0:4 – Rapid Lienz enttäuscht in Wolfsberg

Die Rapidler traten nach einer beängstigend schwachen Leistung mit einer gehörigen Packung die Heimreise an.

Rapid Lienz schloss in Wolfsberg bereits zu Spielbeginn nahtlos an die schwache Vorstellung beim letzten Heimspiel gegen Griffen an. Mangelnde Laufbereitschaft ließ den Kärntnern viel Spielraum, den vor allem die beiden giftigen Stürmer Curic und Rader perfekt zu nutzen wussten.

Schon in der 2. Minute wurde nach schöner Kombination über mehrere Stationen Curic am Strafraum freigespielt – die Lienzer Mittelfeldspieler und Verteidiger waren interessierte Zuschauer – seinen etwas zu zentral abgegebenen Schuss konnte Tormann Huber aber problemlos bändigen.

In der vierten Minute war es dann allerdings soweit: Ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld ermöglichte den Heimischen einen schnellen Pass in die Tiefe, wo Curic, mit drei Toren der Mann des Tages, noch einen Innenverteidiger vernaschte und mit einem Flachschuss das 1:0 erzielte. Torhüter Huber berührte den Ball zwar noch, doch via Querlatte fand das Leder doch noch den Weg ins Tor.

Zwischen der 10. und 20. Minute boten sich den Rapidlern drei Möglichkeiten. Zwei sehr gut getimte Flanken von links konnte Christopher Korber einmal knapp nicht erreichen und beim zweiten Mal setzte er den Ball aus kurzer Distanz, hart bedrängt von einem Verteidiger, über die Latte. Die beste Chance in dieser Phase vergab Daniel Ortner, der nach einem Stellungsfehler der ATSV-Verteidiger am Elfmeterpunkt frei zum Ball kam, aber etwas überhastet versuchte abzuschließen, anstatt den Ball anzunehmen und dann den Torschuss abzugeben.

Prinzipiell änderte sich aber am Spielverlauf nichts Entscheidendes. Die lauf- und spielstärkeren Wolfsberger waren wesentlich entschlossener und so kamen die Tore zum 2:0 durch Rader nach schönem Lochpass und vergeblicher Abseitsreklamation der nicht sattelfesten Lienzer Innenverteidigung und zum 3:0 über die offene linke Abwehrflanke der Gäste mit anschließend präziser Flanke auf Curic nicht überraschend. Der Kopfball des völlig frei stehenden Stürmers war auch für den guten Tormann Huber nicht zu halten.

Diese beiden Tore in den Minuten 28 und 42 waren die klare Entschiedung in diesem Spiel und ließen in der Pause schon die Befürchtung eines Debakels aufkommen.

Zweite Hälfte ausgeglichener

In der zweiten Hälfte begannen die Rapidler mit Thomas Außerdorfer auf der linken Mittelfeldseite. Markus Köfele rückte für den an diesem Tag leider schwachen Andreas Überbacher in die Viererkette zurück.

Vielleicht war es eine Kabinenpredigt von Trainer Warscher oder auch nur die Erkenntnis der Spieler, dass Fußball ein Laufsport ist und ohne Bewegung in der Kärntner Landesliga nichts zu holen ist, auf jeden Fall begannen die Gäste wesentlich engagierter und fanden auch ein wenig besser ins Spiel. Unsicherheiten im Abwehrzentrum und viele Fehlpässe verhinderten allerdings zählbare Erfolge.

Es entwickelte sich so ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Rapidler noch einige Möglichkeiten vorfanden.

In der 58. Minute zog Christopher Korber nach einem flüssigen Angriff über links in den Strafraum und wurde elfmeterreif zu Fall gebracht. Die Pfeife des doch mit Heimtendenz agierenden Schiedsrichter ST. Krassnitzer blieb allerdings stumm. In der 64. Spielminute gelang es Daniel Ortner, einen Stanglpass von Christopher Korber aus kurzer Distanz über das Tor zu schießen. In dieser Situation war allerdings Tormann Heritzer so nahe am Stürmer, dass ein Flachschuss wahrscheinlich keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.

Den Schlusspunkt in diesem Spiel, in dem, hauptsächlich aus eigenem Unvermögen, für die Lienzer nahzu alles schief lief, setzte wieder der Wolfsberger Legionär Denis Curic in der 75. Minute.

Christopher Korber setzte sich auf der linken Angriffsseite kraftvoll durch. Seinen Pass in den Rückraum hätte Andrej Jozef eigentlich zu einem Tor verwerten müssen. Bei der Ballanname und der anschließenden Drehung verletzte sich der Lienzer allerdings und ging mit einem lauten Schrei und schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden.

Trotz  Bitten an Schiri Krassnitzer, den verletzten Spieler behandeln zu dürfen und dafür das Spiel zu unterbrechen, ließ dieser weiterspielen und Curic nützte diese Chance gegen kaum eingreifende und konsternierte Rapidler zum 4:0.

Diese nicht mehr spielentscheidende Situation zeigte wieder einmal die Diskrepanz zwischen dem gerade von Schiedsrichtern geforderten Fair Play und der Realität, wo dann sowohl Spieler als auch Schiedsrichter die Forderung nach Fair Play einfach ignorieren.

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