Nächtliche Verfolgungsjagd in Lienz

Zu versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt kam es am 16. Oktober 2010 in Lienz.

Um 1.35 Uhr fiel einer Polizeistreife die unsichere Fahrweise einen PKW-Lenkers auf.

Die Beamten folgten dem Fahrzeug und wollten dieses zu einer Verkehrskontrolle anhalten. Um sich als Einsatzfahrzeug erkenntlich zu machen, wurde das Blaulicht eingeschaltet.

Der Pkw wurde in der Folge von dem Polizeifahrzeug überholt, zusätzlich gab ein Beamter durch das offene Seitenfenster deutliche Haltezeichen mit dem rot beleuchteten Anhaltestab.

Der verfolgte Pkw-Lenker hielt sein Fahrzeug jedoch nicht an. Er lenkte den Pkw nach links und versuchte so das Polizeifahrzeug abzudrängen. Dies konnte nur durch ein Ausweichmanöver verhindert werden.

In der Folge hielt der flüchtige Pkw-Lenker, es handelt sich dabei um einen 54 jährigen Mann aus Osttirol, sein Fahrzeug an.

Als die Polizeibeamten eine Fahrzeugkontrolle durchführen wollten, ergriff der Pkw-Lenker neuerlich die Flucht. Nach einer weiteren Verfolgungsjagd konnte der Lenker schließlich im Kranewitweg angehalten werden.

Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle konnten die Beamten beim Lenker deutliche Symptome einer Alkoholisierung feststellen. Die Durchführung eines Alkotestes wurde vom Lenker verweigert.

Gleichzeitig versuchte der Lenker mehrmals das Fahrzeug wieder in Betrieb zu nehmen. Um dies zu verhindern wurden dem Lenker die Fahrzeugschlüssel abgenommen. Dabei musste er an der Oberbekleidung festgehalten werden. Ein Beamter hat sich dadurch eine Verletzung am linken Ringfinger zugezogen.

Dem Mann, der nun bei der BH Lienz und der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt wird, wurde der Führerschein abgenommen.