wirft auch die Logische Folgerung auf, dass alle Mitglieder, Einwohner und vor allem unsere Gäste mit dieser Vorgangsweise getäuscht werden sollten. Der wirtschaftliche Schaden der uns in der „Causa Hochstein“ zugefügt wurde, ist noch gar nicht erfasst. Ich verlange, wie viele meiner Mitbürger nochmals mit Nachdruck eine restlose Aufklärung der Vorgänge am Hochstein. Dies wäre eigentlich die rechtmäßige Aufgabe des Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Keinesfalls ist Herr Frömel für die Entlastung der Mitverursacher des Millionengrabes zuständig.

    Pepi Kreuzer AR

  7. hoidanoi

    Meldungslage
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    Den Aussagen der Kleinen Zeitung zu trauen ist trügerisch. Schlechte Recherche hat Folgen, ganz besonders für die, denen Handlungen unterstellt werden, die sie so nicht gesetzt haben.
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    So wurde Reinhard T. durch Michaela R. zum Stimmgewaltigen, ohne es zu sein.
    Ihm wurde eine Rolle zugedacht, die er diesmal nicht eingenommen hat.
    Dafür hat er sich einiges anhören müssen, was in diesem speziellen Fall ungerechtfertigt war.
    Wofür er sich einerseits von Michaela R. eine Entschuldigung verdient hat.
    Wie auch von denen, die der Verlautbarung Glauben geschenkt haben, trotz leidvoller Erfahrung die Meldungsqualität der KZ betreffend.
    .
    Was ich hiermit tun will:
    Entschuldigung.
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    Seine Handlungen im Vorfeld sind nach wie vor kritikwürdig ohne Ende.
    Nur für diesen Entlastungsakt, der sich von Werner F. geleistet wurde – so denn die Meldungslage stimmt – kann er nur im Rahmen seiner Stimmanteile etwas.
    Mit denen kann Reinhard tun und lassen was er will.
    Diesmal ist sein Anteil den Eigentumsverhältnissen entsprechend.
    Was in der Geschichte der LBB-AG nicht immer so war.

  8. hoidanoi

    Ratgeber zu später Stunde – Illuminati?
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    @ Kurt:
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    Kleinlercher primär für die Kostenüberschreitung verantwortlich zu machen, griffe zu kurz. Er war ein willig Diener seiner Herren, und als er ein wirklich gutes Angebot erhielt, bei dem er nicht nur Notstandsverwaltung unter dem eigenwilligen Kuratel noch eigenwilligerer Herren zu betreiben hatte, nahm er es dankend an.
    Er ist noch am wenigsten in die Pflicht zu nehmen.
    .
    Was den Glauben an Konsequenzen aus derartigen Vorgängen angeht, so scheint Kurt desilluioniert zu sein.
    Er erwartet kein rechtskonformes Handeln von Vertretern öffentlicher Körperschaften wie TVB und Gemeinde.
    Wobei ihm die gelebte Realtität leider recht gibt.
    Wünschenswert ist eine konsequente Handlungsweise alle mal.
    .
    Wie Kurt, nächtens um halb 2, die Gebahrung in Händen der Hauptentlaster sieht, enthält er vor.
    Vielleicht fällt ihm dazu noch etwas ein.

  9. Kurt

    Großartig unsere Helden Hoidanoi,Kreuzer und Blanik. Wirklich toll.Nicht entlastet den Kleinlercher,der einfach abgehauen ist zu einem Seilbahnunternehmer Klier der keine Ahnung hat, nur etwa zehnmal größer ist als die LienzerBergbahnen, das ganze Stubaital halt.
    Und nicht zugestimmt der Entlastung. Was heißt das nach Aktienrecht ?
    Gar nichts, außer dass das Unternehmen selbst über sich sagt, im abgelaufenen Rechnungsjahr waren wir mit dem Vorstand nicht zufrieden.Glaubt wirklich wer da erfolgt noch dert konsequente nächste Schritt,nämlich Ansprüche gegen den Vorsatnd geltend zu machen ? Sicher niemand. Reine PR.
    Übrigens : bei der Generalversammlung einer AG wird auch über die Entlastung des Aufsichtsrates, nicht nur über die des Vorstandes abgestimmt.Natürlich hat sich Blanik als Aufsichtsrätin hier entlasten lassen, nur der Kleinlercher muß weiter herhalten.
    Wie bei den Banken : 20.000.- für ein Bankenskirennen wie Interbancario werden publikumwirksam abgelehnt, dafür bekommt eine Bank den Südtirolerplatz geschenkt.Das sind 3.500.- m² für einen Euro im Jahr, ohne Gemeinderat, nur im geheimen Stadtrat.
    Ist eh nur ein Wert vom ca 1 Mio Euro, da brauchts keine Öffentlichkeit.
    Warum auch, man hat den Eindruck die wills ohnedies nicht kapieren.

  10. hoidanoi

    Insider handeln?
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    Pflanzerl meint, man müsse sich bei der gegebenen Rechtslage mit dem Beschluss abfinden.
    Pepi Kreuzer meint, dass der Beschluss juristisch noch nicht unanfechtbar sei.
    Bei Letzterem ist einzuhaken.
    Pepi Kreuzer müsste sagen können, ob sein Aufsichtsratskollege im TVBO, Reinhard T., den Auftrag vom Germium hatte, Kleinlercher zu entlasten.
    Wenn nicht, so kann Reinhard T. sein Mandat nicht im Sinn des TVBO ausgeübt haben.
    Sein Mandat ist kein freies, wenn er für den TVBO spricht.
    Was er mit seinen Stimmanteilen als Kleinaktionär macht, ist seine Sache, die Stimmanteile des TVBO nicht.
    Talboden-Herkunftsgarantie hin oder her.
    .
    Pepi Kreuzer, der im AR des TVBO sitzt, könnte beredt darüber Auskunft geben, ob Tiefenbacher einen Auftrag hatte.
    Hatte er keinen, sondern handelte im Eigeninteresse, so hat sich der TVBO an ihm schadlos zu halten.
    Handelte er in Übereinstimmung mit dem AR-Vorsitzenden, der zeitgleich Vertreter der LZ-Sparkasse im AR der LBB-AG ist, so auch an diesem.
    .
    Der AR des TVBO will scheints nicht handeln.
    Er nützt seine gesetzlichen Möglichkeiten nicht und erfüllt dadurch seinen gesetzlichen Auftrag nicht.
    Die Mitglieder des TVBO haben in der Hand, ob sie das weiter hinnehmen wollen.
    .
    P.S.: Substantielles zu erfahren wäre wohltuend. Grandios angekündigte Enthüllungen werden bei Nichtlieferung schnell als Theaterdonner enttarnt und diskreditieren denjenigen, der vollmundig verspricht, was er bis jetzt noch nie gehalten hat.

  11. anton2009

    @hoidanoi: Ihr Posting ist äußerst treffend, ich stimme Ihnen vollkommen zu, möchte aber noch hinzufügen: Wo ist die viel besungene Verantwortung, die die hohen Managergehälter (Kleinlercher) rechtfertigen? Er hat den Braten rechtzeitig gerochen und ist nach Nordtirol abgetaucht. Und der Schlossbergkaiser Reinhard T. wird schon wissen, warum er der Entlastung zugestimmt hat! Legt endlich diese Sümpfe trocken!!!

  12. Nikolaus F. Pedarnig
    StatistNik

    , dass diese ganze Geschichte aus der Ferne betrachtet gar nicht so schlimm aussieht. Genauer hingesehen, stellt sich der Sachverhalt dann doch ein bisserl anders aus. Kostenüberschreitungen um 34% rufen in jedem Unternehmen den Eigentümer auf den Plan, bei gemeinnützigen Organisationen den Aufsichtsrat und bei Unternehmen der öffentlichen Hand auch schon mal den Rechnungshof.

    Apropos Rechnungshof: Der aktuelle, aus Lienz stammende und seine Sache wirklich gut machende Rechnungshofpräsident Josef MOSER sei hiermit eingeladen, seine Prüfer einmal nach Lienz zu senden und die Gebarungen hierorts zu durchleuchten.

    Conflict of Interest: ;-) Spannende Sache bei Unternehmensverflechtungen und Personalunionen.

    Frau BGM: Die Grundhaltung, Malversationen der Vergangenheit mit negativen Einflüssen und Auswirkungen auf Gegenwart und Zukunft nicht zu akzeptieren, finde ich, mit Verlaub, großartig.

    Allen anderen, die für die Entlastung des Organes gestimmt haben, empfehle ich den Besuch der folgenden Webseite:

    http://www.iaca.int/

  13. Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee
    Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee

    Herzlichen Dank für den Bergbahnen-Entlastungsbericht von Dr. Gerhard Pirkner und die beiden vorstehenden Kommentare.
    Da die Angelegenheit viel komplexer als vorgegaukelt ist und mit einer derartigen Entlastung unter dem Motto “Alle Schuldigen entlasten sich selbst”, ist es nötig, die Vorgänge bei den Bergbahnen und dies im Zusammenhang der größten Steuergelderverschwendung in der Geschichte derer aber auch in der Geschichte des Tourismusverbandes, zu durchleuchten. Es ist fast unerträglich, mit welchem grundlosen Selbstbewusstsein die Mitschuldigen das Ruder wieder an sich zu reißen versuchen. Es ist keinesfalls sicher, dass die Entlastung in dieser Form und bei diesen hohen Überschreitungen überhaupt rechtlich halten wird.
    Ich gratuliere der Frau Bürgermeister und anderen Mandataren für die Ablehnung der Entlastung. Diese Haltung betrachte ich als Lichtblick.

    Ich werde mich in den nächsten Tagen ausführlicher mit dem Thema “Lienzer Bergbahnen” zu Wort melden. Es liegt auch schon seit längerer Zeit mein Antrag zur externen fachlichen Überprüfung der “Causa Hochstein” zur Genehmigung durch den Aufsichtsrat vor. Inzwischen empfehle ich das neue “ECHO” vom Freitag mit zwei Beiträgen zu lesen. Auch Herr Dr. Föger, der in vielen Dingen des TVBO seine Aufsichtspflichten mehr als vernachlässigt hat, erlaubte sich in dem Artikel “Rumpelstilzchen” auf die Fragen des Interviewers Hugo Huber bezüglich seiner Beleidigungen bei der Generalversammlung 2011 im Lienzer Stadtsaal eine glatte Lüge zu präsentieren. Dies sind eigenartige Manieren des höchsten Landesbeamten im Tiroler Tourismus.

    Für heute

    Pepi Kreuzer

  14. Pflanzerl

    Man richtet es sich halt. Das kann doch niemanden mehr überraschen, oder?
    Solange Doppel- bzw. Mehrfachfunktionen in öffentlich-rechtlichen Körperschaften nicht verboten werden, wird sich daran auch nichts ändern.

  15. hoidanoi

    Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
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    Im Familienrecht ist Vernachlässigung der Aufsichtspflicht eine üble Sache.
    Wer Kinder ohne Aufsicht spielen lässt, die dabei zu Schaden kommen oder welchen anrichten, der haftet.
    Wer das grob fahrlässig tut, haftet ganz immens.
    Wer seine Aufsichtspflicht vorsätzlich verletzt, der kommt gar nicht gut dabei weg.
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    Das Aktienrecht ist ein wenig flexibler, sieht das nicht ganz so eng. Da kann sich schon einmal ein Aufsichtsrat damit entschulden, – von entschuldigen ist schon einmal gar nicht die Rede – dass er den Vorstand für seine Malversationen entlastet.
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    Was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass damit schon einmal die Frage nach der eigenen Aufsichtspflicht wegfällt, denn der Eigentümer (sic!) hat ja entschieden, eh alles super, eh alles leiwand, eh alles ohne Probleme. Da nur der Eigentümer klagslegitimiert wäre, ha, gibt’s auch keinen Anspruch gegen die Vernachlässiger von Pflichten.
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    Dass ein Vertreter der LZ-Sparkasse (die KZ schweigt sich aus darüber, ob es sich dabei um den TVBO-AR-Vorsitzenden Werner F. handelt, der laut Firmenbuch der LzBB-AG im AR derselbigen sitzt) und damit einem der Kreditgeber sowei ein Kleinaktionär, der zeitgleich als Gemeinderat, TVBO-AR, Lienzer Talboden Vorsitzender im Regionalverband Lienzer Dolomiten und ehemaliger Vorsitzender des Tourismusvereins Lienzer Dolomiten mit der großen erkenntniserweiternden Qualität einer Lienzer Talboden-Herkunfts-Garantie gesegnet ist, sich diese Erleichterung selbst verschaffen, ist äußerst pikant.
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    Das Faktum selbst überrascht nicht.
    Reinhard T. ließ kurz nach Bekanntwerden der Kostenüberschreitung wissen, er persönlich kümmere sich darum, die Verantwortlichen zu benennen. Er scheint gefunden zu haben, was er suchte und weil soviel Wiedererkennungswert schon erschrecken kann, kommt dabei heraus, was die Kleinez Zeitung kolportiert.
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    Das Resultat darf der geneigte Steuer- und TVB-Pflichtbeitragszahler nun betrachten. Die öffentlichen Geldgeber, TVBO und Gemeinde Lienz verloren gerade den Rechtsanspruch auf Wiedergutmachung gegenüber einem Vorstand, der auf Anweisung von sich selbst entlastenden AR-Mitgliedern gehandelt haben könnte.
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    Die Überprüfung von Aufsichtspflichten wird nicht stattfinden.
    Wiedergutmachung wird es nicht geben.
    Die Millionen sind fort, werden nicht eingeklagt werden können.
    Weil man sich entlastet hat. Sich von objektiv zurechenbaren Vorgängen juristisch befreit hat, in dem man sich selbst über die Bande Absolution erteilte.
    So stellt sich der Zahler Verantwortung tragen vor.
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    Entlastung und Erleichterung liegen nahe beieinander.
    Auf die Idee zu kommen, der Kleinaktionär hätte sich im Namen des Mehrheitseigentümers TVBO auf dessen Kosten auf gerade dessen Interessen erleichtert, liegt noch näher.
    All das ließe sich trefflich mit Fäkalausdrücken umschreiben.
    Was aber ähnlich unschön wäre, wie der Vorgang selbst.
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    Das alles mit der Gütesiegel der Lienzer-Talboden-Herkunftsgarantie.

  16. irina

    Die Entlastung ist ok, da er ja doch nur das Opfer unserer Kleinstadtkaiser war.