Neues Betreuungsgesetz: Ist Lienz gewappnet?

Seit 1. September 2010 müssen auch in Osttirol neue Auflagen erfüllt werden.

Das Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz trat gestern in Kraft. Ziel ist die bestmögliche Unterstützung und Ergänzung der Familien in ihren Erziehungsaufgaben. Mit dem neuen Gesetz wird das ganzjährige, ganztägige und flächendeckende Kinderbetreuungsangebot mit massiver finanzieller Unterstützung des Landes ausgebaut. Für den Ausbau der Kinderbetreuung stehen in den nächsten drei Jahren zusätzlich über 32 Millionen Euro zur Verfügung. Allein bis Jahresende 2010 werden drei Millionen Euro ausgeschüttet.

Mit maximal 20 Kindern in Kindergarten- und Hortgruppen und maximal zwölf in Kinderkrippengruppen können die PädagogInnen auch in Osttirol auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder noch besser eingehen und sie gezielt fördern. Bereits im Kindergartenjahr 2010/2011 ist der Besuch eines Kindergartens für Fünfjährige verpflichtend und gratis. Mit dieser Frühförderung im verpflichtenden Kindergartenjahr sollen allen Kindern optimale Startchancen für den Schuleintritt geboten werden.

„Was vielen Bürgermeistern Sorge bereitet, hat in Lienz kaum Auswirkungen“, betonte Bürgermeister Johanes Hibler im Rahmen eines Pressegesprächs. „Die Auflagen, die das Gesetz mit sich bringt, wurden bereits in der Vergangenheit gelebt und eingehalten.“

Auch Einzelintegration wird in Lienz realisiert. „Ab diesem Herbst werden fünf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf von vier Stützkräften speziell begleitet“, erklärte der Lienzer Bürgermeister. „Der Mehraufwand für Lohnkosten, der auch vom Land getragen wird, beläuft sich für die Stadt Lienz auf 30.000 Euro.“

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