Aguntum: Spuren in die Vergangenheit

In Aguntum wurde heuer erfolgreich gegraben. Als Sensation gilt die Entdeckung eines Teils des römischen Forums.

Bis morgen wird in der einstigen Römerstadt noch gearbeitet, zwanzig Absolventen und Studenten der Uni Innsbruck und Basel sind am Werk.

Dem Grabungsteam um Michael Tschurtschenthaler ist es 2010 gelungen, einen Baukomplex im Osten des Marcellums freizulegen.

Es wird angenommen, dass es sich um das römische Forum handelt. Der Raum im Zentrum war etwa dreimal so groß wie die benachbarten Zimmer.

Prachtvolle Wandmalerei kam zum Vorschein, deren abgestürzten Mauerteile nun geborgen wurden. Funde lassen vermuten, dass der Bau in der Zeit der Erhebung zum Municipium errichtet wurde – zwischen 41 und 54 nach Christus. Früh errichtet, fiel es einem Brand zum Opfer und blieb bis zum Ende Aguntums als Ruine erhalten.

Freigelegt wurde auch eine Reihe von Fundstücken wie Tierknochen, Fragmente von Tafelgeschirr, Münzen und Kristalle. In den kommenden Jahren wird das gesamte Forum genau unter die Lupe genommen.

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