2010: Radzugverkehr in Osttirol boomte

100.000 Fahrgäste nutzten das Angebot. Am Spitzentag wurden 4.000 Radler befördert.

Im Jahr 1996 war der Radverkehr mit der Bahn in Osttirol gestartet worden. Damals wurden rund 13.000 Fahrradtouristen transportiert.

Freuen sich über die Lust der Italiener am Radl und Bahnfahren: LHStv Anton Steixner und der Lienzer Bürgermeister Hannes Hibler. Foto: Brunner Images

„Mit kontinuierlicher Aufbauarbeit konnten wir gemeinsam mit der ÖBB-Personenverkehr AG, der Stadt Lienz und regionalen Partnern wie einem Radsportverleih die Frequenzen bis heute vervielfachen, betonte LH-Stellvertreter Anton Steixner am 22. Oktober im Rahmen eines Pressetermins in der Lienzer Liebburg. „Mittlerweile sind so viele Radfahrer im Bezirk unterwegs, dass spezielle Verstärkungsmaßnahmen und eigene dichte Fahrpläne sowie eine spezielle Fahrradlogistik notwendig wurden.“

An einem mit Infoscreens ausgestatteten Sammelpunkt am Bahnhof können Leihräder zurückgegeben und touristische Infos eingeholt werden. Im Mai 2010 wurde das Fahrplanprogramm mit zusätzlichen Zügen verstärkt und das Angebot bis in die Hauptsaison weiter erhöht. Mit zwei Doppelstockgarnituren seien die Radtouristen nicht nur zuverlässig wieder nach Innichen gebracht, sondern in Sachen Kundenorientierung und Komfort neue Maßstäbe gesetzt worden, erklärte ÖBB-Regionalmanager Alexander Jug.

Trotz des Schlechtwetters insbesondere in der zweiten Sommerhälfte konnte an das Rekordergebnis des Jahres 2009 fast angeschlossen werden, wurde doch das Radzugangebot heuer von 100.000 Fahrgästen genutzt. Am Spitzentag der vergangenen Saison, dem 10. August 2010, wurden mehr als 4.000 Radler mit ihren Fahrzeugen transportiert.

Dabei war vor der Saison die Stimmung durch den Murenabgang in Leisach, der auch einen Teil des Radweges verschüttet hatte, deutlich beeinträchtigt gewesen. „Das Ereignis zeigte aber auch, dass der Radweg etwas Notwendiges und Wünschenswertes ist“, so Bürgermeister Dr. Hannes Hibler. „LH-Stellvertreter Steixner hat sehr rasch und unbürokratisch ausreichend Mittel des Landes zur Sanierung und zum Bau einer Umfahrung zur Verfügung gestellt.“ Die Fahrradtouristen würden ein wichtiges Klientel darstellen. „Daher konzentrieren wir uns ganz besonders darauf, dass so viele Gäste wie möglich entlang des Drauradweges auch kulinarisch verwöhnt werden“, so Hibler. „Außerdem lädt die Sadt Lienz immer zu einem Besuch ein.“

Das Stadtmarketing ließ heuer 609 Personen in den Radzügen befragen. Das Ergebnis: Die Zufriedenheit ist enorm. Dem ÖBB-Angebot wird ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, 99 Prozent der Gäste wollen den Radwanderweg weiterempfehlen.

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