Quo vadis Nachhilfe?

Die österreichische Arbeiterkammer und das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) haben heuer eine bundesweite Studie zum Thema Schülernachhilfe durchgeführt. Dabei sind teils überraschende, teils negative Tendenzen zu erkennen.

Allein im Bundesland Tirol sind die jährlichen Gesamtausgaben für Nachhilfe um rund 20 Prozent auf 8,7 Millionen Euro gestiegen. Die statistischen Ergebnisse für Tirol können im Schnitt auch repräsentativ auf das gesamte österreichische Bundesgebiet umgelegt werden.

Laut dieser Studie benötigen rund ein Viertel aller Tiroler Schüler und Schülerinnen professionelle Nachhilfe in teilweise mehreren Lernfächern. 75 Prozent aller Schüler müssen zuhause von den Eltern beim Lernen oder Erledigen der Hausübungen unterstützt werden. Für einige SchülerInnen müssen beide Varianten in Anspruch genommen werden.

Tirols Haushalte geben mit rund 730 Euro pro Jahr – nach Wien und Vorarlberg – am drittmeisten für Nachhilfeunterricht aus. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, fordert die AK Tirol nun zukünftig den Ausbau von Ganztagsschulen und der Hortbetreuungsmaßnahmen. Außerdem soll es an Tiroler Schulen mehr adäquates Personal für individuellen Förderunterricht geben und der Fokus vermehrt auf schulische Nachmittagsbetreuung gesetzt werden.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren