Wenn die Seele Hilfe braucht

Am 3.11. widmet sich ein Themenabend den Themen Angst, Depression und Burn-out.

Psychische Erkrankungen werden immer mehr zu einem Volksleiden. Angststörungen, Depressionen und Burn-out zählen zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände. Tendenz der letzten Jahre: steigend.

Immer erreichbar, immer flexibel, immer verfügbar sein – das kann zu Überforderung bis hin zur totalen Erschöpfung führen. Menschen quer durch alle sozialen Schichten und Berufsgruppen können betroffen sein.

Heute widmet sich ein Vortragsabend im Rettungszentrum Matrei den Leiden der Seele. Experten und Betroffene werden ab 19.00 Uhr allgemeinverständlich über dieses Thema und ihre Erfahrungen sprechen.

Prim. Dr. Martin Schmidt, Leiter der Psychiatrischen Abteilung im Bezirkskrankenhaus Lienz, referiert über das Thema: „Wann hat man eine Depression?“

Kornelia Meier, individualpsychologische Beraterin, zeigt erste Schritte aus der Depression auf.

Andreas Fuetsch und Wolfgang Rennhofer (Bild) von der „Selbsthilfegruppe für Menschen mit Angst- und Panikattacken“ geben einen sehr persönlichen Einblick in ihre Wege aus der Angst und sprechen über mögliche Bewältigungsstrategien.

Rennhofer: „Es ist nach wie vor ein Tabuthema, auch wenn sich durch die Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre vieles im Bezirk verbessert hat. Die Veranstaltung ist ein weiterer Schritt, den Menschen Mut zu machen und Wege aus der Krise aufzuzeigen. Es geht nicht nur um Betroffene, sondern auch um ihre Angehörigen, denn die Krankheit verändert das gesamte Familiensystem.“

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