Luftgütebericht 2009: Belastung weiterhin hoch

Die Stickstoffdioxid-Immissionsentwicklung zeigt tirolweit nach Absenkung und Stagnation in den 1990-er Jahren seit dem Jahr 2002 eine allgemein steigende Tendenz, so das Ergebnis des jetzt vorliegenden Luftgüteberichts 2009.

Auch in Lienz wurden Zielwertüberschreitungen gemessen.

Ohne weitere gezielte Maßnahmen des Landes wird der gemäß „Immissionsgesetz Luft“ gesetzliche Grenzwert für Stickstoffdioxid in Zukunft nicht einhaltbar sein.

Für die „dicke“ Luft hauptverantwortlich sind, wie allgemein bekannt, der Verkehr, der Hausbrand und die Industrie. Die Stickstoffdioxid-Immissionsentwicklung ist besorgniserregend. Im Jahr 2009 wurde der zulässige Jahresgrenzwert zum Schutz des Menschen an sieben Tiroler Standorten überschritten. Nach den neuen Richtwerten entsprechend IG Luft 2012 würden es bereits 10 von 15 Stellen sein.

Der zulässige Tagesmittelwert lag mindestens einmal an 13 der 15 Stellen über dem gesetzlich festgelegten Zielwert.

Die Ergebnisse der Auswertungen des Jahres 2009 für Stickstoffdioxid zeigen, dass es an der Lienzer Amlacherkreuzung an 21 Tagen zu einer Zielwertüberschreitung kam.

An insgesamt fünf Tiroler Standorten erfolgte eine Überschreitung des zulässigen Jahresmittelwertes für den Luftschadstoff NO2 (Stickstoffdioxid), so auch an der Lienzer Amlacherkreuzung.

Das Land setzt nun insbesondere auf Maßnahmen, die den Hausbrand weiter minimieren sollen. Eine geplante Novelle des Heizanlagengesetzes sieht verschärfte Normen vor.

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1 Posting bisher
Detektor vor 7 Jahren

Aus dem Hausbrand kommen nicht allzuviele Stickstoffoxide (eher Feinstaubteilchen!). Bei weitem am meisten Stickstoffoxide erzeugt der Straßenverkehr mit seinen Verbrennungsmotoren. Solange hier nicht weitere Maßnahmen getroffen werden ( Tempolimits und deren konsequente Überprüfung, weniger LKW- und PKW-Fahrten, ...), wird der Lienzer Talboden weiter Luftsanierungsgebiet bleiben.