Filmpremiere als Impuls für die Proseggklamm

Eine Matreier Projektgruppe will die seit 2002 gesperrte Klamm wieder begehbar machen.

Schon in der vergangenen Woche sollte der Film über die Proseggklamm öffentlich gezeigt werden. „Unerwartete Hindernisse“ – in Matrei ein politisches Kürzel – erzwangen eine Verschiebung.

Bei der Vorpremiere im Kesslerstadel war das Publikum begeistert von der Naturdokumentation, die nicht nur durch Universum-Sprecher Franz Robert Wagner an die bekannte Dokureihe erinnert.

Tolle Bilder zeigen stürzende Wasser und einmalige Gesteinsformen, seltene Tiere und Pflanzen, alte Mythen, touristische und wirtschaftliche Pionierleistungen. Beeindruckend auch die Filmmusik von Martin Gratz, der mit seinem Blechbläserensemble auch die Freiluft-Premiere des Streifens umrahmen wird.

Die Proseggklamm war ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, ein kühler Ort im heißen Sommer und ein faszinierendes Schauspiel für Naturliebhaber. Ein Felssturz vor acht Jahren führte zur Sperre. Seitdem verfallen die Wanderwege und geraten in Vergessenheit. Eine engagierte, überparteiliche Gruppierung arbeitet seit 2007 daran, dieses Naturjuwel wieder zu beleben.

Mit einem auffallend professionellen Marketingkonzept und der Unterstützung von Nationalpark und Alpenverein hätten die Aktivisten gute Karten, wäre da nicht die fehlende Unterstützung durch Bürgermeister Andreas Köll, der offenbar andere Pläne mit dem Naturjuwel hat.

Präsentation „Naturerbe Prosseggklamm – Der Film“ mit „Musik & Wasser“ vom Iseltaler Blechbläserensemble, geleitet und moderiert von Martin Gratz
Mittwoch, 22. Sept. 2010, 20.00 Uhr, Rauterplatz Matrei.

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